Station 2: Das Wasserwerk Grasdorf

Altes Werk mit neuer Technik
Wasserwerk Grasdorf, 1899

Wer rastet, der rostet. Das schon 1899 erbaute Wasserwerk fördert täglich bis zu 12.000 Kubikmeter Wasser. Zusätzlich werden täglich bis zu 10.000 Kubikmeter Talsperrwasser aus dem Harz dem Grasdorfer Wasser beigemischt.

So funktioniert das Wasserwerk

Der natürliche Grundwasserstrom in den Leineauen ist nicht das ganze Jahr über konstant. Deshalb nutzt enercity im Wasserwerk Grasdorf frisches Leinewasser zum Anreichern des Grundwassers. Das Leinewasser belüften wir zunächst über Kaskaden (Station 13) und leiten es dann zur Reinigung in zwei Vorklärbecken weiter.

Die anschließende gezielte Einleitung in sieben Versickerungsbecken (Station 6) ermöglicht uns eine großräumige Verteilung des Wassers auf das Wassergewinnungsgebiet. Anschließend sickert das Leinewasser in den Becken langsam durch eine eineinhalb Meter dicke Sandschicht in die tieferen Bodenschichten. Hier reinigen zahlreiche Mikroorganismen und die Filterwirkung des Bodens das Wasser auf natürliche Weise – das Leinewasser wird so zu Grundwasser.

Modernste Anlagen für gute Trinkwasserqualität

Aufbereitung Wasserwerk Grasdorf

Nachdem dieses den Grundwasserleiter durchflossen hat, wird es von neun Vertikal- und sieben Horizontalfilterbrunnen (Station 12) in das Wasserwerk gefördert. Bis zu 500 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde befreien wir dort durch eine Schnellfiltration von Eisen und Mangan. Bei der anschließenden physikalischen Entsäuerung treibt feinblasige Luft die freie Kohlensäure aus dem Trinkwasser in die Atmosphäre. Schließlich sichert die moderne UV-Desinfektionsanlage die mikrobiologische Qualität des Trinkwassers.

Aufgrund des höheren Härtegrades des Grasdorfer Wassers wird es mit weichem Talsperrenwasser aus dem Harz gemischt. Das Mischwasser liegt im gleichen Härtebereich wie das Trinkwasser aus den Wasserwerken Elze-Berkhof und Fuhrberg – und kann dann an die einzelnen Haushalte verteilt werden. Durch die große Rohrleitung rechts auf der Brücke wird das Trinkwasser in das Versorgungssystem eingespeist.

Das Wasserwerk Grasdorf

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Technische Daten

Inbetriebnahme: 1899
Fördermenge: ca. 5 % des Trinkwassers für unser Netzgebiet
Spitzenleistung: 12.000 m³ pro Tag über 2 drehzahlgesteuerte Kreiselpumpen
Wassergewinnungsgebietsfläche: 27 km²
Wassergewinnung:

  • 9 Vertikalfilterbrunnen mit einer Leistung von insgesamt 100 m³/h
  • 7 Horizontalfilterbrunnen mit 4 bis 5 Filtersträngen in 8 m Tiefe und Förderleistungen von 85 bis 170 m³/h

Wasseraufbereitung:

  • 2 geschlossene Filterkessel mit 40 m² Fläche und 4 m mächtigen Kiesschichten
  • kombinierte Luft-Wasser-Rückspülanlage
  • UV-Desinfektionsanlage

Einspeisung von Talsperrenwasser aus dem Harz:

  • bis zu 12.000 m³ pro Tag
  • Mischung mit dem Trinkwasser aus Grasdorf

Nun wissen wir, wie ein Wasserwerk funktioniert und gehen weiter zur Pappelallee, der nächsten Station.

Station 3: Die Pappelallee