Ausbildung als Elektroniker:in für Automatisierungstechnik

In der Schule waren Mathematik und Physik deine besten Freunde? Du hast Interesse an Technik, bist handwerklich geschickt und kannst abstrakte Zusammenhänge erfassen? Wenn du darüber hinaus in deiner Freizeit vielleicht sogar gerne tüftelst und programmierst, könnte eine Berufsausbildung zum/zur Elektroniker:in Automatisierungstechnik bei uns genau das Richtige für dich sein! In diesem abwechslungsreichen Beruf bilden wir dich zum technischen Allroundtalent aus. Mit diesem Wissen kannst du  hochkomplexe, rechnergesteuerte Industrieanlagen planen, einrichten und warten.

Für wen

  • Berufsausbildung für Tüftler:innen mit abstraktem Denkvermögen
  • Schulabschluss: Mindestens guter Hauptschulabschluss

Konditionen

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Vergütung: 1.068,26 Euro (1. Ausbildungsjahr) bis 1.227,59 Euro (4. Ausbildungsjahr)

Technisches Allroundtalent in der industriellen Automation

Bei der Automatisierungstechnik handelt es sich um eine Technik aus dem Ingenieurwesen, die eingesetzt wird, um technische Vorgänge in Maschinen, Anlagen oder technischen Systemen von allein, also automatisiert, arbeiten zu lassen. Bei uns sind dies industrielle Großanlagen zur Produktion von Strom und Fernwärme im Kraftwerk sowie der Förderung von Wasser und Gas, aber auch die Ladeinfrastruktur im Rahmen der Elektromobilität muss vernetzt werden. Damit das alles reibungslos funktioniert, kommst du als Elektroniker:in für Automatisierungstechnik ins Spiel.

Ein Azubi zum Elektroniker für Automatisierungstechnik programmiert am Laptop

Inhalte der Berufsausbildung

Zu Beginn deiner Ausbildung lernst du die anderen Azubis aus den Elektro- und Metallberufen kennen. Direkt nach den Einführungstagen, in denen du beispielsweise die Jugend- und Auszubildendenvertretung kennen lernst, startest du gleich mit der Grundausbildung durch.

Du lernst, wie man am PC die Bewegungsabläufe von Turbinen oder Motoren in Kraft- und Wasserwerken plant und wie man technische Unterlagen, wie Schaltpläne, liest und interpretiert. Du erfährst, wie man mithilfe der Mess-, Steuer- und Regeltechnik den Produktionsablauf oder den Betrieb industrieller Großanlagen überwacht. Du lernst, wie man mechanisch prüft und misst und wie man mittels entsprechender Software, Multimeter und Diagnosesystemen Störungen auf den Grund geht.

Mit Lötkolben und Schraubenzieher baust du mechanische, elektromechanische und elektrische Bauteile, wie zum Beispiel Pumpen und Sensoren zusammen, und verbindest sie untereinander. Du montierst aber nicht nur, sondern lernst Steuerprogramme (SPS) zu erstellen und zu programmieren, IT-Systeme in Netzwerke einzubinden, Automatisierungsgeräte zu programmieren und Komponenten der Automatisierungstechnik zu konfigurieren.

Neben der Automatisierungstechnik lernst du zudem verfahrenstechnische Grundoperationen einschließlich der Sicherheitsvorschriften für verfahrenstechnische Anlagen kennen.

Anwenden wirst du diese unglaubliche Bandbreite an Fertigkeiten nicht nur in unserer hochmodernen Ausbildungswerkstatt in Herrenhausen, sondern auch in Projekten und in der Praxis. So haben wir beispielsweise mit den Azubis aus den Metallberufen einen Automatik-Grill oder einen 3-D-Drucker gebaut und diesen verdrahtet. Darüber hinaus bist du im dritten Ausbildungsjahr in einer intensiven Praxisphase im Einsatz, in einem unserer so genannten „Ausbildungsbauzüge“. Ein Bauzug ist wie eine Firma in der Firma: Hier arbeitest du im Team mit anderen Azubis eigenverantwortlich und selbstorganisiert an internen oder externen Aufträgen.

Im vierten Ausbildungsjahr lernst du dann deinen künftigen Arbeitsplatz kennen und kannst dort die im Rahmen der vielfältigen Berufsausbildung erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden.

Azubis zum Elektroniker für Betriebstechnik lernen praxisnah

Gut zu wissen

Auch wenn jeder Arbeitsplatz bei uns nach neuesten Maßstäben gestaltet ist: Es sollte dir bewusst sein, dass du mit Starkstrom zu tun hast. Natürlich gibt es verschiedenste Vorschriften und Einrichtungen, die dich davor schützen, aber für Angsthasen ist diese Ausbildung eher nichts. Auch kann es bedingt durch die Arbeitsumgebung in Kraftwerken durchaus mal laut und schmutzig werden. Das ist aber etwas, woran du dich mit der Zeit gewöhnen wirst. Natürlich wirst du von uns mit Schutzkleidung und Sicherheitsschuhen ausgestattet. Und damit siehst du richtig cool aus!

Deine Perspektiven nach der Berufsausbildung sehen übrigens richtig gut aus. Durch stetige Innovationen in der Technik bleibt das Berufsbild auch nach der Ausbildung interessant und abwechslungsreich. Und wenn du uns sowohl mit deinen schulischen Leistungen als auch in der Praxis überzeugst, dann steht deiner Übernahme als fertige:r Elektroniker:in nichts im Weg. Auch sonst bieten sich dir mit dieser Ausbildung vielfältige Chancen am Arbeitsmarkt!

Alle Fakten zur Ausbildung als Elektroniker:in für Automatisierungstechnik

Ausbildungsdauer:

  • 3,5 Jahre

Ausbildungsort:

  • Die praktische Ausbildung findet in unserem technischen Ausbildungszentrum am Kraftwerk Herrenhausen statt (keine 10 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Hannover-Leinhausen)
  • Der Blockunterricht an der Berufsschule vermittelt dir das theoretische Rüstzeug
  • Während deiner Ausbildung bist du Teil der enercity Netz GmbH

Arbeitszeiten:

  • Deine Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden
  • Deine Arbeitszeiten sind in der Regel montags – donnerstags 6.45 – bis 15.45 Uhr und freitags von 6.45 bis 12.45 Uhr
  • Als Elektroniker:in für Automatisierungstechnik arbeitest du zudem in abwechselnden Schichten

Aktuelle Ausbildungsvergütung:
(Ab 01.04.2022)

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.068,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.118,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.164,02 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.227,59 Euro

Ausbildungsvoraussetzungen:

  • Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik und Technik
  • Technisches Verständnis, Interesse an neuen Technologien und Elektronik, gerne Tüftler:innen und Bastler:innen
  • Hohe IT-Affinität
  • Farbtüchtiges Sehvermögen
  • Gute Auffassungsgabe und Freude, immer wieder Neues zu lernen
  • Kein Problem mit frühem Aufstehen: Arbeitsbeginn ist um 6.45 Uhr (dafür lockt ein früher Feierabend!)

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Carsten Campe
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