Spezialist*in für Rohrsystemtechnik

An Dingen herumzuschrauben und zuhause den Handwerker zu spielen, macht Ihnen Spaß? Sie wollen Drehen, Fräsen, Feilen, Schweißen, Biegen, Schrauben, Sägen, Reparieren auch im Beruf? Wenn Sie darüber hinaus der Kombination Mathe, Metall und Physik etwas abgewinnen können, sollten Sie sich einmal die Ausbildung Anlagenmechaniker*in für Rohrsystemtechnik genauer anschauen. In diesem abwechslungsreichen Beruf werden Sie Spezialist*in für Rohrsystemtechnik und können am Ende unsere Rohre in aller Form und Größe so einsetzen, dass die Wasser-, Gas- und Fernwärme-Versorgung einer Stadt stets funktioniert.

Für wen

  • Ausbildung für Bastler*innen mit handwerklichem Geschick
  • Schulabschluss: Mindestens guter Hauptschulabschluss

Konditionen

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Vergütung: 918,26 Euro (1. Ausbildungsjahr) bis 1.077,59 Euro (4. Ausbildungsjahr)

So sieht Ihre Ausbildung als Anlagenmechaniker*in aus

Als Anlagenmechaniker*in mit der Fachrichtung Rohrsystemtechnik haben Sie mit Rohrleitungen in den unterschiedlichsten Ausführungen zu tun – von 2 bis 80 cm Durchmesser, aus Metall oder Kunststoff. Dabei geht es vor allem um Rohrsysteme, die in Kraftwerken oder Wasserwerken eingesetzt werden oder im Erdreich liegen. Also Rohre, die die Region Hannover mit Wasser, Gas und Fernwärme versorgen. Damit das reibungslos funktioniert, lernen Sie, wie man Störungen und deren Ursache erkennt und wie man diese beseitigt.

Inhalte der Ausbildung

Zu Beginn Ihrer Ausbildung lernen Sie die anderen Azubis aus de Elektro- und Metallberufen kennen. Direkt nach den Einführungstagen, in denen Sie beispielsweise die Jugend- und Auszubildendenvertretung kennen lernen, starten Sie gleich mit der Grundausbildung durch.

Hier tauchen Sie ein in die Vielfalt dieses Ausbildungsberufs und erhalten viel Know-how und Grundlagen zu Metallbearbeitung: Sie lernen Maschinen und Werkzeuge kennen, werden mit Drehen und Fräsen und der CNC-Verspanung vertraut gemacht, erlernen die unterschiedlichen Schweißarten und wie man Materialien biegt. Sie erfahren, welche unterschiedlichen Rohrleitungs-Typen und Durchmesser es gibt und wie Sie sie bearbeiten. Sie erlernen Grundlagen zum Thema Installationstechnik sowie zu Pneumatik und Drucklufttechnik. Auch Grundlagen der Elektrotechnik bekommen Sie vermittelt. In Übungen und Projekten können Sie das Erlernte direkt anwenden. Hier fertigen Sie zum Beispiel Einzelteile für Druckluftkolbenmotoren und bauen diese zusammen.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr lernen Sie jeweils für einige Wochen Fachabteilungen wie Netzabteilung und Fernwärme kennen und erhalten Einblicke in Einsatzgebiete in unseren Kraft- und Wasserwerken.

Sie lernen, wie Sie Bleche, Rohre und Profile entsprechend vorbereiten und wie man aus Einzelteilen durch Schweißen, Löten, Schrauben und Nieten funktionsfähige Baugruppen erstellt. Erfahrene Monteur*innen zeigen Ihnen nicht nur wie die Baugruppen in der Praxis eingesetzt werden, Sie lernen auch, wie Sie bestehende Systeme überprüfen, warten und reparieren. Ob in unseren eigenen Kraft- oder Wasserwerken, auf Baustellen im Straßennetz oder vor Ort beim Kunden – Sie sind an den verschiedensten Standorten in der Region unterwegs und erhalten so einen vertieften Einblick in die Zusammenhänge der Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen.

