Hannover, 28. Januar 2013

proKlima stiftet Thermografieaufnahmen

Jubiläumsaktion zum 15-jährigen Bestehen des enercity-Fonds proKlima

Bald 15 Jahre ist es her, dass der enercity-Fonds proKlima seine Arbeit aufgenommen hat. Anlässlich dieses Jubiläums stiftet der enercity-Fonds 15 Thermografieanalysen in den Städten Hannover, Laatzen, Langenhagen, Hemmingen, Ronnenberg und Seelze. Bis Ende Februar 2013 werden im proKlima-Fördergebiet 15 Gebäude für diese Energiediagnosen gesucht.

Aktionen für mehr Energieeffizienz
„Hinter uns liegen anderthalb Dekaden guter und erfolgreicher Arbeit für den Klimaschutz. Sechs Städte übernahmen in Partnerschaft mit enercity Verantwortung für ein globales Problem. Statt großer Feiern wollen wir mit einigen konkreten Angeboten den Zielgruppen im Fördergebiet den enercity-Fonds proKlima wärmstens empfehlen. Den Auftakt bilden noch in dieser Winterperiode die 15 Thermografieanalysen, die wir heute hiermit ausloben“, sagte Thomas Prinz, Bürgermeister der Stadt  Laatzen und Vorsitzender des proKlima-Kuratoriums, zum Start der Aktion und ergänzt: „Was im Frühjahr und Sommer folgt, wird heute noch nicht verraten. Auf jeden Fall wird proKlima weiterhin einiges tun, um den vielzitierten `schlafenden Riesen Energieeffizienz´ zu wecken. Und auch die Städte sind mit ihren Klimaschutzprogrammen systematisch an der Arbeit“.

Viel zu tun im Gebäudebestand
„Im Bestand der Wohngebäude und Gewerbebauten steckt eines der größten Energiesparpotenziale überhaupt. Energetische Modernisierung der Gebäude oder Erneuerung der energietechnischen Anlagen sind Aufgabenstellungen, die das regionale Handwerk noch über Jahre hinweg fachkompetent bearbeiten wird. Das damit verbundene Auftragsvolumen sichert eine Menge qualifizierter Arbeitsplätze in der Region“, erläutert Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover und Vorsitzender des proKlima-Beirats, dem auch Bundesverband der Energieabnehmer e.V., Thüga AG, Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V., Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. angehören. „Neben der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung bieten gerade Wärmebildaufnahmen und unterstützende Energieberatung eine wichtige Grundlage für systematisches Vorgehen. Die größten Schwachstellen an Gebäuden können so schnell erkannt werden“.

Harald Halfpaap, Leiter der proKlima-Geschäftsstelle, ergänzt: „Die Thermografieaktion soll über die ausgewählten Gebäude hinaus viele weitere Interessenten anregen, ihre vorhandenen Gebäude energetisch fit zu machen. Unser neues Förderprogramm für 2013 verstärkt seine Anreize für Modernisierungen von Altbauten. Insbesondere gibt es neue Förderinstrumente für Denkmal geschützte Gebäude, wo die Hürden technischer und finanzieller Art doch etwas höher liegen“.

Bewerbungsverfahren zur Thermografieaktion

Mit Thermografieaufnahmen werden Wärmeverluste an Gebäuden bestens sichtbar gemacht. Erfahrene Energieberater machen mit einer Wärmebildkamera Innen- und Außenaufnahmen der ausgewählten Gebäude. Die fundierten Messergebnisse ermöglichen konkrete Vorschläge, wie bei diesen Gebäuden der Energieverbrauch gesenkt und die Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität gesteigert werden können. Auf Basis dieser Fotos und eines Ergebnisberichts erfolgt ein einstündiges Beratungsgespräch, in dem die Handlungsempfehlungen erläutert werden. Interessenten können sich auf der Website des enercity-Fonds proKlima online bewerben: www.proklima-hannover.de (direkter Link zum Formular)

Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2013. Die für die Jubiläumsaktion ausgewählten Modellgebäude werden Anfang März 2013 vom Kuratorium des enercity-Fonds proKlima bekanntgegeben. Die Umsetzung soll je nach Wetterlage im März/April 2013 beziehungsweise im Winter 2013/14 erfolgen.

Die Fotos der drei Hauptakteure des Pressetermins können Sie hier herunterladen (PIN-Code: B9GJM): enercity  

Allgemeine Fotos zum Thema Thermografien gibt es hier (PIN-Code: 08QHA): enercity

Information und Service
Sämtliche Förderprogramme und -anträge des enercity-Fonds stehen im Internet unter www.proklima-hannover.de bereit. Die Experten von proKlima sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr telefonisch über die Nummer 0511 - 430-1970 erreichbar. Die Zuschüsse des enercity-Fonds gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.

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Der enercity-Fonds proKlima
Der im Juni 1998 gegründete Klimaschutzfonds proKlima ist bis heute europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie von enercity. Das kommunale Unternehmen trägt den Großteil der jährlichen Fondseinzahlungen in einer Gesamthöhe von aktuell rund 4,4 Millionen Euro. proKlima bewilligte von 1998 bis 2011 Fördermittel in Höhe von circa 49 Millionen Euro. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom.

Ein Schwerpunkt der Förderprogramme ist das energieeffiziente Bauen und Modernisieren. Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmungen, Komfortlüftungsanlagen, neue Fernwärmeanschlüsse, Blockheizkraftwerke, Solarwärme- und Holzheizanlagen. Ziel ist unter anderem die weitere Etablierung des energiesparenden Passivhaus-Standards. Eine wichtige Rolle spielt zudem die individuelle Beratung durch Experten: Zum Beispiel geben von proKlima gelistete Stromlotsen bei Vor-Ort-Terminen Tipps zum Stromsparen und PV-Lotsen helfen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus gehört auch die Ausstattung von Schulen mit Unterrichtsmaterialien zu den Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien zu den Aufgaben des enercity-Fonds.

www.proklima-hannover.de