Hannover, 05. März 2013

proKlima leistet erfolgreiche Arbeit für den Klimaschutz

Kuratoriums- und Beiratsvertreter würdigen Bilanz zum 15-jährigen Bestehen des enercity-Fonds proKlima

Vor rund 15 Jahren hat der enercity-Fonds proKlima seine Arbeit aufgenommen. Die beteiligten Städte Hannover, Laatzen, Langenhagen, Hemmingen, Ronnenberg und Seelze haben 1998 gemeinsam mit dem Energieversorger enercity eine europaweit vorbildliche Förderinstitution für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort ins Leben gerufen. In der 20. Etage bei enercity zogen Vertreter aus Kuratorium und Beirat mit der Geschäftsführung Bilanz. Anlässlich des Jubiläums stiftet der enercity-Fonds 15 Thermografieanalysen an Gebäuden im Fördergebiet.

proKlima-Förderung bewegt Investitionen
„Über 22.000 Anträge in fünf Breitenförderprogrammen, 705 Projektförderungen und insgesamt 52 Millionen Euro bewilligte Fördermittel für Klimaschutzmaßnahmen wurden in den 15 Jahren bewältigt“, sagte Thomas Prinz, Bürgermeister der Stadt Laatzen und Vorsitzender des proKlima-Kuratoriums, anlässlich des Jubiläums des enercity-Fonds proKlima. „Das ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, die wir in den nächsten Jahren fortschreiben werden – insbesondere beim energetisch optimierten Modernisieren und Bauen“.

„Über den Klimaschutz hinaus ist die Wirkung des Förderfonds für die regionale Wirtschaft deutlich geworden. Jeder Förder-Euro stößt Energiesparinvestitionen mit einem im Mittel nahezu 13-fachen Auftragsvolumen an“, betont Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover und Vorsitzender des proKlima-Beirats, dem auch Bundesverband der Energieabnehmer e.V., Thüga AG, Verbraucher-zentrale Niedersachsen e.V. sowie Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. angehören.

Hans Mönninghoff, derzeit amtierender Verwaltungschef der größten Trägerkommune resümiert: „Wir sind von der positiven Wirkung des Fonds so überzeugt, dass der Rat der Landeshauptstadt Hannover unseren bisherigen Finanzierungsanteil von jährlich 1,0 Millionen Euro um 750.000 Euro für die zusätzliche Förderung von Fernwärmeanschlüssen und Blockheizkraftwerken aufgestockt hat“.

Energieeinsparung im großen Stil
„Die Arbeit des enercity-Fonds proKlima trägt substanziell dazu bei, dass wir in und um Hannover die in EU-Richtlinien formulierten Energiespar- und Effizienzziele auf der Nachfrageseite erreichen. Es gelingt durch den regionalen Förderansatz äußerst effektiv, die bestehenden großen Potenziale für Energieeinsparungen zu heben. Mit der Kompetenz des enercity-Fonds gerade bei der Passivhausbauweise werden Grundlagen für die Zukunft geschaffen – bereits über 500 Wohneneinheiten sind in dieser fortschrittlichen Bauweise errichtet“, sagt Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG.

„Die von proKlima seit 1998 geförderten Maßnahmen bringen jährlich CO2-Einsparungen von mehr als 110.000 Tonnen. Damit ein junger Wald diese Menge Treibhausgase in einem Jahr binden kann, muss er mehr als 20.000 Hektar groß sein. Diese Fläche entspricht etwa 31 Mal der Größe des hannoverschen Stadtwaldes Eilenriede,“ beschreibt Harald Halfpaap, Leiter der proKlima-Geschäftsstelle, die Klimaschutzeffekte des enercity-Fonds und stellt noch diesen Vergleich an: „Ein Mittelklassewagen mit einer Emission von 160 g CO2 pro km hätte für die selbe CO2-Menge rund 687.500.000 km zurückgelegt, also gut 17.155 Mal die Erde umrundet“.

