Hannover, 13. Dezember 2013

enercity-Fuhrpark nun mit VW e-up

Pünktlich zum Nikolaus hat der enercity-Fuhrpark seine ersten beiden VW e-up erhalten. Die E-Fahrzeuge sollen zukünftig im enercity-Carpool eingesetzt werden, aus dem registrierte Mitarbeiter sich ein Auto kurzzeitig für Dienstfahrten leihen können. Ab dem Jahr 2014 sollen weitere VW e-up hinzukommen. Die Fahrzeuge mit dem sparsamen und emissionsfreien Antrieb eignen sich besonders für die vielen kurzen innerstädtischen Dienstfahrten. Geladen werden die Fahrzeuge während der Standzeiten und Nachts über einfach zu bedienende Wallboxen. Dem Stromverbrauch der E-Autos entsprechend wird für das Laden gezielt enercity UmweltStrom bezogen.

Am 11. Dezember 2013 hat enercity-Technikvorstand Harald Noske einen der neuen VW e-up einer ausgiebigen Testfahrt unterzogen. „Ich war sehr neugierig auf dieses elektrische VW-Serienfahrzeug in unserem Fuhrpark und habe es als sehr angenehmes, elegantes und komfortables Fahren erlebt. Mit der gut 50 Kilometer langen Tour im gemischten Verkehr, also etwas über Land, durch die Stadt und auch mal kurz mit 100 km/h über die B65, habe ich mir einen umfassenden Eindruck verschaffen können“, schildert Noske seine erste Erfahrung mit dem e-up. „E-Autos sind im Alltag ohne Probleme genauso zu fahren und zu handhaben wie ein herkömmlicher PKW“.

Die beiden ersten e-up für Dienstfahrten befinden sich ab Januar 2014 auf reservierten Park- bzw. Ladeplätzen an den Standorten Glocksee und Ricklingen. Die Beschaffung der Fahrzeuge wurde aus Bundesmitteln des Schaufensters Elektromobilität gefördert. Die VW e-up aus dem Carpool sollen zukünftig auch an dem Ladeversuch „Demand Response“ der enercity Contracting GmbH teilnehmen (siehe Presseinformation vom 28.05.2013) Der enercity-Fuhrpark umfasst im Jahr 2013 rund 460 Fahrzeuge. Fast ein Fünftel davon sind inzwischen mit dem umweltfreundlichen Erdgasantrieb ausgestattet. Mit elektrischen Antrieben gibt es neben der befristeten E-Caddy-Testflotte über 10 Pedelecs für Dienstfahrten an den großen enercity-Standorten, die sehr rege genutzt werden. Neben fest zugeordneten Dienstfahrzeugen stehen 37 Fahrzeuge über den enercity-Carpool derzeit 944 registrierten Mitarbeitern zur Verfügung.

Für den Antrieb des e-up dient ein 60 kW / 82 PS starker Elektromotor, der in Dauerleistung rund 40 kW / 55 PS bereitstellt. Das maximale Drehmoment beträgt 210 Nm und ist ab der ersten Umdrehung wirksam. Bis zu 130 km/h kann der e-up fahren und die Reichweite pro Akkuladung beträgt bis zu 160 Kilometer (abhängig vom individuellen Fahrverhalten und Außentemperaturen). Die Nutzer können zwischen Fahrmodi (Normal, Eco und Eco+) auswählen, die sich in ihrem Stromverbrauch unterscheiden. Bei sparsamem Fahren mit Eco+ ist die Maximalgeschwindigkeit auf 95 km/h gedrosselt. Der Kleinwagen lässt sich an der Haushaltssteckdose aufladen, was aufgrund der geringeren Leistung (2,3 kW) aber länger dauert (10 bis 12 Stunden). Alternativ kann eine Ladebox installiert werden (3,6 kW / 6 bis 8 Stunden). Die Schnellladefunktion mit Gleichstrom lädt den
18,7 kWh fassenden Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent. Die für die Schnellladung erforderlichen CCS-/Gleichstromladestationen gibt es in Hannover bisher noch nicht und generell in Deutschland selten, da sie noch kostenträchtiger als die bisher angebotenen Ladesysteme sind.

