21. Januar 2020enercity Presse

Neue Smart-City-Studie: Menschen wollen vernetzte Stadt für mehr Klimaschutz


- Mehrheit der Deutschen erhofft sich von der Smart City Beitrag zum Klimaschutz
- Zwei Drittel der Befragten möchte die vernetzte Stadt aktiv mitgestalten
- Bei der Umsetzung vertrauen die Menschen vor allem kommunalen Akteuren
- enercity-Chefin Zapreva: „Die Smart City schafft mehr Zeit fürs analoge Leben.“

Wenn es um die Smart City geht, steht der Klimaschutz für die Mehrheit der Bevölkerung auf Platz eins. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Energiedienstleisters enercity. Nicht nur Komfort und Sicherheit spielen demnach eine entscheidende Rolle, wenn Menschen an die Stadt der Zukunft denken, sondern auch Lösungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels. Weitere zentrale Ergebnisse: Die Bürger möchten in die Entwicklung der vernetzten Stadt eingebunden werden. Bei der Umsetzung vertrauen sie lokalen Akteuren am meisten. „Die Smart City muss eine Green City sein − und Menschen möchten an ihrer Gestaltung mitwirken“, fasst enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva das Befragungsergebnis zusammen. „Dass die Menschen bei der Umsetzung zuallererst kommunalen Energieunternehmen und der Stadtverwaltung ihr Vertrauen schenken, fassen wir als Auftrag auf.“


Menschen sehen Verbesserung des Klimaschutzes als zentralen Aspekt

Die Smart City beschreibt eine Stadt, die sich mithilfe innovativer Technologien an Bedürfnisse der Einwohner anpasst − sei es in den Bereichen Verkehr, Sicherheit oder Dienstleistungen. Besonders wichtig bei der vernetzten Stadt sind Menschen die Verbesserung der Luftqualität, mehr Klimaschutz (68 Prozent) und der Ausbau erneuerbarer Energien (65 Prozent). Auch intelligentere Lichtsteuerung für mehr Sicherheit und eine dezentrale Energieerzeugung sind relevant.

Bei der Umsetzung der Smart City vertrauen die Menschen lokalen Akteuren

Bei der konkreten Gestaltung der Smart City sehen die Bürger vor allem lokale Akteure in der Verantwortung. Für rund zwei Drittel der Befragten sollten sich vor allem kommunale Energieunternehmen und die lokale Stadtverwaltung um Entwicklung, Planung und Umsetzung von Smart City-Konzepten kümmern. Auch kommunale Verkehrsbetriebe sowie Bundesbehörden und Ministerien werden hierbei noch von mehr als jedem Zweiten als vertrauensvolle Instanzen angesehen. International agierende IT-Konzerne kann sich nur rund jeder Dritte als Smart-City-Umsetzer vorstellen.

Bürger wünschen Mitgestaltung und hoffen auf mehr Zeit für Freizeit und Familie

Knapp zwei Drittel der Befragten möchten bei der Entwicklung der eigenen Stadt oder Gemeinde zur Smart City mit eingebunden werden − am liebsten in Form von Abstimmungen oder Bürgerentscheiden. Auch eine Einbindung durch Bürgerinitiativen oder Anhörungen und Konferenzen konnte sich knapp ein Drittel der Befragten vorstellen. „Die Entwicklung der Smart City ist ein Dreisprung: Zuhören, einbinden, umsetzen“, sagt Zapreva. Nur 15 Prozent möchten in den Entwicklungsprozess gar nicht eingebunden werden. Vom Leben in der Smart City erhofft sich knapp die Hälfte der Befragten, Zeit einsparen zu können. Die gewonnene Zeit würden rund 60 Prozent der Befragten mit der Familie verbringen oder Zuhause entspannen. Auch zum Freunde treffen (50 Prozent) oder Sport treiben (40 Prozent) würden viele die zusätzliche Freizeit nutzen.

Vorbehalte beziehen sich vor allem auf unausgereifte Technik und hohe Kosten

Die Menschen stehen dem Konzept Smart City nicht vorbehaltlos gegenüber. Kritisch werden insbesondere technische Fragen und zusätzliche Kosten gesehen. So halten rund 60 Prozent der Befragten die Aussagen „Die Technik ist an vielen Stellen noch nicht ausgereift genug“ und „Die Kosten werden am Ende vom einzelnen Bürger getragen“ für zutreffend. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Im Bundesgebiet sind die ältesten Bürger (60-69 Jahre) in dieser Hinsicht deutlich skeptischer als die jüngsten (18-29 Jahre). Auch die Abhängigkeit von Maschinen und der Schutz der persönlichen Daten treiben die Menschen um. Mehr als jeder Zweite gibt an, dass sich seine Einstellung zur Smart City deutlich verbessern würde, wenn dem Datenschutz mehr Bedeutung zugebilligt würde. Nur knapp jeder zehnte Bürger meint hingegen, in der öffentlichen Debatte um das Thema Smart City stünden Bedürfnisse der Menschen im Fokus. „Wenn wir die Akzeptanz der Menschen für die vernetzte Stadt steigern wollen, müssen wir die gesellschaftliche Dimension des Themas betonen, nicht die technische“, sagt Zapreva.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Smart City als urbanes Zukunftskonzept noch nicht in der Breite der Bevölkerung angekommen ist. Während „Smart Home“ 91 Prozent der Befragten ein Begriff ist, gilt es, die Menschen bei der Smart City noch stärker abzuholen (42 Prozent Bekanntheitsgrad). „Die vernetzte Stadt muss eine Stadt von Bürgern für Bürger sein. Dies bedeutet für alle Beteiligten, konstant im Dialog zu bleiben“, sagt Zapreva.

Umfragedesign

Für die repräsentative Studie hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von enercity 1.505 Personen (davon 500 im Hauptversorgungsgebiet Hannover) im Alter zwischen 18 und 69 Jahren zu Einstellungen, Wünschen und Vorbehalten zur vernetzten Stadt befragt. Die Erhebung wurde im Januar 2020 im gesamten Bundesgebiet durchgeführt.

Die Studie finden Sie hier zum Download:
https://mams.enercity.de/pinaccess/showpin.do?pinCode=0MP2UVLSX943


Über enercity – treibende Kraft der Energiewelt von morgen

Die enercity AG mit Sitz in Hannover ist ein Anbieter von nachhaltigen und intelligenten Energielösungen. Der Konzern zählt mit einem Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro (2019) und rund 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten kommunalen Energiedienstleistern Deutschlands. Das Unternehmen versorgt rund eine Million Menschen mit Strom, Wärme, Erdgas und Trinkwasser. Darüber hinaus bietet enercity energienahe Services rund um Elektromobilität, Energieeffizienz, dezentrale Kundenlösungen, Telekommunikation und smarte Infrastruktur. Motivation von enercity ist es, die Lebensqualität seiner Kunden zu verbessern.

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Pressekontakt
Dirk HaushalterPressesprecher
Carlo KallenPressesprecher

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