enercity hat ein Herz für Reptilien

Mit einer gemeinsamen Aktion schaffen die Region Hannover und enercity auf dem Betriebsgelände des Wasserwerks Fuhrberg bessere Lebensbedingungen für gefährdete Nattern und Eidechsen. Umfangreiche Rodungsarbeiten sind bereits im Gang.

 

Waldeidechse auf Baumstamm sonnt sich

Bildbeschreibung: Unter Druck: Die Waldeidechse verliert zunehmend ihre Habitate (Foto: Dipl.-Biol. Ina Blanke)

Im Auftrag der Region Hannover und von enercity werden Büsche und Bäume beseitigt, um die Lebensbedingungen der hier beheimateten Reptilien zu verbessern. Insbesondere die Freiflächen auf der Sonnenseite des Betriebsgeländes sollen erweitert werden, um Nattern und Eidechsen entsprechenden Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Auf dem eingezäunten Betriebsgelände des enercity-Wasserwerkes befinden sich sieben mit Weiden, Erlen und Pappeln bewachsene Schlammbecken, in die zeitweise Wasser gepumpt wird. Die schmalen Dämme zwischen den Becken sind mit Kiefern und einzelnen Laubbäumen bewachsen. Die angrenzenden nur vereinzelt mit Bäumen bewachsenen Böschungen der Becken mit den anschließenden Freiflächen des Wasserwerksgeländes sind nach dem Landschaftsrahmenplan der Region Hannover ein sehr bedeutsamer Lebensraum für Reptilien. Insbesondere für die unter Naturschutz stehenden und Sonne liebenden Waldeidechsen, Schling- und Ringelnattern.

Wasserwerksgelände bietet optimale Bedingungen

Das nicht-öffentlich zugängliche Betriebsgelände mit seinem Wechsel von Flächen mit Baumbestand, vegetationslosen Flächen und spärlich bis dichter Vegetation auf sandigem Boden bietet den Reptilien optimale Lebensraumbedingungen. Als Sonnen- und Versteckplätze, die den Tieren die Regulierung ihrer Körpertemperatur ermöglichen, werden liegendes Totholz, Baumstubben und Steinhaufen genutzt.

Programm "Erhöhung zur Artenvielfalt"

Die Kosten in Höhe von 18.000 Euro für die Spezialmaschinen zur Beseitigung der Gehölze in den zwei Schlammpoldern trägt die Region Hannover aus Mitteln ihres Programms zur Erhöhung der Artenvielfalt. enercity übernimmt den Einsatz der Forsttechnik, die örtliche Koordinierung aller Arbeiten und die dauerhafte Pflege zur Offenhaltung der umgebenden Flächen.

In Deutschland sind 13 Reptilienarten heimisch, die meisten von ihnen stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere. Daher brauchen unsere in Niedersachsen ansässigen Reptilien dringend Freunde, die helfen, das Aussterben dieser interessanten Tiere zu verhindern. Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, besuchen Sie die Internetseite der Diplom-Biologin Ina Blanke www.reptilien-brauchen-freunde.de.

Was passiert mit dem geernteten Holz?

Bagger entfernt Bäume und Büsche

Bildbeschreibung: Rodungsarbeiten mit schwerem Gerät - Holz wird verwertet

Besucher der am Wochenende des 25. und 26. Oktober 2014 in Fuhrberg stattfindenden Ausstellung „Heizen mit Holz" können die maschinelle Weiterverarbeitung des bei der Rodung geernteten Holzes mitverfolgen.

Die mit Motorsägen auf den Dämmen gefällten Kiefern werden mit einer Seilkrananlage an den Rand der Becken gehievt; hier werden sie weiter aufgearbeitet. Die Vorführung dieser Technik ist zur Ausstellung „Heizen mit Holz“ geplant, die am letzten Oktoberwochenende am enercity-Wasserwerk Fuhrberg stattfindet. Die Stämme der gefällten Bäume werden dabei zu normalen Rundholz aufgearbeitet, der größte Teil der Kronen, Äste und Stubben zusammengefahren und später zu Holzhackschnitzeln für eine energetische Nutzung verarbeitet.

Die Ausstellung "Heizen mit Holz" wird von enercity gemeinsam mit der Landwirtschaftkammer Nierdersachsen, der Zeitschrift "Land & Forst" sowie weiteren Partnern alle zwei Jahre veranstaltet.