Wer Arbeiten an elektrotechnischen Anlagen ausführen will, während Leitungen unter Spannung stehen, für den ist eine solide Ausbildung lebensnotwendig. Das erforderliche Know-how für „Arbeiten unter Spannung (AuS)“ vermitteln die Fachkräfte des enercity SchulungsCenters in Hannover. „Sicherheit ist oberstes Gebot in unserem Lehrplan“, sagt Karl-Heinz Klein. Der Dozent berichtet, dass die fachliche Qualifikation wirksam vor Unfallgefahren schützt.
Konkret lernen Elektrofachkräfte seit Gründung des Ausbildungshauses in 2001 wie Arbeiten unter Spannung sicher und vorschriftsgemäß auszuführen sind. Dabei stoßen die Inhalte zunehmend auf Interesse. Grund: Der Bedarf von Industrie und Handwerk, unter Spannung zu arbeiten, wächst. Denn heutzutage kommen Versorgungsunterbrechungen, beispielsweise um Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Stromversorgung durchzuführen, aus rein wirtschaftlichen Gründen oftmals nicht in Betracht. Schließlich kann es hohe Kosten verursachen, wenn die Produktion zum stehen kommt. Daher müssen Fachleute der Elektrotechnik Arbeiten an Energieanlagen oftmals unter Spannung vornehmen – dann, wenn dieses die einschlägigen Richtlinien erlauben.
Im Übungsparcours des enercity SchulungsCenters lernen die Teilnehmer die sachgerechten Handgriffe. Dabei werden die praktischen Übungen individuell auf die jeweiligen Einsatzbereiche der Teilnehmer abgestimmt. „Jeder findet die Anforderungen seines Arbeitsumfelds in unserem Parcours wieder“, sagt Klein. Der Theorie-Unterricht umfasst Kenntnisse über organisatorische Aufgaben des Unternehmers sowie die Bedeutung der Arbeitssicherheit. Einen weiteren Schwerpunkt bilden aktuelle Vorschriften und Regeln zum „Arbeiten unter Spannung“. Die Vorstellung neuer Werkzeuge und Hilfsmittel sowie deren praktische Handhabe runden die Seminare ab. Voraussetzung für eine Teilnahme ist neben der Ausbildung in einem Beruf der Elektrotechnik entsprechende Berufserfahrung.
Neben der zwei- bis dreitägigen umfassenden Ausbildung bietet das enercity SchulungsCenter auch ein eintägiges Wiederholungsseminar. „Positives Feedback bekommen wir dabei speziell für unsere enge Verknüpfung von Theorie und Praxis“, sagt Klein. Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Prüfung entsprechende Befähigungsnachweise. Fachkräfte aus allen Bereichen der Industrie und des Handwerks gastierten bereits ebenso im enercity SchulungsCenter wie die Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Seit Herbst 2005 wartet das enercity SchulungsCenter mit einem echten Novum auf: Neu im Seminarprogramm aufgenommen wurde das Arbeiten unter Mittelspannung mit bis zu 36.000 Volt. Einige Tätigkeiten im Wartungsbereich können hierbei erlernt werden. Nachdem sich die praktischen Übungen im enercity SchulungsCenter bisher auf die Niederspannung (400/230 Volt) konzentrierten, folgt enercity mit der Aufnahme der höheren Spannungsebene dem zunehmenden Bedarf, auch in diesem Bereich tätig zu sein. Klein: „Wir greifen die jüngste Entwicklung in der Wirtschaft damit frühzeitig auf. 2001 waren wir die Ersten, die „Arbeiten unter Spannung“ hier im Norden in einem geeigneten SchulungsCenter mit Übungsparcours unterrichtet und praktiziert haben. Jetzt sind wir mit der Erweiterung des AuS-Programms wieder einen Schritt voraus.“ Diese speziellen Schulungen erfolgen in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner der Industrie aus Bayern, welcher sich mit der Konstruktion und Herstellung von Werkzeugen und Hilfsmitteln zum AuS beschäftigt.
Wer sich für die Seminare interessiert, erhält unter Tel. (0511) 430-3460 oder im Geschäftskundenbereich der Website www.enercity.de weitere Infos. Möglichkeiten, teilzunehmen bieten sich zahlreiche. Im Jahr heißt es im enercity SchulungsCenter in der Vahrenwalder Straße im Schnitt zwölf Mal: "Arbeiten unter Spannung".