Hannover, 12. September 2019

enercity setzt Wachstumskurs bei Erneuerbaren Energien fort und baut Partnerschaften bei Elektromobilität aus

enercity ist mit positiven Impulsen ins Jahr 2019 gestartet. Der Energiedienstleister hat viele Neukunden gewonnen und der Umsatz ist im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Um sein Dienstleistungsgeschäft zu stärken, hat enercity 25,1 Prozent seiner Anteile am Ladelösungsanbieter wallbe an Industrietechnikanbieter Weidmüller verkauft. enercity folgt damit seiner Strategie, die Zahl seiner Partnerschaften auszubauen. Strom- und Gasabsatz liegen im ersten Halbjahr 2019 signifikant über Vorjahresniveau. Das EBIT fällt mit 91,8 Mio. Euro zwar geringer aus als im ersten Halbjahr 2018, dies liegt jedoch an außergewöhnlichen Sondereffekten im Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2019 verläuft bislang plangemäß. In Summe erwartet enercity ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2018. enercity-Chefin Dr. Zapreva: „Wir sind bei der Zielerreichung auf Kurs.“

Zahlreiche Neukunden gewonnen, bei Ökostrom auf Platz 4

Im Fokus der Arbeit im ersten Halbjahr stand die konsequente Maßnahmenumsetzung. Dazu zählt vor allem der Ausbau des Kundenstamms, der Erneuerbaren Energien, der Fernwärme und der Dienstleistungen. Die enercity-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019 bundesweit zahlreiche neue Privat- und Geschäftskunden gewinnen können, darunter namhafte Sportartikelhersteller, Tourismusunternehmen und Universitätskliniken. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Marktposition bei Grünstrom gefestigt. Mit rund 300.000 Kunden hat sich enercity in der Ökostromumfrage des Branchenmagazins Energie & Management um einen Rang auf Platz 4 verbessert.

Kunden- und Absatzzahlen steigen

Der enercity-Stromabsatz lag im ersten Halbjahr 2019 mit 9.636 GWh um 57,7 Prozent signifikant über Vorjahresniveau (6.112 GWh). Der Gasabsatz ist mit 29.905 GWh um 21,9 Prozent gestiegen. Der Fernwärmeabsatz belief sich auf 1.177 GWh. Das entspricht einem witterungsbedingten leichten Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Halbjahr 2018. Der Wasserabsatz ist im ersten Halbjahr mit 21,6 Mio. m³ nahezu unverändert geblieben. Die erste Jahreshälfte 2019 war darüber hinaus gekennzeichnet von einem sich weiter verschärfenden Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt. Dennoch konnte sich enercity mit stabiler Preispolitik und innovativen Produkten im Markt behaupten.

Netzabsätze minimal abgeklungen

Die Netzabsätze im Konzessionsgebiet lagen bei Strom und Gas Anfang 2019 leicht unter denen des Vorjahres. In Hannover spielt Energieeffizienz eine überdurchschnittlich starke Rolle im Verhältnis zu vergleichbaren Städten in Deutschland. Der Stromnetzabsatz betrug 1.715 GWh und liegt damit um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gasnetzabsatz belief sich auf 4.257 GWh (Vorjahr: 4.476 GWh). Der witterungsabhängige Fernwärmeabsatz lag mit 688 GWh um 4,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Wassernetzabsatz sank im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 1,8 Prozent auf 22 Mio. m3.

Weidmüller steigt bei wallbe ein und stärkt Dienstleistungsgeschäft

Die Mobilitäts- und Energiewende kann nur partnerschaftlich gelingen. Diese Prämisse war Grundlage für die Entscheidung von enercity, die Weidmüller Gruppe aus Detmold als Partner mit 25,1 Prozent in den Gesellschafterkreis von wallbe aufzunehmen. wallbe ist Komplettanbieter von eMobility-Ladelösungen. Das Unternehmen fertigt Ladestationen für Elektrofahrzeuge, bietet Kunden cloudbasierte  Betriebsservices und entwickelt intelligente Bezahl- und Abrechnungsfunktionen. wallbe begann als Start-up und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 5,2 Mio. Euro - eine Verdopplung innerhalb eines Jahres. Der Ladespezialist beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Im Zuge der weiteren strategischen Ausrichtung von wallbe hat enercity mit der hundertprozentigen Tochter  Weidmüller Mobility Concepts einen zusätzlichen Gesellschafter mit ausgewiesener Kompetenz im Bereich Industrietechnik gewonnen. Durch die Zusammenarbeit wallbe,  Weidmüller und enercity  bündeln die Unternehmen ihre Kernkompetenzen Hard- und Softwareentwicklung, moderner Fertigungstechnologie, ökologischer Energieversorgung und energienaher Dienstleistungen

Produktion aus erneuerbaren Energien durch neue Windparks weiter gesteigert

enercity baut für seine Kunden die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter aus. Erneuerbare Energieträger, vor allem Biomasse und Wind, haben im ersten Halbjahr 2019 verstärkt zur Strom- und Wärmeerzeugung beigetragen. Die erneuerbare Stromerzeugung stieg um 26,6 Prozent auf 1.181 GWh. Die erneuerbare Wärmeerzeugung legte um 27,0 Prozent auf 1.152 GWh zu. Bei der Stromerzeugung von 3.212 GWh ergab sich für die Erzeugung aus erneuerbaren Energien ein Anteil von 36,8 Prozent (Vorjahr: 18,4 Prozent). Bei der dezentralen Wärmeerzeugung von insgesamt 1.876 GWh (Vorjahr: 1.916 GWh) beträgt der Anteil erneuerbarer Energien 29,9 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent).