Thermografieaktion zu 15 Jahre proKlima
Für die Ende Januar gestartete Thermografieaktion wurden die 15 zu analysierenden Gebäude ausgewählt. Insgesamt 254 Bewerbungen sind innerhalb eines Monats bei proKlima eingegangen. Ausgewählt wurden nun sieben Gebäude in Hannover, zwei in Laatzen, zwei in Langenhagen, eins in Hemmingen, eins in Ronnenberg sowie zwei in Seelze. Es handelt sich um Wohnhäuser unterschiedlicher Größenordnungen sowie zwei Nichtwohngebäude in Hannover (eine Kita und ein Gewerbeloftgebäude). Die Inhaber der ausgewählten Gebäude werden in den nächsten Tagen schriftlich benachrichtigt.

Erfahrene Energieberater machen anschließend bei den ausgewählten Gebäuden mit einer Wärmebildkamera Innen- und Außenaufnahmen. Die fundierten Messergebnisse ermöglichen konkrete Vorschläge, wie bei diesen Gebäuden der Energieverbrauch gesenkt und die Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität gesteigert werden können. Auf Basis dieser Fotos und eines Ergebnisberichts wird ein Sanierungskonzept entworfen. Daran schließt sich eine Beratung der Gewinner an, in der die Handlungsempfehlungen erläutert werden.

Zahlen, die zählen
Die Kennzahlen zu 15 Jahren Arbeit von proKlima im Überblick:

  • über 22.000 erfolgreich gestellte Breitenförderanträge
  • 705 Projektförderungen zu besonderen Klimaschutzmaßnahmen
  • rund 52 Millionen Euro ausgegebene Fördermittel
  • 12,70 Euro Investition pro Fördereuro (Ergebnis einer Untersuchung vom Pestel-Institut)
  • CO2-Minderungswirkung: 111.000 Tonnen jährlich.

Der aktuelle proKlima Jahresbericht 2012 steht zum Download unter proklima/jahresbericht zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können bei der proKlima-Geschäftsstelle bestellt werden.

Information und Service
Sämtliche Förderprogramme und -anträge des enercity-Fonds stehen im Internet unter www.proklima-hannover.de bereit. Die Experten von proKlima sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr telefonisch über die Nummer (0511) 430-1970 erreichbar. Die Zuschüsse des enercity-Fonds gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.

5.487 Zeichen, 680 Wörter

Fotos zum Downloaden unter (PIN-Code: N7YRZ): https://mams.enercity.de

(v.l.n.r.: Michael Feist, Jans-Paul Ernsting, Hans Mönninghoff, Harald Halfpaap, Thomas Prinz)

Der enercity-Fonds proKlima

Der im Juni 1998 gegründete Klimaschutzfonds proKlima ist bis heute europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie von enercity. Das kommunale Unternehmen trägt den Großteil der jährlichen Fondseinzahlungen, deren Gesamthöhe aktuell rund 4,4 Millionen Euro beträgt. proKlima bewilligte von 1998 bis 2012 Fördermittel in Höhe von circa 52 Millionen Euro. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom.

Ein Schwerpunkt der Förderprogramme ist das energieeffiziente Bauen und Modernisieren. Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmungen, Komfortlüftungsanlagen, neue Fernwärmeanschlüsse, Blockheizkraftwerke, Solarwärme- und Holzheizanlagen. Ziel ist unter anderem die weitere Etablierung des energiesparenden Passivhaus-Standards. Eine wichtige Rolle spielt zudem die individuelle Beratung durch Experten: Zum Beispiel geben von proKlima gelistete Stromlotsen bei Vor-Ort-Terminen Tipps zum Stromsparen und PV-Lotsen helfen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus gehört auch die Ausstattung von Schulen mit Unterrichtsmaterialien zu den Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien zu den Aufgaben des enercity-Fonds.

www.proklima-hannover.de