Hannover, 15. September 2014

Modernisierung des Umspannwerks Bleichenstraße

Im Auftrag der enercity Netzgesellschaft mbH (eNG) modernisiert enercity das Umspannwerk (UW) Bleichenstraße hinter dem Gebäude der NORD/LB. Das Projekt startet vor Ort am 22. September 2014 und soll bis Ende 2016 beendet sein

Die vorhandene 110-kV-Schaltanlage des Umspannwerks stammt aus dem Jahr 1973 (siehe Fotos) und muss durch eine neue Anlage ersetzt werden. Für die alte, etwa doppelt so große, gasisolierte 110kV- GIS-Schaltanlage der ersten Generation kommt eine deutlich kompaktere und modernere Bauform von 110-kV-GIS-Anlage zum Einsatz. Diese neue Anlage wird in einem Neubau an der Stelle der heutigen Transformatorhalle ihren Platz finden.

Trafo kommt per Schwertransport

Der ebenso in seiner Alterung fortgeschrittene Transformator T111 wird durch einen neueren leistungsstärkeren und effizienteren, aber dennoch kompakteren Bestandstransformator ersetzt. Der zukünftig dort eingesetzte Trafo (Baujahr 2007) stammt aus dem neuen UW Wasserturm in der Vahrenwalder Straße und wird dort aus netztechnischen Gründen nicht mehr benötigt. Der LKW-Schwertransport findet gegen Ende 2014 statt.

Umspannwerk ist wichtiger Knotenpunkt

„Das Umspannwerk Bleichenstraße ist ein sehr wichtiger Knoten im Hochspannungsnetz und für die Versorgung der Innenstadt", erläutert Bernd Heimhuber, Geschäftsführer der enercity Netzgesellschaft mbH. „Weil während der kompletten Umbauzeit die Versorgung nicht unterbrochen werden darf und wir weiterhin n-1-ausfallsicher sein wollen, ist der Umbau vergleichbar mit einem komplizierten Eingriff wie etwa einer OP am offenen Herzen". Die Umbauarbeiten am UW Bleichenstraße sehen keine geplanten Abschaltungen bei 10-kV-Kunden (wie in diesem Fall Nord/LB, Fußballstadion, Landesfunkhaus, Neues Rathaus, Maschsee- und Schützenfest usw.) vor.

Fällung von Bäumen notwendig

Anfang Oktober 2014 müssen leider fünf Bäume im Bereich Maschstraße/Bleichenstraße gefällt werden. Die Flächen darunter werden für die Verlegung der neuen Transformatorleitungen und eine Netzstation mit ihren Kabelverbindungen benötigt. So können Wurzeln zukünftig nicht diese wichtigen Hochspannungsleitungen beschädigen. Die Fällgenehmigung der Landeshauptstadt Hannover ist mit adäquaten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbunden.

Umspannwerke, die neben einer Schaltanlage immer Leistungstransformatoren aufweisen, dienen der Verbindung der Spannungsebenen im Stromnetz und sind wichtige Knotenpunkte für den Erhalt der Versorgungssicherheit. Das UW Bleichenstraße liegt an der rund 16 Kilometer langen 110 kV-Hochspannungstrasse vom UW Linden auf dem Gelände des Heizkraftwerks über das UW Bult in der Südstadt zum UW Anderten, die 2010 bis 2011 neu verlegt wurde.

Verbindung zum Niederspannungsnetz

Mit Abschluss der Projektarbeiten erfolgt auch der Ersatz einer alten Netzstation im UW durch eine nicht begehbare, kompakte Fertigteilstation von den Kunden unbemerkt, bei laufendem Betrieb. Diese dient als Verbindung zum Niederspannungsnetz, aus dem die Masse der umliegenden Kunden versorgt wird.

Die Bauzone ist stets so gestaltet, dass mit möglichst wenigen Behinderungen beim Lieferverkehr im Umfeld zu rechnen ist. Die Parksituation wird während der Bauzeit etwas eingeschränkt sein und es werden weniger Fahrradständer zur Verfügung stehen.

Fotos vom Einzug des bisherigen Trafos T111 von 1970 und der 110 kV-GIS-Schaltanlage, die nun demontiert wird, finden Sie hier zum Download (ggfs. PIN-Code: T9EXM erforderlich): https://mams.enercity.de/pindownload/login.do?pin=T9EXM

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