enercity hat Mitte August auch den Grundstein für den Windpark Klettwitz 2 in Brandenburg gelegt. Seither baut das Unternehmen mit einem Invest von rund 45 Mio. Euro (einschließlich Infrastruktur) zehn Windenergieanlagen mit insgesamt 33 MW und 92 GWh/Jahr im Ex-Braunkohle-Tagebaugebiet. Hand in Hand mit Kommunen baut enercity Windkraft aus und gewinnt so neue Kunden. Das zweitgrößte Windprojekt ist in Jeetze, Sachsen-Anhalt, beheimatet (7,2 MW). Weitere Projekte sind im Genehmigungsprozess. Nach Abschluss der Bauphase ab 2020 steigt die Stromerzeugung aus Windkraft um knapp 120 GWh auf 670 GWh. Damit versorgt enercity jährlich rund 268.000 Kunden mit Strom allein aus Windkraft.

Desinvestition in Litauen

Nach fünf Jahren trennt sich enercity von seinem Wärmegeschäft in Litauen. Die enercity-Tochtergesellschaft Danpower GmbH veräußert ihre gesamten Gesellschaftsanteile in Höhe von 50 Prozent an der Danpower Baltic UAB, ein joint venture mit Sitz in Vilnius. Käufer ist die litauische Tochtergesellschaft des französischen Unternehmens IDEX. Seit Gründung 2014 hat sich Danpower Baltic sehr erfolgreich entwickelt: Das Unternehmen ist zum größten unabhängigen Wärmeversorger in Litauen avanciert. Durch seinen Anteilsverkauf in Litauen erlangt enercity mit ihrer Tochter Danpower eine optimale Ausgangsbasis, um auch in Ländern zu wachsen, in denen das Unternehmen bisher noch nicht vertreten ist. Die Danpower-Gruppe mit Sitz in Potsdam versorgt überregional in mehr als 150 Kommunen über 250.000 Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Abnehmer mit Wärme, Kälte, Strom und Holzpellets. Die Gruppe zählt seit 2018 gänzlich zu enercity, beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 177 Mio. Euro.

Klimaschutz dank Klärschlammverwertung - enercity kauft Biosolid GmbH

Saubere Klärschlammverbrennung erzeugt CO2-freie Wärme für umweltbewusste Kunden und trägt zu mehr Klimaschutz bei. Um Klärschlamm transportieren, verwerten und handeln zu können, bedarf es dessen Lagerung, Trocknung und Aufbereitung. Dies leistet die Biosolid GmbH, die enercity Anfang 2019 übernommen hat. Zusätzlich plant enercity, ab 2022 rund 130.000 Tonnen Klärschlamm in der neuen Anlage in Hannover-Lahe zu verbrennen und überschüssige Wärme ins Fernwärmenetz einzuspeisen. enercity investiert dafür 60 Mio. Euro. Eine weitere Klärschlammverbrennungsanlage entsteht in Bitterfeld.

enercity und Aurubis versorgen noch mehr Menschen mit Wärme

Die Stadt Hamburg, der Kupferhersteller Aurubis  und enercity haben am 26. August die Grundsteinlegung für die neue enercity-Energiezentrale auf der Peute im Hamburger Hafen gefeiert. Die Leitstelle sichert die Versorgung von noch mehr Menschen in hafennahen Stadtteilen Hamburgs als zuvor. Über die HafenCity Ost hinaus baut enercity eine neue Fernwärmeleitung nach Rothenburgsort im Hamburger Osten. Ab Herbst 2020 versorgt das Unternehmen die ersten Wohnungsunternehmen mit sauberer Industriewärme. Mehrere Tausend Menschen profitieren davon. Für diese Maßnahmen allein investiert enercity knapp 17 Mio. Euro. Bereits im Oktober 2018 hatte die Contracting-Tochter eine Fernwärmetrasse vom Aurubis-Werk zum enercity-Wärmeversorgungsgebiet HafenCity-Ost in Betrieb genommen (14 Mio. Euro Invest). Die jährliche CO2-Einsparung durch die mit Aurubis gewonnene Industriewärme beträgt im Endausbau 20.000 Tonnen.

Auszeichnung für experimentierfreudiges Personalrecruiting

Nicht nur Zahlen und Fakten zählen. Vor allem auch die Menschen stehen bei enercity im Mittelpunkt. „Ohne Mitarbeiter läuft nichts, das bleibt auch in einer vernetzten Welt so. Wir wollen die schlauesten Köpfe“, sagt Susanna Zapreva. Vor allem digitaler Nachwuchs ist gefragt. „Findet und begeistert Digitalspezialisten“, so lautete der Auftrag an eine wendige Taskforce. In einer Art Experimentierraum entstand eine Webseite (enercity.de/workit) mit einem gänzlich neuen Kommunikationsansatz. Der Erfolg: mehr Bewerbungen und Einstellungen von digitalen Talenten. Die Taskforce „enercityLAB“ hat jüngst den begehrten Preis des Fachmagazins „Personalwirtschaft“ gewonnen. Am 16. September findet die Auszeichnung hierzu in Köln statt.

Neuer Vorsitz im enercity-Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von enercity haben am 12. September 2019 in ihrer turnusgemäßen Sitzung einen neuen  Vorsitzenden gewählt. Gewählt wurde Herr Dr. Axel von der Ohe (42). Er ist seit Mai 2018 Kämmerer und Stadtrat für Ordnung und Sicherheit in der Landeshauptstadt Hannover.

 

Fotos zum Presse-Quartalsgespräch gibt es hier zum Download: https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=xX7MlUFyGmOx