Hannover, 27. Dezember 2013

proKlima erweitert Förderangebot für Hausbesitzer

Die Förderprogramme des enercity-Fonds proKlima starten mit Neuerungen ins Jahr 2014. Nachbarn in einer Reihenhauszeile profitieren doppelt beim Dämmen von Dach oder Außenwand. Neue Zuschüsse für Heizkreislaufpumpen und Wärmepumpenanlagen ergänzen die bewährten Angebote.

Im erweiterten Altbauprogramm von proKlima erhalten Nachbarn die doppelte Förderung in Höhe von 10 Euro je Quadratmeter gedämmter Fläche, wenn sie gemeinsam ihr Dach oder die Außenwand von außen dämmen. Denn Eigentümer in Reihenhäusern oder Blockbebauungen, die die Außenwand dämmen wollen, stehen vor einem kniffligen Problem. Wenn der Nachbar nicht ebenfalls dämmt, entsteht Extraaufwand: Um Wärmeverluste über die Haustrennwand zum Nachbarn zu verringern, müssen die Flanken am Anschluss der Haustrennwand an die Außenwand gedämmt werden. Der entstehende Dämmversatz kann die Einheitlichkeit der Fassade stören.

„Deshalb empfehlen wir und die für uns tätigen Energieberater, dass Nachbarn zusammen dämmen, denn so wird es für beide günstiger", so Harald Halfpaap, Leiter der Geschäftsstelle proKlima. „Dieses gemeinsame Handeln wollen wir nun durch den neuen Nachbarschaftsbonus besonders anregen".

Hocheffiziente Heizkreislaufpumpe installieren

Selbst  wenn noch kein Kesseltausch ansteht, kann sich die Nachrüstung mit einer hocheffizienten Heizkreislaufpumpe lohnen. Heizungspumpen sind Dauerläufer und verteilen die Wärme zu den Heizkörpern. Sie gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haus. Hocheffiziente Heizkreislaufpumpen tragen enorm zur Einsparung bei. Über die bisherige Heizungsförderung hinaus gibt es für den Austausch daher von proKlima ab sofort 100 Euro.

Ein Austausch ist möglich, wenn die Heizkreislaufpumpe nicht in die Therme integriert ist. Vom aktuellen Verbrauch an Pumpenstrom hängt es ab, ob der Austausch sinnvoll ist. proKlima bezuschusst die Nachrüstung mit Heizkreislaufpumpen mit dem besten Energieeffizienzindex von 0,2 nach Ökodesign-Richtlinie in Kombination mit der hydraulischen Optimierung der Heizungsanlage. So sparen Sie Heiz- und Stromkosten bei vergleichsweise überschaubaren Investitionen.

Wärmepumpe im gut gedämmten Altbau

Einen weiteren neuen Förderimpuls setzt proKlima mit Zuschüssen für Wärmepumpen: 500 Euro gibt es für eine Luft-Wärmepumpe, 1.500 Euro für eine Erd-Wärmepumpe. „Wir bieten gezielt Anreize für gute Planung, Installationsqualität und den Einbau von Messtechnik. Darüber hinaus belohnt proKlima Hausbesitzer, die  uns Verbrauchsmessdaten zur Verfügung stellen, mit zusätzlich bis zu 1.000 Euro“, erklärt Halfpaap. Die mit Hilfe der Messzähler erhobenen Daten dienen der Kontrolle des Anlagenbetriebs. Ein wichtiger Maßstab ist die Jahresarbeitszahl. Sie beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu dem dafür vom Wärmepumpensystem aufgewendeten Stromverbrauch. Gut geplante Luft-Wärmepumpen erreichen Jahresarbeitszahlen von 3,5, Erd-Wärmepumpen 3,8.
Mit 1 Kilowattstunde (kWh) Strom werden demnach 3,5 bzw. 3,8 kWh Wärme erzeugt.

Im Altbau laufen Wärmepumpen effizient, wenn die erzeugte Temperatur auf der Heizseite gering und die Wärmequelle gut dimensioniert ist. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz vor allem in gut gedämmten Gebäuden mit Fußboden- oder Wandheizung. Auch alte Heizkörper können verwendet werden. Die Vorlauftemperatur sollte 40 Grad Celsius nicht übersteigen.

Information und Service

Sämtliche Förderprogramme und -anträge des enercity-Fonds (pdf-Dateien der Förderprogramme 2014) gibt es zum Download unter http://www.proklima-hannover.de/downloads.php in der Rubrik „proKlima-Förderprogramme“. 

Die Experten von proKlima sind im neuen Jahr montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr telefonisch über die Nummer 051 - 430-1970 erreichbar. Die Zuschüsse des enercity-Fonds gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.

3.785 Zeichen, 495 Wörter

Der enercity-Fonds proKlima

Der im Juni 1998 gegründete Klimaschutzfonds proKlima ist bis heute europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie von enercity. Das kommunale Unternehmen trägt den Großteil der jährlichen Fondseinzahlungen in einer Gesamthöhe von aktuell rund 4,4 Millionen Euro. proKlima bewilligte von 1998 bis 2012 Fördermittel in Höhe von circa 52 Millionen Euro. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom.

Ein Schwerpunkt der Förderprogramme ist das energieeffiziente Bauen und Modernisieren. Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmungen, Komfortlüftungsanlagen, neue Fernwärmeanschlüsse, Blockheizkraftwerke, Solarwärme- und Holzheizanlagen. Ziel ist unter anderem die weitere Etablierung des energiesparenden Passivhaus-Standards. Eine wichtige Rolle spielt zudem die individuelle Beratung durch Experten: Zum Beispiel geben von proKlima gelistete Stromlotsen bei Vor-Ort-Terminen Tipps zum Stromsparen und PV-Lotsen helfen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus gehört auch die Ausstattung von Schulen mit Unterrichtsmaterialien zu den Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien zu den Aufgaben des enercity-Fonds.

www.proklima-hannover.de