Die ausgewählten Anlagen stehen aus gutem Grund an den Autobahnen A2 und A7 unweit der Landeshauptstadt. Denn sie sollten ursprünglich – quasi an den Eingangstoren zur Expo-Region Hannover – den Besuchern der Weltausstellung die moderne Windenergienutzung auf ungewöhnliche Weise vor Augen führen.
Zur Vorgeschichte: Auf Initiative der Windwärts Energie GmbH, Hannover, wurde im Vorfeld der Expo2000 ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Die Aufgabe bestand darin, eine Windenergieanlage in eine künstlerische Skulptur zu verwandeln.
Von den dreizehn eingereichten Entwürfen wurden im Laufe des Expo-Jahres drei tatsächlich realisiert. Seitdem locken die „Kunst-Windräder“ als gut erreichbare Ziele Ausflügler an, ob nun mit Bahn und Fahrrad oder mit dem Auto angesteuert.
Der Wettbewerbsbeitrag „Im Schatten des Windes“ von Allan Wexler am Standort Barsinghausen-Bantorf an der A2 kann als Plädoyer für die Nutzung erneuerbarer Energien verstanden werden. Der Amerikaner hat einen 80 Meter langen Betontisch geschaffen, der die Form des Schattens der Windenergieanlage hat. In die Oberfläche des Tisches sind Kohlestücke eingelegt. Wexler verarbeitete exakt die Menge Kohle, die nicht verbrannt zu werden braucht, wenn das Windrad 24 Stunden lang Energie erzeugt.
Das Künstlerduo Felix S. Huber und Florian Wüst („SkyTalk“), statteten das Maschinenhaus der Anlage an der Autobahnraststätte Garbsen-Nord (A2) beidseitig mit je einem Laufdisplay aus. Über diese Displays kann nun jeder eine Mitteilung oder einen Gruß „in den Himmel schreiben“. Eingeben lässt sich die Botschaft an einem Terminal an der Autobahnraststätte Garbsen oder aber über die Homepage www.skytalk.org.
Der Franzose Patrick Raynaud schließlich war der Auffassung, dass Windenergieanlagen bunter sein sollten und versah sein Objekt mit vierzig etwa zwei Meter großen Leuchtkreisen (Standort Gemarkung Müllingen bei Sehnde an der A7). Tag und Nacht strahlen diese „Smarties“ in sechs kräftigen Farben mal intensiver, mal schwächer, je nach Windstärke. Eine faszinierendes Schauspiel, das natürlich vor allem bei bedecktem Himmel oder in den Abendstunden seine ganze Wirkung entfaltet.
Weitere Informationen:
www.windwaerts.de