Hannover, 21. Januar 2019

Bauarbeiten für die Grüne Fernwärme

Neue Fernwärmeleitungen zur Müllverbrennungsanlage in Hannover-Lahe ermöglichen bis zu 25 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs Hannovers zukünftig CO2-neutral. Bis zum Jahr 2035 wird enercity die Hälfte seiner Wärmelieferungen erneuerbar leisten.

Aktuell sind der Kreuzungsbereich der Buchholzer Straße und die Kirchhorster Straße zwischen der Podbielskistraße und Riethorst von den Bauarbeiten betroffen. Voraussichtlich bis zum 28. Februar 2019 muss zwischenzeitlich die Verkehrsführung auf der Kreuzung und entlang der Kirchhorster Straße verändert laufen.

Stadtein- und stadtauswärts sind die Podbielskistraße und die Buchholz Straße nur einspurig befahrbar. Auch auf der Kirchhorster Straße steht jeweils nur eine Spur pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Die jeweilige Verkehrsführung ist durch Beschilderung angezeigt und mit Lichtsignalanlagen geregelt. Aufgrund der Querung der Straßenbahntrasse ist dies ein technisch besonders schwieriger Bauabschnitt. Die Fernwärme-Transportleitung muss unter den Gleisanlagen durchgeführt werden.

Gesamtprojekt mit 5 Kilometern Trassenlänge

Die gesamte Baumaßnahme für die 5-Kilometer-Fernwärmeleitung ist in zwei zeitgleich ausgeführte Baulose aufgeteilt, um das Projekt zügig umzusetzen. Entlang jedem Baulos wird wiederum an zwei Stellen gleichzeitig gearbeitet. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende Dezember 2019 vorgesehen.

Die Fernwärmetrasse verläuft durch folgende Straßen (Übersichtskarte im Downloadangebot unten):

  • Baulos 1: In den Sieben Stücken - Schreberallee - Paracelsusweg - Kirchhorster Straße (stadtauswärts) bis zur Kreuzung Rendsburger Straße/Autobahnauffahrt zur A2
  • Baulos 2: Kirchhorster Straße (stadtauswärts) zwischen den Autobahnauffahrten zur A2 - Moorwaldweg bis zur MVA Hannover-Lahe

Auswirkungen auf den Verkehr sind aufgrund des Umfangs der Baumaßnahme nicht zu vermeiden. Bedeutsame Einschränkungen sind zu erwarten, sobald die Baumaßnahme die Podbielskistraße kreuzt sowie beim Leitungsbau im Bereich Kirchhorsterstraße / Moorwaldweg / Autobahnauffahrt A2. Für die umfangreichen Eingriffe in den Straßenverkehr ließ enercity ein Verkehrskonzept durch einen Verkehrsplaner erstellen, das im Rahmen der operativen Umsetzung durch die Behörden abschnittweise genehmigt werden muss. Geplant ist eine schrittweise Verlegung der Leitungen, jeweils in Abschnitten von rund 300 Metern. Details werden jeweils mit Vorliegen der verkehrsbehördlichen Anordnungen kommuniziert.

Die Fernwärmetrasse hat eine Gesamtlänge von rund 5.200 Metern. Davon werden gut 4.300 Meter als erdverlegte Kunststoffmantelrohre (KMR) in der Nennweite DN 400 (Außendurchmesser 560mm) ausgeführt. Der Rohrgraben für die Vor- und Rücklaufleitung hat eine Breite von 2,50 Metern. Entlang des Moorwaldwegs werden rund 900 Meter der Fernwärmetrasse als Freileitungen (oberirdisch verlegte Leitungen) neben der Fahrbahn ausgeführt. Die Freileitungen werden ebenfalls in DN 400 (Außendurchmesser 610 mm) ausgeführt. Die Querung der Bundesautobahn A37 erfolgt in Schutzrohren DN 800, die neben der Autobahnunterführung mit einem unterirdisch erfolgenden Rohrvortriebsverfahren eingebaut werden.

Den Übersichtsplan zum Leitungsprojekt finden Sie hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=W8hS48ClxsNA

Fotos zum Thema Fernwärmeleitungsbau finden Sie hier: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=YPguQFIF9uNK

Über seine Ziele zum Ausbau der Grünen Fernwärme und die Aktivitäten zu Erhöhung des erneuerbaren Anteils an deren Erzeugung informierte enercity bereits im Mai 2017: https://www.enercity.de/presse/pressemeldungen/2017/2017-05-09-fernwaerme-gruener/index.html