Hinter den Kulissen von enercity swinging hannover!

Zwei Tage lang swingt Hannover: am 4. Mai beim Jazzbandball im Congress Centrum und an Himmelfahrt beim Open Air auf dem Trammplatz. Um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen, kümmern sich zahlreiche Personen schon Monate vorher um die Organisation. Wie das Booking heutzutage abläuft, was die Kooperation mit enercity bewirkt und was wir in diesem Jahr von dem Programm erwarten dürfen, erfahren Sie im Interview mit dem Trompeter Nils Wülker, der mit seiner Band auftritt, und dem Booker des Jazz Club Hannover, Nicolas Sempff.

Herr Sempff, wann beginnen Sie mit der Planung von „enercity swinging hannover“?

Nicolas Sempff: Wenn ein Redakteur durch die Stadt geht, denkt er bei jeder Begebenheit, ob das eine Geschichte sein könnte. Ein guter Fotograf hat den Auslöser im Kopf. Genauso ist das bei mir mit der Musik. Auch privat höre ich immer mit einem Ohr als Booker mit.

Wie suchen und finden Sie die Künstler?

Nicolas Sempff: Große Agenturen kennen die Festivaltermine, da sie Künstler und Tourneen zusammenführen. Wir können also aus einem sehr professionellen Pool schöpfen. Sie benötigen nur genaue Informationen, um einschätzen zu können, ob der Künstler zur Veranstaltung passt.

Nils Wülker spielt an Himmelfahrt 2016 in Hannover

Bildbeschreibung: Der Mann mit der Trompete: Nils Wülker

Herr Wülker, wie läuft das Buchen bei Ihnen und Ihrer Band?

Nils Wülker: In der Regel werde ich über mein Management zwischen einem halben bis zu einem Jahr vor der Veranstaltung angefragt. Da wir eine große Band mit Tontechniker sind, muss die Bühnengröße stimmen. Festivals sind immer schön, weil sie etwas von einem Familientreffen haben.

Was halten Sie von Hannover als Jazzstadt?

Nils Wülker: Jazz ist in Hannover schon lange verwurzelt. Ich finde es schön, dass die Musik beim Open Air frei nach draußen getragen wird. Neben dem gewachsenen Jazzpublikum gibt es ja auch Leute, die noch gar nicht wissen, dass sie Freude an Jazz haben können.

Dieses Jahr stehen nur junge europäische Künstler auf der Bühne – warum?

Nicolas Sempff: Wir wollten ein junges, frisches Programm präsentieren, das in sich stimmig ist. Die Künstler fügen sich gut zusammen und ergeben einen Spannungsbogen. Das zeigt einmal mehr: Die europäische Jazzszene hat ein hervorragendes Niveau!

Konnte sich das Festival mit enercity als Sponsor weiterentwickeln?

Nicolas Sempff: Durch die Kooperation haben wir einen riesigen Vorteil: die Planungssicherheit. enercity ist ein sehr professioneller und zuverlässiger Partner und lässt uns in der Programmplanung absolute Freiheit. Mittlerweile können wir auf eine 50-jährige Festivaltradition zurückblicken – die in den vergangenen zehn Jahren dank enercity auf stabile Beine gestellt wurde.