Hannover, 18. September 2015

Fortschritt bei Planungen für enercity-Windpark bei Anderten

Lageplan geplanter Windpark Anderten

Bildbeschreibung: Bildbeschreibung: Lageplan der Windenergieanlagen bei Anderten

Aktuell wird eine Drucksache im Stadtbezirksrat Misburg-Anderten sowie in den zuständigen Ausschüssen und dem Stadtrat erörtert. Eine Zustimmung zur Drucksache ist erforderlich, da nach Auffassung der Stadtverwaltung mit dem Bau der Windenergieanlagen von dem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2004 abgewichen wird. Dieser sah vor, dass am Kronsberg auf Flächen der Landeshauptstadt keine Windenergieanlagen errichtet werden dürfen. Die Entscheidung wird voraussichtlich bis Ende Juli getroffen.

Zwei Windenergieanlagen versorgen ca. 6.000 Haushalte

Geplant sind zwei moderne Windenergieanlagen (WEA) mit einer installierten Gesamtleistung von rund 6,6 MW. Die Projektentwickler erwarten damit Energieerträge von circa 15 Mio. Kilowattstunden (kWh) pro Jahr - eine Menge, die dem Verbrauch von rund. 6.000 Haushalten in Hannover entspricht. Um diese Winderträge zu erzielen, sollen die Anlagen eine Gesamthöhe von bis zu 200 Metern erreichen. Der Standort ist nach Einschätzungen von enercity der einzige Standort für Windenergieanlagen, der im Stadtgebiet zeitnah realisiert werden könnte und daher von besonderer Bedeutung. Er bietet die Chance, der Region zu signalisieren, dass Windenergie nicht nur im Umland erzeugt werden kann. Ein Windpark an dieser Stelle wird es vermutlich schwierig machen, die geplante Südlink-Trasse, westlich der A7 zu realisieren.

Schallgrenzen werden eingehalten

Das enercity-Windteam hat das Konzept für den Windpark im Mai in der Bezirksratssitzung in Misburg / Anderten präsentiert. Ebenso wurden dort Themen wie Schallemissionen und Naturschutz vorgestellt. Die Anlagen werden so betrieben, dass die Schallgrenzwerte zu den umliegenden Siedlungen eingehalten werden können.

Kritischer sehen die Naturschutzverbände, dass Fledermäuse gefährdet sein könnten. enercity hat das mit einem Gutachten untersuchen lassen. Das Ergebnis: Die Anlagen sollten in kritischen Zeiten abgeschaltet werden. Mit dieser Maßnahme kommt enercity der Kritik entgegen und vermeidet ein „erhöhtes Tötungsrisiko", wie es rechtlich korrekt heißt.

Baubeginn noch möglichst 2015

enercity verfolgt das Ziel, noch in diesem Jahr mit dem Bau der Anlagen zu beginnen. Sobald die Genehmigungsbehörde die Vollständigkeit des Genehmigungsantrags bestätigt hat und der weitere Zeitablauf absehbar ist, plant enercity eine Infoveranstaltung vor Ort für die Anwohner. Nähere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.