Jeden Tag ist Günter Schröder mit seinen Hunden Mücke und Floh im Grünen unterwegs. Der Leiter des Forstbetriebs kümmert sich in dem 1.800 Hektar weiten Waldgebiet von enercity um den Grundwasserschutz. Zusammen mit vier Kollegen überwacht der 50-Jährige zum Beispiel regelmäßig die Waldbestände und bereitet ihre Durchforstungen und Neuanpflanzungen vor. Der vorhandene reine Nadelwald wird nämlich seit zehn Jahren mit jungen Buchen und anderen Laubbäumen unterpflanzt. „Denn ein Mischwald erhöht nicht nur die Grundwasserneubildung, sondern verhindert auch, dass Stickstoff ins Grundwasser gelangt“, erklärt Schröder. Bislang sind etwa vier Millionen Laubbäume auf rund 1.300 Hektar dazugekommen. „Was wir hier machen, ist natürlich ein nachhaltiger Prozess für Jahrzehnte“, betont der Förster und lässt seinen Blick über die Lichtung schweifen. Die Aufforstung hat auch noch andere Vorteile gebracht, wie zum Beispiel mehr Tierarten und ein besseres Waldklima.
Neben dem forstwirtschaftlichen Engagement von enercity gibt es bereits seit 1989 eine landwirtschaftliche Kooperation, um die Trinkwasserqualität zu sichern. Dabei verpflichten sich die Bauern, den Einsatz von Chemie bei der Bodenbestellung auf der 9.000 Hektar großen Fläche zu reduzieren, bestimmte Düngevorschriften einzuhalten und außerdem für artenreiches Grünland zu sorgen. Das alles kommt dem Trinkwasser zugute.
Die Stadtwerke Hannover versorgen rund 600.000 Menschen in Hannover und Teilen der Region mit etwa 44 Millionen Kubikmetern im Jahr. Es stammt aus den drei Wasserwerken Fuhrberg und Elze-Berkhof im Norden und Grasdorf im Süden. Hinzu kommen fünf Prozent aus Harzer Talsperren. Damit niemand auf dem Trockenen sitzen muss, sorgen enercity-Mitarbeiter rund um die Uhr für eine gleichbleibende Qualität des Trinkwassers. In mehr als 10.000 Labortests jährlich wird es in allen Stufen der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung ständig kontrolliert, wobei die gesetzlichen Grenzwerte deutlich unterschritten werden. Das von der Stadtwerke Hannover AG verteilte Trinkwasser ist dem Härtebereich „mittel“, 1,5 bis 2,5 mmol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14°dH) zuzuordnen. Die Härte des Trinkwassers beträgt im Querschnitt des gesamten Versorgungsgebietes 2,3 mmol je Liter (entspricht 12,9°dH). Es ist übrigens nicht nur an heißen Tagen ein prima Durstlöscher ...
Tauchen Sie ein!
Hier gibt es weitere Infos rund ums Trinkwasser sowie Broschüren zu den drei Wasserwerken wenden Sie sich direkt an den Leiter der Abteilung Wasserwerksbetrieb:
Dipl.-Ing. Andreas Kalix, Telefon (0511) 430- 4970, E-Mail: andreas.kalix@enercity.de
Wer auf den Spuren des Wassers wandeln will, kann eine Besichtigung der Wasserwerke beim BesucherService online vereinbaren oder persönlich bei:
Matthias Faflik, Telefon (0511) 430-2607, E-Mail: matthias.faflik@enercity.de.
Die Wasser-Erlebnispfade im Fuhrberger Feld und in Grasdorf kann man alleine oder nach Vereinbarung bei einer Führung erkunden.

