Hannover, 25. November 2015

Bei enercity ist alles "Klar zur Wende!": Aufsichtsrat stimmt neuer Unternehmensstrategie zu

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. November 2015, das Unternehmenskonzept "K 2025" beschlossen. Im anschließenden Pressegespräch informierten der Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Marc Hansmann und der Vorstand über die wesentlichen Eckpfeiler und Inhalte der Unternehmenskonzeption mit dem Motto "Klar zur Wende!".

Seit 2010 haben sich die Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft und -politik massiv verändert. K 2025 ist die Weiterentwicklung des vorherigen Unternehmenskonzeptes K2020 und gibt die strategische Richtung für den Umbau des enercity-Geschäftsmodells unter den Anforderungen der Energiewende vor. Das betrifft insbesondere die Umstellung der Erzeugung von konventioneller auf erneuerbare Energie und die Einführung innovativer Dienstleistungen für den Markt der Zukunft.

"Ausgezeichnet vorbereitet"

"enercity ist mit dem heute beschlossenen K2025 ausgezeichnet auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. Als nachhaltiges Unternehmen wird enercity weiterhin ökonomisch erfolgreich, ökologisch orientiert und sozial verantwortlich agieren", so der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Marc Hansmann beim Pressetermin. "Auch zukünftig wird enercity im deutschen Energiemarkt zu den Top-10-Unternehmen gehören und mit seiner Finanzkraft die Stadt Hannover voranbringen".

Mit K2025 gut positioniert

Mit K2025 positioniert sich enercity strategisch weiterhin als erfolgreicher Energiedienstleister über die bestehenden Wertschöpfungsstufen Erzeugung / Gewinnung / Handel sowie Verteilung und Vertrieb für Strom / Gas / Fernwärme und Wasser im Markt. "In der sich neu ordnenden Energiewelt gehören dazu die substantielle Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien am Erzeugungsmix sowohl für Strom als auch für Wärme und die Einführung innovativer Dienstleistungen, zum Beispiel zur Systemintegration der erneuerbaren Erzeugung, sowie Energiespeicherlösungen", sagt enercity-Vorstandsvorsitzender Michael Feist. "Beim Ausbau der erneuerbaren Energien haben wir die Ziele der Klima-Allianz Hannover vorzeitig erreicht. Mit aktuell über circa 800 GWh produzieren wir so viel erneuerbaren Strom, dass damit der Bedarf aller enercity-Haushaltskunden gedeckt wird. Zudem wird das Engagement im Baltikum für den Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten für die Strom- und Wärmeproduktion weiter substantiell ausgebaut."

Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren vorzeitig erreicht

Grund für die vorzeitige Zielerreichung ist der jüngste Neuerwerb des 52-MW-Windparks Groß-Eilstorf bei Walsrode. "Über den bisherigen Schwerpunkt Bioenergieprojekte auf KWK-Basis hinaus werden wir uns verstärkt der Windkraft in der Fläche widmen. Über ein Drittel der bis 2025 geplanten 1.750 GWh Umweltstromproduktion soll aus Windkraft kommen", erläutert enercity-Technikvorstand Harald Noske. Eine planerische Stilllegung der Kapazitäten in Mehrum berücksichtigt, würde der erneuerbare Anteil an der Energieerzeugung bis zu 45 Prozent betragen. Mit einem neuen Fernwärmespeicher kann enercity mit seinen Heizkraftwerken flexibler am wechselhaften Strommarkt agieren. Auch an einem Batteriespeicherprojekt wird gearbeitet. Der sich bis 2025 entwickelnde Energiemarkt wird erneuerbar, dezentral, dienstleistungsorientiert und wettbewerbsintensiv sein.

Schwerpunkt virtuelle Kraftwerke 

"Zukünftig kommt es auf neue Geschäftsfelder, verbesserte Energieeffizienz und Innovationen an. Hierzu zählen unter anderem ein verstärkter Ausbau von Breitbandkabeln, aber insbesondere strukturell der neuen Energiewelt entsprechende virtuelle Kraftwerke, die es ermöglichen, dezentrale Erzeuger, Speicher und flexible Lasten systemisch zu verknüpfen", hebt Feist hervor. "Im Wettbewerbsmarkt setzen wir vertrieblich auf moderne Produkte und den Ausbau der Online-Services. Bei der Finanzierung geplanter umfangreicher Investitionen werden wir durch Erschließung neuer Ergebnisbeiträge, Nutzung von Kostensenkungspotenzialen und einer angemessenen Rücklagenbildung die Handlungsfähigkeit von enercity erhalten."

Weniger Mitarbeiter

Neben Sachkostenreduzierungen wird in den nächsten zehn Jahren ein Abbau von rund 300 Mitarbeiterkapazitäten erfolgen - einhergehend mit einer verstärkten Fremdvergabe von Tätigkeiten soweit diese wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig ist. "Die Reduktion der Mitarbeiterkapazitäten erfolgt nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, sondern durch natürliche Fluktuation bei Stellen, die nicht unbedingt wieder besetzt werden müssen. Auf dieser Basis bietet enercity auch zukünftig sichere und attraktive Arbeitsplätze", so enercity-Arbeitsdirektor Jochen Westerholz. Neben diesen und weiteren Effizienzsteigerungen sieht Westerholz große personalwirtschaftliche Aufgaben für enercity: "Die stetige Weiterentwicklung von Unternehmenskultur und Kernkompetenzen für dezentrale, dienstleistungsorientierte Marktanforderungen steht auf der Agenda. Wir setzen auf Flexibilität für moderne Arbeitsformen und Offenheit für Innovationen."

Garantie für nachhaltige Wettbewerbspositionierung

Auf Basis der neuen Strategie sieht sich enercity für die Anforderungen der Energiewende gut gerüstet. Die beschriebenen Maßnahmen gewährleisten eine nachhaltige Wettbewerbspositionierung mit marktgerechten Ergebnissen, die auch zukünftig in etwa der Größenordnung von 2015 erwartet werden.

Fotos zu enercity finden Sie hier zum Download (ggfs. PIN-Code: V612L erforderlich): https://mams.enercity.de/pindownload/login.do?pin=V612L