Technisches Allroundtalent in der industriellen Automation

In der Schule waren Mathematik und Physik Ihre besten Freunde? Sie haben Interesse an Technik, sind handwerklich geschickt und können abstrakte Zusammenhänge erfassen? Wenn Sie darüber hinaus in Ihrer Freizeit vielleicht sogar gerne tüfteln und programmieren, könnte eine Berufsausbildung zum/zur Elektroniker*in Automatisierungstechnik bei uns genau das Richtige für Sie sein! In diesem abwechslungsreichen Beruf bilden wir Sie zum technischen Allroundtalent aus. Mit diesem Wissen können Sie hochkomplexe, rechnergesteuerte Industrieanlagen planen, einrichten und warten.

Für wen

  • Berufsausbildung für Tüftler*innen mit abstraktem Denkvermögen
  • Schulabschluss: Mindestens guter Hauptschulabschluss

Konditionen

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Vergütung: 1.043,26 Euro (1. Ausbildungsjahr) bis 1.202,59 Euro (4. Ausbildungsjahr)

So sieht Ihre Berufsausbildung als Elektroniker*in für Automatisierungstechnik aus

Bei der Automatisierungstechnik handelt es sich um eine Technik aus dem Ingenieurwesen, die eingesetzt wird, um technische Vorgänge in Maschinen, Anlagen oder technischen Systemen von allein, also automatisiert, arbeiten zu lassen. Bei uns sind dies industrielle Großanlagen zur Produktion von Strom und Fernwärme im Kraftwerk sowie der Förderung von Wasser und Gas, aber auch die Ladeinfrastruktur im Rahmen der Elektromobilität muss vernetzt werden. Damit das alles reibungslos funktioniert, kommen Sie als Elektroniker*in für Automatisierungstechnik ins Spiel.

Ein Azubi zum Elektroniker für Automatisierungstechnik programmiert am Laptop

Inhalte der Berufsausbildung

Zu Beginn Ihrer Ausbildung lernen Sie die anderen Azubis aus den Elektro- und Metallberufen kennen. Direkt nach den Einführungstagen, in denen Sie beispielsweise die Jugend- und Auszubildendenvertretung kennen lernen, starten Sie gleich mit der Grundausbildung durch.

Sie lernen, wie man am PC die Bewegungsabläufe von Turbinen oder Motoren in Kraft- und Wasserwerken plant und wie man technische Unterlagen, wie Schaltpläne, liest und interpretiert. Sie erfahren, wie man mithilfe der Mess-, Steuer- und Regeltechnik den Produktionsablauf oder den Betrieb industrieller Großanlagen überwacht. Sie lernen, wie man mechanisch prüft und misst und wie man mittels entsprechender Software, Multimeter und Diagnosesystemen Störungen auf den Grund geht.

Mit Lötkolben und Schraubenzieher bauen Sie mechanische, elektromechanische und elektrische Bauteile, wie zum Beispiel Pumpen und Sensoren zusammen, und verbinden sie untereinander. Sie montieren aber nicht nur, sondern lernen Steuerprogramme (SPS) zu erstellen und zu programmieren, IT-Systeme in Netzwerke einzubinden, Automatisierungsgeräte zu programmieren und Komponenten der Automatisierungstechnik zu konfigurieren.

Neben der Automatisierungstechnik lernen Sie zudem verfahrenstechnische Grundoperationen einschließlich der Sicherheitsvorschriften für verfahrenstechnische Anlagen kennen.

Anwenden werden Sie diese unglaubliche Bandbreite an Fertigkeiten nicht nur in unserer hochmodernen Ausbildungswerkstatt in Herrenhausen, sondern auch in Projekten und in der Praxis. So haben wir bspw. mit den Azubis aus den Metallberufen einen Automatik-Grill oder einen 3-D-Drucker gebaut und diesen verdrahtet. Darüber hinaus sind Sie im dritten Ausbildungsjahr in einer intensiven Praxisphase im Einsatz in einem unserer so genannten „Ausbildungsbauzüge“. Ein Bauzug ist wie eine Firma in der Firma: Hier arbeiten Sie im Team mit anderen Azubis eigenverantwortlich und selbstorganisiert an internen oder externen Aufträgen.

Im vierten Ausbildungsjahr lernen Sie dann Ihren künftigen Arbeitsplatz kennen und können dort die im Rahmen der vielfältigen Berufsausbildung erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden

Azubis zum Elektroniker für Betriebstechnik lernen praxisnah

Gut zu wissen

Auch wenn jeder Arbeitsplatz bei uns nach neuesten Maßstäben gestaltet ist: Es sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie mit Starkstrom zu tun haben. Natürlich gibt es verschiedenste Vorschriften und Einrichtungen, die Sie davor schützen, aber für Angsthasen ist diese Ausbildung eher nichts. Auch kann es bedingt durch die Arbeitsumgebung in Kraftwerken durchaus mal laut und schmutzig werden. Das ist aber etwas, woran Sie sich mit der Zeit gewöhnen werden. Natürlich werden Sie von uns mit Schutzkleidung und Sicherheitsschuhen ausgestattet. Und damit sehen Sie richtig cool aus!

Ihre Perspektiven nach der Berufsausbildung sehen übrigens richtig gut aus. Durch stetige Innovationen in der Technik bleibt das Berufsbild auch nach der Ausbildung interessant und abwechslungsreich. Und wenn Sie uns sowohl mit Ihren schulischen Leistungen als auch in der Praxis überzeugen, dann steht Ihrer Übernahme als fertige*r Elektroniker*in nichts im Weg. Auch sonst bieten sich Ihnen mit dieser Ausbildung vielfältige Chancen am Arbeitsmarkt!

Alle Fakten zur Ausbildung als Elektroniker*in für Automatisierungstechnik

Ausbildungsdauer:

  • 3,5 Jahre

Ausbildungsort:

  • Die praktische Ausbildung findet in unserem technischen Ausbildungszentrum am Kraftwerk Herrenhausen statt (keine 10 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Hannover-Leinhausen)
  • Der Blockunterricht an der Berufsschule vermittelt Ihnen das theoretische Rüstzeug
  • Während Ihrer Ausbildung sind Sie Teil der enercity Netz GmbH

Arbeitszeiten:

  • Ihre Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden
  • Ihre Arbeitszeiten sind in der Regel montags – donnerstags 6.45 – bis 15.45 Uhr und freitags von 6.45 bis 12.45 Uhr
  • Als Elektroniker*in für Automatisierungstechnik arbeiten Sie zudem in abwechselnden Schichten

Aktuelle Ausbildungsvergütung:
(Stand 01.04.2021)

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.043,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.093,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.139,02 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.202,59 Euro

Ausbildungsvoraussetzungen:

  • Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik und Technik
  • Technisches Verständnis, Interesse an neuen Technologien und Elektronik, gerne Tüftler*innen und Bastler*innen
  • Hohe IT-Affinität
  • Farbtüchtiges Sehvermögen
  • Gute Auffassungsgabe und Freude, immer wieder Neues zu lernen
  • Kein Problem mit frühem Aufstehen: Arbeitsbeginn ist um 6.45 Uhr (dafür lockt ein früher Feierabend!)

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Carsten Campe
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