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Frieren Sie Ihre Kosten ein!

Fast 50 Prozent des Stroms im Lebensmittelhandel wird für die Kühlung benötigt. Effiziente Technologien aber können mehr als die Hälfte dieses Verbrauchs vermeiden.

Früher mussten die Römer Gletschereis aus den Hochgebirgen in die Städte transportieren, um ihre Lebensmittel zu kühlen. Heute steht ein Kühlschrank in jeder Teeküche. In Tiefkühlschränken und begehbaren Kühlzellen wird im Lebensmittelhandel und der Gastronomie die Lebensdauer von Nahrungsmitteln aller Art um ein Vielfaches verlängert.

Der wachsende Kältebedarf treibt den Energieverbrauch jedoch weltweit in die Höhe und belastet das Klima. Das EU-Projekt ProCool, an dem auch die Deutsche Energie Agentur (dena) beteiligt war, hat die Entwicklung und Markteinführung energieeffizienter und umweltschonender Kühlgeräte unterstützt. Denn Optimierungen sind in vielen Bereichen möglich: bei den Kompressoren, den Ventilatoren, der Wärmedämmung und der Regelung. Außerdem können HFCKW-freie Kältemittel wie Propan, Isobutan sowie Kohlendioxid eingesetzt werden. Durch so ein energieeffizientes Gerät senken die Nutzer nicht nur ihre Betriebskosten, sondern leisten auch noch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr Informationen

Zum EU-Projekt mit Erfahrungsberichten und Tipps für Gerätebenutzer:

www.procool.info

Allgemeine Tipps: www.stromeffizienz.de > Haushaltsgeräte >

Kühl-und Gefriergeräte:

Beratung über Energiesparmaßnahmen bei der Kühlung bietet die Kampagne e.coBizz Betrieben aus den Branchen Lebensmittel, Chemie und Kunststoff, Hotels und Gaststätten sowie Papier, Glas und Keramik. Kontakt unter Telefon (0511) 61623978 oder per E-Mail: e.cobizz@klimaschutzagentur.de

 

Elf eiskalte Tipps !

Langfristig denken: Kühlgeräte haben eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren. Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+ und A++ sind in der Anschaffung kaum teurer und amortisieren sich bereits nach kurzer Zeit.

Das richtige Gerät wählen: Ein geschlossenes Gerät mit Glastür spart grundsätzlich mehr Energie und Kosten. Außerdem sind Kühltruhen energiesparender als Kühlschränke.

Die optimale Klimaklasse finden: Sie orientiert sich an der Umgebungstemperatur des Aufstellorts, da die Kühlgeräte die den Lebensmitteln entzogene Wärme nach außen abgeben. Die Klimaklasse N ist in Deutschand am meisten verbreitet.

Eine Umluftkühlung ist effizienter, weil die Kälte sich besser verteilt.  No-Frost-Gefriergeräte oder Geräte mit unterschiedlichen Temperaturzonen haben meistens einen höheren Energieverbrauch.

Kühlgeräte in kühler Umgebung aufstellen: Eine um zwei Grad niedrigere Temperatur senkt den Verbrauch um rund 60 Kilowattstunden im Jahr. Direkte Sonneneinstrahlung sowie die Nachbarschaft von Kühlgerät und Herd sollten vermieden werden.

Gute Einstellung: Die exakte Kühltemperatur bestimmen und öfter kontrollieren. Den Verdampfer und Verflüssiger regelmäßig reinigen, denn Schmutz verschlechtert die Wärmeübertragung.

Abdeckungen nutzen beziehungsweise nachrüsten, denn Umgebungsluft und Licht wirken auf die Kühllast. Wer bei offenen Geräten eine Nachtabdeckung nutzt, kann den Energieverbrauch um knapp 30 Prozent senken.

Die Kälte bewahren: Zugluft vor den Möbelöffnungen vermeiden, Luftkanäle nicht zustellen und maximale Stapelhöhe einhalten.

Beleuchtung sollte außerhalb der Kühlzone platziert werden. Um Schwitzwasser und beschlagene Glasflächen zu vermeiden, kann eine Taupunktreglung nachgerüstet oder eingestellt werden.

Eiskalt abwarten: Immer nur nach Bedarf und dem Vereisungsgrad angepasst abtauen.

 

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