Hannover, 12. September 2013

Nur noch wenige Plätze frei bei E-Auto-Ladefeldversuch

Für gut drei Viertel der möglichen Testteilnahmeplätze beim Forschungsprojekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk“ konnten Interessenten gewonnen werden. Sie können das gesteuerte Laden ihres Elektrofahrzeug über die eigens entwickelte CarConnectBox (CCB) testen. In vier Versuchsphasen werden verschiedene Abrechnungsmodelle für Ladestrom unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Dabei besteht für die Teilnehmer/-innen an der Studie – bei entsprechendem systemstabilisierendem Ladeverhalten – die Möglichkeit, finanzielle Prämien bis zu 1.000 Euro zu erwirtschaften. Bis zum 30. September 2013 können sich noch weitere Besitzer oder frische Käufer von Elektroautos (die ab Ende 2013 darüber verfügen) bei enercity zur Teilnahme am Feldversuch bewerben.

Bei dem Forschungsvorhaben untersucht die enercity Contracting GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Hannover AG, zusammen mit der Leibniz Uni Hannover (Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik) und dem Institut für Transportation Design aus Braunschweig die Randbedingungen und Möglichkeiten einer Integration von Elektrofahrzeuge in die bestehenden energiewirtschaftlichen Systeme. Das Projekt wird im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität von der Bundesregierung gefördert. Ziel ist die Entwicklung von marktfähigen Geschäftsmodellen, die das Nutzerverhalten so steuern, dass Elektromobilität einen nennenswerten Beitrag zur Stabilisierung des energiewirtschaftlichen Gesamtsystems liefern kann. Bei insgesamt 40 Elektrofahrzeugen soll das Ladeverhalten der Nutzer untersucht werden. Dazu wurde eine CarConnectBox (CCB) entwickelt, mit der die Ladevorgänge aufgezeichnet und gesteuert werden können.  

Im wissenschaftlich begleiteten Feldversuch werden auch rund 10 Fahrzeuge von enercity eingebunden. Darüberhinaus können 30 private und gewerbliche Elektrofahrzeugbesitzer am Versuch teilnehmen. Die Teilnehmer werden im Rahmen des Versuches auch zu ihrem Fahrverhalten befragt. Die Projekterkenntnisse werden genutzt, um die Einbindung von erneuerbaren Energien in das Stromnetz weiter voran zu treiben. Die Teilnahme am Feldversuch leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende.    

Detaillierte Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie unter:   

http://www.enercity.de/sp/presse/meldungen/aktuell/2013_05_28-Elektroautos---Batteriespeicher-fuer-die-Energiewende.html   

Das Projekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk“ ist eines von rund 30 Projekten im Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Es wird mit knapp einer Million Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.  

Weitere Informationen zum niedersächsischen Schaufenster Elektromobilität: www.metropolregion.de/emobil  

Die Bundesregierung hat im April 2012 vier Regionen in Deutschland als „Schaufenster Elektromobilität“ ausgewählt und fördert hier auf Beschluss des Deutschen Bundestags die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Insgesamt stellt der Bund für das Schaufensterprogramm Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt.  

Weitere Informationen unter: www.schaufenster-elektromobilitaet.org