Anwenden werden Sie Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten nicht nur in unserer hochmodernen Ausbildungswerkstatt in Herrenhausen, sondern auch in Projekten und in der Praxis. So haben wir bspw. mit den Azubis aus den Elektroberufen einen Automatik-Grill oder einen 3-D-Drucker gebaut. Darüber hinaus sind Sie im dritten Ausbildungsjahr in einer intensiven Praxisphase im Einsatz in einem unserer so genannten „Ausbildungsbauzüge“. Ein Bauzug ist wie eine Firma in der Firma: Hier arbeiten Sie im Team mit anderen Azubis eigenverantwortlich und selbstorganisiert an internen oder externen Aufträgen und erlernen auch wesentliche kaufmännische Grundlagen.

Im vierten Ausbildungsjahr lernen Sie dann Ihren künftigen Arbeitsplatz kennen und können dort die im Rahmen der vielfältigen Ausbildung erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden.

Gut zu wissen

Es sollte Ihnen bewusst sein, dass es bedingt durch die Arbeitsumgebung in Kraftwerken durchaus mal laut und schmutzig werden kann. Das ist aber etwas, woran Sie sich mit der Zeit gewöhnen werden. Schmutzig wird es auch, wenn Sie Rohre im Erdreich verlegen oder an Maschinen arbeiten. Natürlich werden Sie von uns mit Schutzkleidung und Sicherheitsschuhen ausgestattet. Und damit sehen Sie richtig cool aus! Aber auch körperlich und geistig fit sollten Sie als Anlagenmechaniker*in sein, etwa um schwere Rohre zu heben oder aber um Berechnungen durchzuführen und präzise und konzentriert arbeiten zu können.

Nach Ihrer Ausbildung haben Sie beste Perspektiven. Durch stetige Innovationen in der Technik bleibt das Berufsbild auch nach der Ausbildung interessant und abwechslungsreich. Und wenn Sie uns sowohl mit Ihren schulischen Leistungen als auch in der Praxis überzeugen, dann steht Ihrer Übernahme als fertige/r Anlagenmechaniker*in nichts im Weg, zum Beispiel in unseren Kraft- oder Wasserwerken oder in zukunftsweisenden Bereichen wie Windkraft oder Photovoltaik. Aber auch sonst bieten sich Ihnen mit dieser Ausbildung vielfältige Chancen am Arbeitsmarkt!

Alle Fakten zur Ausbildung als Anlagenmechaniker*in auf einen Blick

Ausbildungsdauer:

  • 3,5 Jahre

Ausbildungsort:

  • Die praktische Ausbildung findet in unserem technischen Ausbildungszentrum am Kraftwerk Herrenhausen statt (keine 10 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Hannover-Leinhausen)
  • Der Blockunterricht an der Berufsbildenden Schule 3 vermittelt Ihnen das theoretische Rüstzeug

Arbeitszeiten:

  • Ihre Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden
  • Ihre Arbeitszeiten sind in der Regel montags – donnerstags 6.45 – bis 15.45 Uhr und freitags von 6.45 bis 12.45 Uhr
  • Als Anlagenmechaniker*in arbeiten Sie zudem in abwechselnden Schichten

Aktuelle Ausbildungsvergütung:
(Stand 01.04.2021)

  • 1. Ausbildungsjahr: 918,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 968,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.014,02 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.077,59 Euro

Ausbildungsvoraussetzungen:

  • Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik
  • Technisches Verständnis, Interesse an neuen Technologien und Elektronik, gerne Tüftler*innen und Bastler*innen
  • Hohe IT-Affinität
  • Farbtüchtiges Sehvermögen
  • Sorgfältiges, präzises Arbeiten, zum Beispiel, um passgenaue Bauteile erstellen zu können
  • Gute Auffassungsgabe und Freude, immer wieder Neues zu lernen
  • Kein Problem mit frühem Aufstehen: Arbeitsbeginn ist um 6.45 Uhr (dafür lockt ein früher Feierabend!)

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Carsten Campe
Carsten CampeTechnische Berufsausbildung