In vielen Büros und Verwaltungsgebäuden wird bares Geld verheizt. Eine schlechte Wärmeverteilung und ein niedriger Wirkungsgrad der Heizung ist häufig der Grund. Für Abhilfe sorgt der so genannte „hydraulische Abgleich“.
Der jährliche Stromverbrauch für Umwälzpumpen in Heizungs- und Klimaanlagen beträgt in Deutschland ca. 15 Milliarden kWh - etwa soviel wie derjenige des gesamten Schienenverkehrs. Berücksichtigen wir, dass der Verbrauchsschwerpunkt der Pumpen im Winterhalbjahr liegt, so beträgt die höchste Leistungsaufnahme der Pumpen insgesamt mehr als 2.000 MW. Dies entspricht der Leistung von zwei großen Atom- oder Kohlekraftwerken.
Bei exakter Auslegung und richtigem Einsatz marktüblicher Pumpen lässt sich der Pumpenstromverbrauch in Einzelfällen beinahe bis auf ein Zehntel reduzieren. Wer bedenkt denn schon, dass eine unscheinbare kleine Pumpe die laut Typenschild z.B. 60 Watt hat, im Laufe eines Jahres bei Dauerbetrieb gut 500 kWh Strom verbrauchen kann.
Bei Einfamilienhäusern kann der Anteil der Pumpen am Stromverbrauch bis zu 25% betragen, in Einzelfällen sogar noch mehr. Die für den Verbaucher direkt spürbaren Folgen der Fehldimensionierung sind jedoch allenfalls eine ungleichmäßige Wärmeverteilung und ein störendes Rauschen an den Thermostatventilen.
Übereinstimmend haben verschiedene Untersuchungen bestätigt, dass eine wesentliche Ursache für die unzulängliche Auslegung von Umwälzpumpen ein fehlender Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig. der jeweiligen Heizungsanlage ist, wie ihn aber die verbindliche Norm VOB DIN 18380 verlangt. Bei vielen der zahlenmäßig dominierenden Kleinanlagen, häufig aber auch bei Großanlagen, herrschen in der Praxis stattdessen recht abenteuerliche hydraulische Verhältnisse vor. Unterversorgte Verbraucher wechseln sich mit solchen ab, die hoffnungslos überversorgt sind.
Werden Anlagen korrekt abgeglichen, so erhält jeder Verbraucher (Heizkörper o.Ä.) unter allen Betriebsbedingungen maximal den ihm bestimmungsgemäß zugeordneten Förderstrom an Heizwasser. Dabei ist sichergestellt, dass der jeweilige Auslegungsförderstrom bei Bedarf verfügbar ist und weitgehende Unabhängigkeit vom Verhalten anderer Verbraucher besteht. Nach Abgleich einer Anlage wird zeigt sich oft, wie gering der notwendige Förderstrom ausfällt.
Infos zum hydraulischen Abgleich:
Gewerbekundenberatung im enercity expo Café
Heinz Knobloch, Telefon (0511) 430-6632
Peter Grimme, Telefon (0511) 430-6631
Infos zu den Zuschüssen:
proKlima-Geschäftsstelle
Telefon (0511) 430-1970
proklima@enercity.de