Hannover, 25. Februar 2013

Ausbau der Fernwärme in der List

Letzter Bauabschnitt zum Maschenschluss des Fernwärmenetzes

Am 4. März 2013 beginnen die Arbeiten zum letzten Bauabschnitt des Fernwärme-Maschenschlusses in der List. Der Baubeginn ist am 4. März 2013 und die Leitungen sollen planmäßig Ende August fertig gestellt sein. Das Bauvorhaben in der Constantinstraße umfasst das 3. Los vom Fernwärme-Maschenschluss List (Constantinstraße – Am Langen Kampe). Hierbei wird eine Trasse von rund 550 Metern aus Kunststoffmantelrohren (KMR) verlegt. Außerdem werden im Zuge dieser Baumaßnahme dort gleich rund 300 Meter neue DN 150 Wasser- (Constantinstraße) und über 1.000 Meter Stromleitungen (Constantinstraße – Am Langen Kampe) verlegt.

Die Oberflächenwiederherstellung im öffentlichen Bereich wird anschließend vom Tiefbauamt der Landeshauptstadt Hannover durchgeführt. Im Bereich der Grünfläche „Im Kreuzkampe“ erfolgt die Wiederherstellung der Oberflächen durch enercity.

Die Verkehrssicherungs- und -lenkungsmaßnahmen werden entsprechend dem  Baufortschritt abschnittsweise umgesetzt und sind mit der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Auf Vollsperrungen soll verzichtet werden. Behinderungen bzw. Einschränkungen für Parkmöglichkeiten für die Anlieger lassen sich bei diesen Baumaßnahmen leider nicht vermeiden. 

Das maximale Fernwärme-Anschlusspotenzial im Wohngebiet Gorch-Fock-Straße/Hinrichsring beträgt rund 4 bis 5 MW und wäre bei voller Ausschöpfung mit einer CO2-Vermeidung von 700 bis 900 Tonnen pro Jahr verbunden. Mit dem Netzausbau können dort neue Kunden gewonnen werden. Der sogenannte Maschenschluss verbindet zwei bisher einzeln verlaufende Versorgungsleitungen in dem Lister Netzgebiet und erhöht dadurch die Versorgungssicherheit der Fernwärme. Bei Reparaturarbeiten an einzelnen Leitungsabschnitten kann jeweils von der anderen Seite kommend versorgt werden.

Der Kontext zum Fernwärme-Gesamtvorhaben in der List ist der Presseinformation zum Projektstart vom 17. Juli 2012 zu entnehmen:
2012_07_17_Ausbau_der_Fernwaerme_in_der_List.html

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Hintergrund-Information zur Fernwärme:

Das enercity-Fernwärmeausbauprogramm für Hannover ist ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Klima-Allianz 2020, der insgesamt zu einer CO2-Minderung von rund 65.000 Tonnen pro Jahr führen soll. In der ersten Phase bis zum Jahr 2015 sollen jährlich 15 MW neue Wärmeleistung ans Netz genommen werden. Im Jahr 2012 wurden überplanmäßig mehr als 16 MW neu angeschlossen, darunter mehrere wohnungswirtschaftliche Projekte und das Friederikenstift in der Calenberger Neustadt.

Die Ausbaustrategie setzt vor allem auf Verdichtung der Anschlüsse entlang der bereits bestehenden Leitungsstränge. Der Neubau von Trassen macht wirtschaftlich immer erst bei großen Kunden Sinn. Ab 2016 wird mit einer Verlangsamung der Neuanschlussrate auf 13 MW jährlich gerechnet. Mit dem Jahr 2020 sollen insgesamt 900 MW Anschlussleistung und rund 30 Prozent Anteil am Wärmemarkt erreicht sein.

Als wichtiger Baustein der Energiewende gelten die Energieeffizienz und die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Städte mit einem Fernwärmenetz wie Hannover können die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme im großen Stil nutzen. In konventionellen Kraftwerken auf der grünen Wiese lassen sich im besten Fall nur rund 50 Prozent der eingesetzten Energie zur Stromerzeugung nutzen und die entstehende Wärme geht verloren. In den innerstädtischen Heizkraftwerken von enercity sind in Winter-Spitzenzeiten durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme Wirkungsgrade bis zu 89 Prozent möglich.