Hannover, 04. November 2015

Gaspreise sinken, Strom- und Wasserpreise steigen leicht

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 4. November 2015, eine Senkung der Tarifpreise für Gas um durchschnittlich 3,1 Prozent, eine Anhebung der Tarifpreise für Strom um durchschnittlich 1,9 Prozent und für Wasser um durchschnittlich 1,6 Prozent beschlossen. Die neuen Tarife werden zum 1. Januar 2016 wirksam.

"Aufgrund der gesunkenen Beschaffungskosten können wir zum Jahreswechsel den Gas-Tarifpreis senken", schildert Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, Hintergründe der Preisanpassung. "Die günstigeren Beschaffungskosten begründen sich in erster Linie durch die gefallenen Rohstoffpreise im Erdgasmarkt. Mittlerweile wird nur noch ein sehr kleiner Teil unserer Beschaffungsverträge durch die Ölpreisbindung beeinflusst." Mit den neuen Preisen platziert sich enercity günstig unterhalb des durchschnittlichen bundesweiten Preisniveaus.

Kunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch, die alle Produkte, Gas, Strom und Wasser, von enercity gemeinsam beziehen, sparen trotz der Erhöhungen bei Strom und Wasser per Saldo insgesamt 31 Euro im Jahr (brutto). Über den Grundversorgungstarif hinaus bietet enercity weitere günstigere Produktalternativen. Bei Nutzung aller Rabattkomponenten können enercity-Kundinnen und Kunden in den Optionsprodukten bis zu fünf Prozent sparen.

Gaspreise

Den Gastarifpreis senkt enercity zum 1. Januar 2016 um durchschnittlich 3,1 Prozent. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Kunden mit einem Verbrauch von 21.000 kWh pro Jahr einer Verringerung um 0,23 ct/kWh (brutto). Der Grundpreis bleibt unverändert. Die jährlichen Kosten für einen durchschnittlichen Kunden mit 21.000 kWh pro Jahr sinken damit jährlich um rund 48 Euro (brutto).

Mehr als die Hälfte des Gaspreises (52 Prozent) setzt sich mittlerweile aus Steuern und Abgaben (29 Prozent) sowie aus regulierten Netzzugangsentgelten (23 Prozent) für den Gastransport zusammen. Lediglich 48 Prozent entfallen auf Gasbeschaffungs- und Gasvertriebskosten.

Der Rückgang der Beschaffungskosten aufgrund gefallener Rohstoffpreise (Erdgas) wurde jedoch teilweise von einem Anstieg der regulierten Netzentgelte kompensiert. Mit der Preissenkung um 3,1 Prozent liegt enercity günstig im Markt. Die letzte Gaspreisänderung erfolgte vor über drei Jahren.

Strompreise und Heizstrompreise

Zum 1. Januar 2016 erhöht enercity den Stromtarifpreis um durchschnittlich 1,9 Prozent. Der Arbeitspreis steigt um 0,294 ct/kWh (brutto). Der Grundpreis wird um 7,49 Euro pro Jahr (brutto) erhöht. Die Kosten für einen durchschnittlichen Kunden mit einem Verbrauch von 2.500 kWh pro Jahr erhöhen sich um rund 15 Euro (brutto) jährlich.

Die Strompreiserhöhung wird durch die Kostensteigerung aufgrund der gestiegenen gesetzlichen Anforderungen erforderlich. Dabei handelt es sich vor allem um die EEG-Umlage, KWK-Umlage, §19 StromNEV-Umlage und die Offshore-Haftungsumlage.

Der Strompreis setzt sich mittlerweile zu 53 Prozent aus Steuern und Abgaben und zu 20 Prozent aus regulierten Netznutzungsentgelten für den Stromtransport zusammen. Nur 27 Prozent des Strompreises entfallen auf Stromerzeugung und -vertrieb und sind überhaupt durch die Energieversorger beeinflussbar.

Durch Reduzierung der Strombezugspreise auf Basis der gesunkenen Börsenpreise können diese Kostensteigerungen teilweise kompensiert werden. Die letzte Strompreisänderung war vor zwei Jahren.

Zum 1. Januar 2016 steigen die Kosten für HeizStrom-Kunden (zum Beispiel Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen). Der HeizStrom-Tarif wird für einen Kunden mit durchschnittlichem Verbrauch um 1,9 Prozent angehoben. Die Mehrkosten für HeizStrom-Kunden mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 8.000 kWh betragen 27,76 Euro (brutto) pro Jahr. In diesem Segment hat enercity rund 2.800 Kunden, von denen die überwiegende Anzahl über eine Nachtspeicherheizung verfügt.

Wasserpreise in Hannover und Laatzen-Süd

Zum 1. Januar 2016 erhöht enercity den Zonenpreis  im Wassernetz Hannover für enercity-Wasser um 3 Cent/m3 brutto. Die Preisänderung wurde im Wesentlichen aufgrund der zum 1. Januar 2015 wirksam gewordenen Erhöhung der Wasserentnahmegebühr (WEG) durch das Land Niedersachsen auf 7,5 ct/ m3  erforderlich. Das bisherige Tarifmodell wird standardisiert und vereinfacht. Statt bisher drei verbrauchsabhängig gestaffelten Zonen wird es im allgemeinen Wassertarif nur noch zwei Zonen geben.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauchsfall von 400 m3 pro Jahr (entspricht einem Fünf-Familienhaus) führt die Erhöhung für eine Wohneinheit (rund 80 m3 pro Jahr) zu Mehrkosten von 2,57 Euro im Jahr (brutto). Dies entspricht einer Erhöhung um 1,6 Prozent. Im bundesweiten Preisvergleich liegt enercity auch nach der Erhöhung im vorderen günstigen Drittel der 50 deutschen Großstädte.

enercity erhöht zum 1. Januar 2016 den Arbeitspreis im Wassernetz Laatzen-Süd um 15 Cent/m3  brutto Cent/m3 (brutto). Bei einem durchschnittlichen Verbrauchsfall von 400 m3 pro Jahr (entspricht einem Fünf-Familienhaus) führt die Erhöhung für eine Wohneinheit zu Mehrkosten von 11,81 Euro im Jahr (brutto). Dies entspricht einer Erhöhung um 9,8 Prozent. Das Wassernetz Laatzen-Süd mit den Ortsteilen Gleidingen und Ingeln-Oesselse wird seit 2007 durch enercity versorgt.