Hannover, 23. Juni 2014

Biomethan-BHKW sorgt für Wärmewende in Laatzen

Bei der Energiewende wird primär an Strom und dessen Erzeugung gedacht. Dezentrale Energiezentralen auf Kraft-Wärme-Kopplungsbasis wie sie von der enercity Contracting GmbH (eCG) bei der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Laatzen eG derzeit errichtet werden, ermöglichen einen ganzheitlichen Ansatz. Hier wird zukünftig nicht nur Strom erzeugt, sondern durch den Einsatz von Biomethan eine 108 Wohneinheiten umfassende Siedlung klimaneutral mit Wärme versorgt.

Bei der Erweiterung der Nahwärmeversorgung des bereits seit 2003 durch die eCG versorgten Wohngebiets zwischen Auf der Dehne und Gartenstraße von 44 auf 108 Wohneinheiten wird eine nicht mehr benötigte Strom-Trafostation zur Heizzentrale für das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) umgebaut. „Das Vorhaben zeigt so plastisch, dass die Energiewende viel mehr als Wärmewende verstanden werden muss, wenn sie die großen Potenziale der CO2-Vermeidung heben will. Ein Löwenanteil der Emissionen entsteht bei der Raumheizung", sagt Dr. Manfred Schüle, Geschäftsführer der enercity Contracting GmbH.   

„Die Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen eG setzt schon seit Jahren auf hoch effiziente Bockheizkraftwerke und hat bereits verschiedene Liegenschaften mit der modernen Technik ausgestattet. Durch den Einsatz eines BHKWs, das mit Biomethan betrieben wird, ergibt sich ein guter Primärenergiefaktor und es wird CO2 eingespart, erläutert Martin Stegen, Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen eG.  

Die Leitungsarbeiten zu dem Projekt machten sich seit 16. Juni 2014 vor Ort bemerkbar. Für die Erweiterung des Nahwärmenetzes muss die Gartenstraße gekreuzt werden, was eine dreitägige Vollsperrung von 25. - 27. Juni erfordert. Dadurch wird die neue BHKW-Heizzentrale mit zwei zuvor vorhandenen Heizzentralen mittels einer Nahwärmeleitung verbunden. Die veralteten Wärmeerzeuger dort werden durch die Nahwärmeleitung überflüssig.     

Die zukünftig insgesamt 108 Wohnungen haben insgesamt eine beheizte Wohnfläche von 6.694 Quadratmeter und sind auf mehrere Gebäude verteilt. Der Spitzenlastkessel der Anlage hat 460 kW Leistung und steht neben dem BHKW mit einer Leistung von rund 22 kW (elektrisch) und 51 kW (thermisch). Die neue Energiezentrale in der ehemaligen Trafostation kommt mit lediglich 50 Quadratmeter  Fläche aus. Das Nahwärmeleitungsnetz in dem Wohngebiet umfasst rund 190 Trassenmeter.   

Informationen zur enercity Contractig GmbH, Hannover:  

Die enercity Contracting GmbH (eCG) betreibt in Deutschland mehr als 1.180 Heiz- und Energiezentralen mit einer installierten Wärmeleistung von insgesamt rund 615 MW. Mit aktuell 73 Mitarbeitenden (einschl. eCG Nord) erwirtschaftet die eCG derzeit einen Umsatz in Höhe von circa 84 Millionen Euro. Das Spektrum der betriebenen Energieanlagen erstreckt sich von kleinen Heizkesseln im Leistungsbereich um 100 kW über Mehrkessel- und Dampferzeugungsanlagen mit bis über 10 MW Wärmeleistung bis hin zu größeren Wärmenetzen und Energiezentralen. Daraus liefert die eCG zuverlässig Wärme, häufig auch Kälte und Strom an ihre Kunden. Die eCG ist eine alleinige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Hannover AG.