Fotos von enercity-Technikdirektor Harald Noske mit dem neuen VW e-up finden Sie hier zum Download (ggfs. PIN-Code: VXG30 erforderlich):
https://mams.enercity.de/pindownload/login.do?pin=VXG30

Hintergrundinfo zur Elektromobilität bei enercity:

E-Ladestationen mit enercity UmweltStrom

Seit Ende 2010 hat die enercity Contracting GmbH inzwischen sieben öffentliche
E-Ladestationen mit enercity UmweltStrom in Betrieb. Sechs davon sind für Elektroautos. Pedelecs, Elektroroller und Segways können exklusiv vor dem KundenCenter von enercity direkt neben der Oper elektrisch tanken. Eine Übersicht zu den enercity-Ladestationen und deren Nutzungsbedingungen ist unter www.enercity-contracting.de zu finden. Bis zunächst Ende 2014 ist der enercity UmweltStrom-Bezug kostenlos. Der Zugang erfolgt per E-Ladekarte (RFID) oder (nach Registrierung) per SMS/Mobil-Telefon.

Förderprämie

Seit September 2010 ist – synchron zum Start des E-Roller-Langzeittests - auch eine Förderprämie von enercity im Angebot, da Elektromobilität nur mit Ökostrom seine klimafreundliche Wirkung entfalten kann. Wer im enercity Versorgungsgebiet beim Kauf eines Elektrozweirads oder eines Elektroautos einen enercity UmweltStrom-Vertrag abschließt, kommt in den Genuss einer Prämie von bis zu 150 Euro (weitere Informationen unter www.enercity-contracting.de). Zur Umsetzung der Förderprämie kooperiert die enercity Contracting GmbH mit inzwischen über 20 Zweirad- und Autohändlern im Netzgebiet:

Rollertestflotte (Langzeittest und Schnuppertest)

Bei Langzeittests mit zehn enercity E-Rollern von Herbst 2010 bis Ende 2011 hatten enercity-Kunden die Möglichkeit, ausgiebig Alltagserfahrungen mit den E-Rollern zu sammeln (rund 90 Testpersonen beteiligten sich, bei teilweiser Gruppennutzung). Die Testpersonen konnten sich davon überzeugen, dass die E-Roller eine umweltfreundliche und praktikable Alternative zum Auto sind. Die Vorteile der
E-Roller kamen bei den Testern deutlich zur Geltung: keine Abgasemissionen, kein Verkehrslärm, günstige Treibstoffkosten sowie ein geringer Flächenbedarf beim Parken und bei der Nutzung des Verkehrsraums. Die Langzeittests bestätigten die Annahme, dass die kleinen, leichten und effizienten E-Roller die Anforderungen des Verkehrs in Innenstädten und Ballungsgebieten gut abdecken. Ab Mitte April 2012 konnten noch mehr Interessenten in Hannover die Möglichkeit zu drei- bis viertägigen Schnuppertests bekommen. Bis Ende 2013 sollen mehrere Hundert Kunden die Vorzüge der elektrischen Zweiradmobilität erleben können.  Fünf der
E-Roller stehen für kostenlose Schnuppertests in Hannover bei innerstädtischen Händlern bereit.

Twizy-Testaktion

Eine positive Bilanz ergab auch der rund sechs Wochen dauernde Langzeittest mit drei Twizy-E-Mobilen im Herbst 2012: Arbeits- und Verkehrswege in der Freizeit konnten voll abgedeckt werden, die Begeisterung überwog eindeutig. Die von den Testpersonen bei rund 3.500 Kilometern Fahrstrecke gemachten Erfahrungen hat enercity in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Die Erfahrungen mit dem Twizy-Test auf Hannovers Straßen bestätigen enercity in der Annahme, dass sich
E-Mobilität im Bereich des motorisierten Individualverkehrs – neben der in großer Zahl zunehmenden Pedelecs/E-Bikes – in Großstädten stark in Form von
E-Zweirädern und insbesondere sogenannten „Mikromobilen“ entfalten wird. Von Dezember 2012 bis zum Frühjahr 2013 wurde ein Twizy dem Winter-Härtetest unterzogen. Die hierbei im Kälte-Alltag gemachten Erfahrungen sind im Blog der IGS Mühlenberg nachzulesen, wo bereits der gesamte Testzeitraum von Herbst 2012 dokumentiert ist: http://blogs.igs-muehlenberg.de/twizy

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