Hannover, 22. März 2015

enercity-Objektinstallation zu virtuellem Wasser: "Wie viel Wasser steckt da drin?"

Am Sonntag, 22. März 2015, eröffnete enercity von 10.00 bis 16.00 Uhr, am Maschsee-Nordufer in Hannover, dem Ausflugspublikum bei sonnigem Wetter neue Perspektiven.

Dem Motto des Weltwassertags 2015 "Wasser und nachhaltige Entwicklung" folgend, stellte enercity das Thema "virtuelles Wasser" in den Fokus. Dies hat enercity mit einer aufschlussreich visualisierenden Objektinstallation verdeutlicht. Tausende Hannoveraner schauten im Zuge ihres Sonntagsspaziergangs vorbei.

Wasserverbrauch durch unseren Konsum

Trinkwasser nutzen wir nicht nur über den häuslichen Wasserhahn, sondern auch durch unsere Konsumgewohnheiten. Bei Import-Rindfleisch, Kaffee, Schokolade, Obst, Tulpen, Baumwoll-Jeans, Laptops oder Autos ist eine entsprechende Wassermenge bei der Produktion erforderlich, die aufgrund der global verteilten Herstellungsorte oft in wasserarmen Regionen anfällt.

Der versteckte Wasserverbrauch in unseren Produkten

"Seit über 30 Jahren haben wir uns in Hannover erfolgreich beim Wassersparen engagiert. Ab Mitte der 70er Jahre sind Wasserabgabemengen im enercity-Netz um rund ein Drittel, von 62 Millionen auf rund 42 Millionen Kubikmeter zurückgegangen. Der heutige Blick über den Becherrand zeigt, dass bei der erneuerbaren, aber weltweit ungleich verteilten Ressource Wasser es um mehr geht als um das 'klassische´ Wassersparen bei uns zuhause. Wirksame, die wasserarmen bzw. Wasser übernutzenden Regionen unterstützende Ansätze zum Wassersparen sind daher eher global ausgerichtet und durch Änderung unserer Konsumgewohnheiten beeinflussbar", so Andreas Kalix, Leiter der enercity-Abteilung Wassergewinnung.

140 Liter für eine einzige Tasse Kaffee

"Die Fachwelt hat das Thema "virtuelles Wasser" inzwischen erkannt - also Wasserverbrauch, der in den einzelnen konsumierten Produkten versteckt ist. Mit dem Konsum von importierten Gütern und Nahrungsmitteln importieren wir auch 'virtuelles´ Wasser, was am Produktionsort dafür verwendet wurde. Damit verbrauchen wir weltweit Ressourcen: zum Beispiel 140 Liter Wasser für die Herstellung einer Tasse Bohnenkaffee oder Tausende von Litern für Baumwoll-Kleidungsstücke oder ein Laptop", erläutert enercity-Pressesprecher Carlo Kallen.

1.660 Eimer Wasser - eine Jeans allein verbraucht 1.100 Eimer

Die Objektinstallation aus über 1.600 wassergefüllten Eimern zeigte enercity am Maschsee-Nordufer in Hannover. Entlang mehrerer Stationen symbolisierten entsprechende Mengen wassergefüllter Eimer die hierbei herrschenden Mengenverhältnisse bei der Herstellung von Gütern:

  • 70 Liter (7 Eimer) Trinkwasser bei einem Apfel
  • 140 Liter (14 Eimer) für eine Tasse Kaffee
  • 1.700 Liter (170 Eimer) für eine Tafel Schokolade
  • 11.000 Liter (1.100 Eimer) für die Produktion einer Jeans-Hose
  •  20.000 Liter für die Herstellung eines Laptops (Eimer als Kontur der erforderlichen Fläche)
  • 400.000 Liter zum Bau eines Autos (nachrichtlich und symbolisiert durch ein Auto mit Eimern dekoriert, da der Flächenbedarf hierfür zu groß wäre)

Am Informationspavillon beantworteten die enercity-Fachleute alle weiteren Fragen rund um das Thema Trinkwasser.

Fotomaterial zur enercity-Objektinstallation zum Tag des Wassers 2015 finden Sie hier zum Download (ggfs. PIN-Code: VIK9S erforderlich):

https://mams.enercity.de/pindownload/login.do?pin=VIK9S

Hintergrundinformation zum enercity Wasser

25 Kilometer nördlich von Hannover liegt das Fuhrberger Feld. Mit rund 30.400 Hektar Fläche ist es  das größte zusammenhängende Wasserschutzgebiet Norddeutschlands. Hier werden fast 90 Prozent des hannoverschen Trinkwassers gewonnen - in den enercity-Wasserwerken Fuhrberg und Elze-Berkhof.  Trinkwasser ist ein sorgfältig kontrolliertes Lebensmittel und auch die Qualität des Wassers aus der Wedemark wird stetig überprüft. Schon lange steigert der Energie- und Wasserversorger im Fuhrberger Feld mit nachhaltigen Maßnahmen die Qualität und die Menge des Grundwassers.

Bereits seit 25 Jahren besteht die erfolgreiche Grundwasserschutz-Kooperation Fuhrberger Feld, bestehend aus Land- und Forstwirten sowie enercity. Seit Mitte der neunziger Jahre forsten die Kooperationspartner den Wald im Wassergewinnungsgebiet auf. Mehr als elf Millionen Laubbäume wurden unter den Nadelbäumen gepflanzt. Vorteil: Das tiefe Wurzelwerk lockert den Waldboden auf, was die Neubildung von Grundwasser unterstützt. Die an der Kooperation beteiligten Landwirte bestellen aufgrund von freiwilligen Vereinbarungen ihre Böden grundwasserschonend und sichern damit eine gute Grundwasserqualität. Die Grundwasserschutz-Kooperation wird durch das Land Niedersachsen gefördert.

Das enercity Wasser wird regelmäßig entlang der Prozesskette kontrolliert - von den Brunnen über die Auf-bereitung bis ins Wassernetz. Das enercity Wasser unterschreitet die strengen Grenzwerte und schmeckt zudem hervorragend. Das in den enercity -Wasserwerken gewonnene Trinkwasser besitzt eine ausgewogene Mischung an wertvollen Mineralien und ist zudem nitratarm. Da es aus Grundwasser gewonnen wird, muss es in der Regel nicht gechlort werden.   Insgesamt liefert enercity jährlich etwa 42 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an rund 650.000 Menschen in der Region Hannover. Über 90 Prozent davon kommen aus den eigenen Wasserwerken, Elze-Berkhof, Fuhrberg und Grasdorf. Über ein rund 2.200 Kilometer langes Versorgungsnetz gelangt es in die Haushalte des enercity-Netzgebiets. Als klare Erfrischung sowie als gesunder und unschlagbar günstiger Durstlöscher sprudelt es immer frisch aus der Leitung.