Ausbildung als Industriemechaniker*in

Sie sind handwerklich geschickt und schrauben gern an Fahrrad, Motorrad oder technischen Geräten? Mathe und Physik finden Sie spannend? Wenn Sie gerne präzise arbeiten, keine Scheu vor schmutzigen Händen haben und Metall mögen, könnte eine Berufsausbildung zum/zur Industriemechaniker*in bei uns die richtige Wahl sein! In diesem verantwortungsvollen Beruf bilden wir Sie zum/zur Spezialist*in aus, der/die defekte Maschinen und Anlagen wieder zum Laufen bringt und Bauteile selbst fertigen kann.

Für wen

  • Berufsausbildung für Metall-Liebhaber*innen, die Dinge am Laufen halten
  • Schulabschluss: Mindestens guter Hauptschulabschluss

Konditionen

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Vergütung: 1.068,26 Euro (1. Ausbildungsjahr) bis 1.227,59 Euro (4. Ausbildungsjahr)

Maschinen und Anlagen instand halten und zum Laufen bringen

Der Ausbildungsberuf Industriemechaniker*in zählt zu den wichtigsten Metallberufen. Bei uns lernen Sie das Handwerk von Grund auf und werden so zum unverzichtbaren Spezialisten, der in Kraftwerken und überall da, wo Generatoren, Pumpen oder Maschinen nicht rund laufen, Dinge wieder in Bewegung setzt - und so sicherstellt, dass in Hannover und Umgebung die Lichter nicht ausgehen, die Wohnung warm bleibt oder Wasser aus der Leitung fließt.

Ein Azubi zum Industriemechaniker in der Ausbildungswerkstatt

Inhalte der Berufsausbildung

Zu Beginn Ihrer Ausbildung lernen Sie die anderen Azubis aus den Elektro- und Metallberufen kennen. Direkt nach den Einführungstagen, in denen Sie beispielsweise die Jugend- und Auszubildendenvertretung kennen lernen, starten Sie gleich mit der Grundausbildung durch.

Hier tauchen Sie ein in die Vielfalt dieses Ausbildungsberufs und erhalten viel Know-how und Grundlagen zu Metallbearbeitung: Sie lernen Maschinen und Werkzeuge kennen, werden mit Drehen und Fräsen und der CNC-Verspanung vertraut gemacht, erlernen die unterschiedlichen Schweißarten, erhalten einen Rohr- und Blechbiegelehrgang, erfahren alles über Installationstechnik sowie Pneumatik und Drucklufttechnik und bekommen auch Einblicke in die Grundlagen der Elektrotechnik. In Übungen und Projekten können Sie das Erlernte direkt anwenden. Hier fertigen Sie zum Beispiel Einzelteile für Druckluftkolbenmotoren und bauen diese zusammen.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr lernen Sie jeweils für einige Wochen Fachabteilungen wie Tischlerei, Netzservice, Fernwärme und Kundencenter kennen und arbeiten auch im Kraftwerk oder Wasserwerk an Aufgaben mit. Erfahrene Monteur*innen erklären Ihnen bspw. wie man eine Anlage komplett aufbaut, worauf es bei der Erneuerung von Altanlagen ankommt, wie der Austausch von Bauteilen erfolgt oder auch der Zählerwechsel bei Privatkunden. Sie bekommen Einblicke in die Störungsbeseitigung und erfahren, wie Sie EDV-Steuerungssysteme für numerisch gesteuerte Maschinen und Anlagen einrichten und programmieren.

Anwenden werden Sie Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten nicht nur in unserer hochmodernen Ausbildungswerkstatt in Herrenhausen, sondern auch in Projekten und in der Praxis. So haben wir bspw. mit den Azubis aus den Elektroberufen einen Automatik-Grill oder einen 3-D-Drucker gebaut. Darüber hinaus sind Sie im dritten Ausbildungsjahr in einer intensiven Praxisphase im Einsatz in einem unserer so genannten „Ausbildungsbauzüge“. Ein Bauzug ist wie eine Firma in der Firma: Hier arbeiten Sie im Team mit anderen Azubis eigenverantwortlich und selbstorganisiert an internen oder externen Aufträgen und erlernen auch wesentliche kaufmännische Grundlagen.

Im vierten Ausbildungsjahr lernen Sie dann Ihren künftigen Arbeitsplatz kennen und können dort die im Rahmen der vielfältigen Berufsausbildung erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden.

Industriemechaniker Azubis arbeiten an einem Werkstück in der enercity Ausbildungswerkstatt

Gut zu wissen

Durch die Arbeit in Kraftwerken oder beim Verlegen von Leitungen im Erdreich kann es auch mal laut und schmutzig werden. Natürlich werden Sie von uns mit Schutz- und Sicherheitsschuhen ausgestattet, und damit sehen Sie richtig cool aus! Aber auch körperlich und geistig fit sollten Sie als Industriemechaniker*in sein, etwa um schwere Rohre zu heben oder aber um Berechnungen durchzuführen und präzise und konzentriert arbeiten zu können.

Nach Ihrer Berufsausbildung haben Sie beste Perspektiven. Durch stetige Innovationen in der Technik bleibt das Berufsbild auch nach der Ausbildung interessant und abwechslungsreich. Und wenn Sie uns sowohl mit Ihren schulischen Leistungen als auch in der Praxis überzeugen, dann steht Ihrer Übernahme als fertige*r Industriemechaniker*in nichts im Weg, beispielsweise in unseren Kraft- oder Wasserwerken oder in unserem Netz im Messstellen-, Leitungs- oder Anlagenservice. Aber auch sonst bieten sich Ihnen mit dieser Ausbildung vielfältige Chancen am Arbeitsmarkt!

Alle Fakten zur Ausbildung als Industriemechaniker*in auf einen Blick

Ausbildungsdauer:

  • 3,5 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsort:

  • Die praktische Ausbildung findet in unserem technischen Ausbildungszentrum am Kraftwerk Herrenhausen statt (keine 10 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Hannover-Leinhausen)
  • Der Blockunterricht an der Berufsbildenden Schule Neustadt vermittelt Ihnen das theoretische Rüstzeug
  • Während Ihrer Ausbildung sind Sie Teil der enercity Netz GmbH

Arbeitszeiten:

  • Ihre Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden
  • Ihre Arbeitszeiten sind in der Regel montags – donnerstags 6.45 – bis 15.45 Uhr und freitags von 6.45 bis 12.45 Uhr
  • Als Industriemechaniker*in arbeiten Sie zudem in abwechselnden Schichten

Aktuelle Ausbildungsvergütung:
(Ab 01.04.2022)

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.068,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.118,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.164,02 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.227,59 Euro

Ausbildungsvoraussetzungen:

  • Hauptschulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik
  • Technisches Verständnis, Interesse an neuen Technologien und Elektronik, gerne Tüftler*innen und Bastler*innen
  • Hohe IT-Affinität, für das Einrichten und Programmieren von EDV-gesteuerten Anlagen
  • Sorgfältiges, präzises Arbeiten, zum Beispiel, um passgenaue Bauteile erstellen zu können
  • Farbtüchtiges Sehvermögen
  • Gute Auffassungsgabe und Freude, immer wieder Neues zu lernen
  • Kein Problem mit frühem Aufstehen: Arbeitsbeginn ist um 6.45 Uhr (dafür lockt ein früher Feierabend!)

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Carsten Campe
Carsten CampeTechnische Berufsausbildung