Hannover, 26. August 2019

Fernwärmeleitungsbau in Lahe - aktuelle Verkehrslenkung

Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage in Hannover-Lahe deckt bis zu 25 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs Hannovers zukünftig CO2-neutral. Bis zum Jahr 2035 wird enercity die Hälfte seiner Wärmelieferungen erneuerbar leisten.

Aktuell führen die Bauarbeiten an der Kirchhorster Straße temporär zu stärkeren Verkehrsbeeinträchtigungen als im durchgängig laufenden Bauprozess. Im Zeitraum von Mittwoch, 28. August 2019, bis voraussichtlich Mittwoch, 30. Oktober 2019, werden auf Höhe der Autobahn A2 Leitungsbauarbeiten durchgeführt.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auf der stadtauswärts führenden Seite der Kirchhorster Straße die Autobahnzufahrt Anschlussstelle 46 Hannover-Lahe auf die A2 in Richtung Berlin/Hamburg/Kassel/Celle für den gesamten Bauzeitraum gesperrt (gegenüber der Rendsburger Straße). Autobahnnutzer sollten diesen Bereich umfahren.

Umleitungsempfehlungen für die A2-Auffahrt

Stadtauswärts fahrende Autobahnnutzer können bereits ab der Podbielskistraße über die A37 die A2 erreichen. Für den stadteinwärts führenden Verkehr zeigen Umleitungsbeschilderungen eine Alternativroute auf: Die Zufahrt zur Autobahn A2 aus dieser Richtung erfolgt über die ausgeschilderte U5/U19, weiter entlang der Kirchhörster Straße via Podbielskistraße und A37 bis zum Autobahnkreuz Hannover-Buchholz.

Während der umfangreichen Tiefbau- und Leitungsarbeiten muss der gesamte Verkehr auf die in Stadtauswärtsrichtung linke Straßenhälfte verlegt werden. Aufgrund der verengten Fahrbahnen und des dort hohen Schwerlastverkehrsanteils ist verkehrsbehördlich kein Gegenverkehr zugelassen. Mit dieser Verkehrsführung wird die Staubildung durch einfahrenden Autobahnverkehr gemindert. Insbesondere während Stoßzeiten kann es zu größeren Behinderungen im Verkehr kommen. 

Gesamtprojekt mit 5 Kilometern Trassenlänge

Die gesamte Baumaßnahme für die 5-Kilometer-Fernwärmeleitung ist in zwei zeitgleich ausgeführte Baulose aufgeteilt, um das Projekt zügig umzusetzen. Entlang jedem Baulos wird wiederum an zwei Stellen gleichzeitig gearbeitet. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende Dezember 2019 vorgesehen.

Die Fernwärmetrasse verläuft durch folgende Straßen (Übersichtskarte im Downloadangebot unten):

  • Baulos 1: In den Sieben Stücken - Schreberallee - Paracelsusweg - Kirchhorster Straße (stadtauswärts) bis zur Kreuzung Rendsburger Straße/Autobahnauffahrt zur A2
  • Baulos 2: Kirchhorster Straße (stadtauswärts) zwischen den Autobahnauffahrten zur A2 - Moorwaldweg bis zur MVA Hannover-Lahe

Auswirkungen auf den Verkehr sind aufgrund des Umfangs der Baumaßnahme nicht zu vermeiden. Bedeutsame Einschränkungen sind zu erwarten, sobald die Baumaßnahme die Podbielskistraße kreuzt sowie beim Leitungsbau im Bereich Kirchhorsterstraße / Moorwaldweg / Autobahnauffahrt A2. Für die umfangreichen Eingriffe in den Straßenverkehr ließ enercity ein Verkehrskonzept durch einen Verkehrsplaner erstellen, das im Rahmen der operativen Umsetzung durch die Behörden abschnittweise genehmigt werden muss. Geplant ist eine schrittweise Verlegung der Leitungen, jeweils in Abschnitten von rund 300 Metern. Details werden jeweils mit Vorliegen der verkehrsbehördlichen Anordnungen kommuniziert.

Die Fernwärmetrasse hat eine Gesamtlänge von rund 5.200 Metern. Davon werden gut 4.300 Meter als erdverlegte Kunststoffmantelrohre (KMR) in der Nennweite DN 400 (Außendurchmesser 560mm) ausgeführt. Der Rohrgraben für die Vor- und Rücklaufleitung hat eine Breite von 2,50 Metern. Entlang des Moorwaldwegs werden rund 900 Meter der Fernwärmetrasse als Freileitungen (oberirdisch verlegte Leitungen) neben der Fahrbahn ausgeführt. Die Freileitungen werden ebenfalls in DN 400 (Außendurchmesser 610 mm) ausgeführt.

 

Fotos zum Thema Fernwärmeleitungsbau finden Sie hier: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=YPguQFIF9uNK

Den Übersichtsplan zum Leitungsprojekt finden Sie hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=W8hS48ClxsNA

Über ihre Ziele zur Wärmewende und die Aktivitäten zu Erhöhung des erneuerbaren Anteils an deren Erzeugung informierte die enercity AG bereits im Mai 2017: https://www.enercity.de/presse/pressemeldungen/2017/2017-05-09-fernwaerme-gruener/index.html