Hannover, 18. September 2018

Grüne Fernwärme geht in die Umsetzung

In Hannover unternimmt enercity einen wichtigen Schritt zu mehr Grüner Fernwärme. Mit Vorliegen der Baugenehmigungen können die Fernwärmeleitungsbauarbeiten zur Müllverbrennungsanlage (MVA) in Hannover-Lahe starten. Bis zu 25 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs Hannovers werden zukünftig von dort CO2-neutral bereitgestellt. Ziel von enercity ist, bis zum Jahr 2035 die Hälfte seiner Wärmelieferungen auf erneuerbare Basis zu stellen.

Die vorbereitenden Arbeiten für die über fünf Kilometer lange Fernwärmetrasse von „In den Sieben Stücken“ bis zur MVA am Moorwaldweg starten aktuell. Ab der zweiten Oktoberwoche 2018 werden die Bauarbeiten im Straßenraum stattfinden. Die Baumaßnahme ist in zwei Baulose aufgeteilt, die zeitgleich ausgeführt werden, um das Projekt zügig umzusetzen. Entlang jedem Baulos wird wiederum an zwei Stellen gleichzeitig gearbeitet. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende Dezember 2019 vorgesehen.

Die Fernwärmetrasse verläuft durch folgende Straßen (Übersichtskarte im Downloadangebot unten):

Baulos 1: In den Sieben Stücken - Schreberallee - Paracelsusweg - Kirchhorster Straße (stadtauswärts) bis zur Kreuzung Rendsburger Straße/Autobahnauffahrt zur A2

Baulos 2: Kirchhorster Straße (stadtauswärts) zwischen den Autobahnauffahrten zur A2 - Moorwaldweg bis zur MVA Hannover-Lahe

Die Arbeiten im Los 1 werden in der Straße „In den Sieben Stücken“ sowie sowie im Kreuzungsbereich Buchholzer Straße/Kirchhorster Straße beginnen. Im Los 2 sollen die Arbeiten im letzten Abschnitt der Kirchhorster Straße sowie in der Wartespur am Moorwaldweg starten. Ab Anfang Oktober werden entlang beider Baulose Fäll- und Rodungsarbeiten ausgeführt.

Auswirkungen auf den Verkehr sind aufgrund des Umfangs der Baumaßnahme nicht zu vermeiden. Bedeutsame Einschränkungen im Vekehrsfluss sind zu erwarten, sobald die Baumaßnahme die Podbielskistraße kreuzt sowie beim Leitungsbau im Bereich Kirchhorsterstraße / Moorwaldweg / Autobahnauffahrt A2. Für die umfangreichen Eingriffe in den Straßenverkehr ließ enercity ein Verkehrskonzept durch einen Verkehrsplaner erstellen, das im Rahmen der operativen Umsetzung durch die Behörden abschnittweise genehmigt werden muss. Geplant ist eine schrittweise Verlegung der Leitungen, jeweils in Abschnitten von rund 300 Metern. Details werden jeweils mit Vorliegen der verkehrsbehördlichen Anordnungen kommuniziert.

Die Fernwärmetrasse hat eine Gesamtlänge von rund 5.200 Metern. Davon werden gut 4.300 Meter als erdverlegte Kunststoffmantelrohre (KMR) in der Nennweite DN 400 (Außendurchmesser 560mm) ausgeführt. Der Rohrgraben für die Vor- und Rücklaufleitung hat eine Breite von 2,50 Metern. Entlang des Moorwaldwegs werden rund 900 Meter der Fernwärmetrasse als Freileitungen (oberirdisch verlegte Leitungen) neben der Fahrbahn ausgeführt. Die Freileitungen werden ebenfalls in DN 400 (Außendurchmesser 610 mm) ausgeführt. Die Querung der Bundesautobahn A37 erfolgt in Schutzrohren DN 800, die neben der Autobahnunterführung mit einem unterirdisch erfolgenden Rohrvortriebsverfahren eingebaut werden.

Den Übersichtsplan zum Leitungsprojekt finden Sie hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=W8hS48ClxsNA

Über seine Ziele zum Ausbau der Grünen Fernwärme und die Aktivitäten zu Erhöhung des erneuerbaren Anteils an deren Erzeugung informierte enercity im Mai 2017: https://www.enercity.de/presse/pressemeldungen/2017/2017-05-09-fernwaerme-gruener/index.html

Fotos zum Thema Fernwärmeleitungsbau finden Sie hier: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=YPguQFIF9uNK