Mit der Erneuerung der Anstrahlung der Marktkirche spart Hannover bei der Beleuchtung im öffentlichen Raum erneut Energie und Kohlendioxid.

Im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover wurden von den Stadtwerken Hannover neun Strahler à 400 Watt durch moderne Lampen mit 250 Watt bei verbesserter Lichtausbeute ersetzt. Damit wird eine Energieeinsparung von 2.363 Kilowattstunden im Jahr erzielt, was dem Verbrauch eines Hannoverschen Durchschnittshaushalts entspricht.
Die Marktkirche ist aber nur ein aktueller „Leuchtturm“, wenn es um die Energieeffizienz bei der Beleuchtung von Straßen, Fußwegen und Gebäuden geht. Während viele Städte die Energieeffizienz im öffentlichen Raum erst langsam für sich entdecken, wird in Hannover bereits seit Jahren über eine beharrliche Modernisierung der Anlagen ein Beitrag zur Energieeinsparung und Klimaschutz geleistet.
Das Ergebnis: Die Anzahl der Leuchten stieg in Hannover seit 1990 von 48.524 auf 52.157 Anlagen (plus 7,5 Prozent). Statt des eigentlich zu erwarteten höheren Stromverbrauchs sank die Anschlussleistung in diesem Zeitraum von 6.043 auf 5.315 Kilowatt (minus 12 Prozent). Jährlich benötigt Hannovers Straßenbeleuchtung 20,15 Gigawattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresdurchschnittsverbrauch von gut 8.000 Haushalten. Noch in diesem Jahr wird die mittlere Leistung von 100 Watt pro Leuchte unterschritten.
Die Senkung des Stromverbrauchs wird eher selten durch Reduzierung des Beleuchtungsniveaus oder verstärkte Abschaltungen erreicht. Die Stromeinsparungen kommen hauptsächlich durch den Einsatz moderner Leuchtmittel mit hoher Energieausbeute und Leuchten mit verbesserter Lichtlenkung zustande.
So wurden bei einem Projekt in der Weidkampshaide in Bothfeld im letzten Jahr neun Kugelspiegelleuchten ersetzt und effizientere Leuchtmittel eingebaut. Statt zwei 80 Watt Leuchtmittel konnte das gleiche Beleuchtungsniveau mit einer 70 Watt Lampe energiesparender Bauart erreicht werden. Mit 3.420 Kilowattstunden wird allein durch diese Maßnahme pro Jahr etwa der Jahresverbrauch eines größeren Haushaltes eingespart. Auch die Anleuchtungen historischer Gebäude werden auf dem modernsten Stand der Lichttechnik gehalten.
Angenehmer Nebeneffekt: Die Wahrzeichen Hannovers können durch eine angenehmere Lichtfarbe auch gestalterisch besser in Szene gesetzt werden. Weißanteil und Farbwiedergabe wurden im Falle der Marktkirche optimiert.
Dass die nachhaltigen Bemühungen um eine verbesserte Energieeffizienz in Hannover erfolgreich sind, zeigen Vergleiche mit anderen Großstädten. So hat zum Beispiel die für ihre umweltfreundliche Straßenbeleuchtung mit dem EU-Prädikat „Green-Light“ ausgezeichnete Stadt Salzburg mit einer mittleren Anschlussleistung von 124 Watt/Leuchtstelle und einem mittleren Stromverbrauch von 557 kWh/Leuchtstelle aktuell deutlich schlechtere Effizienzwerte.
Das macht Mut, sich an einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ausgelobten Wettbewerb zur „Energieeffizienten Straßenbeleuchtung“ zu beteiligen, der sich an technische Anbieter und an Kommunen richtet. Es ist vorgesehen, dass sich Hannover mit seinem langfristigen Konzept um eine Auszeichnung und Förderung bemüht.
Noch ein Tipp: Fällt Ihnen eine defekte Straßenlaterne auf? Ab sofort können Sie uns unter www.enercity.de/stoerung rund um die Uhr den Schaden und den Ort melden. Natürlich steht Ihnen auch weiterhin die Störungsnummer der Straßenbeleuchtung unter (0511) 430-3112 zur Verfügung.
Fragen zum Thema beantwortet Ihnen gern das Team aus der Abteilung Straßenbeleuchtung Stadtwerke Hannover AG:
Jörg Bressem, Telefon (0511) 430-4024, E-Mail: joerg.bressem@enercity.de
Thomas Hoffmann, Telefon (0511) 430-3417, E-Mail: thomas.hoffmann@enercity.de
Weitere Infos zum Thema Außenbeleuchtung erhalten Sie auch unter enercity BeleuchtungsService.