Rotmilan baut Nest im Windpark Esperke

Rund 200 Meter vom Standort einer geplanten Windkraftanlage im Windpark Esperke entfernt, hat der von enercity beauftragte Gutachter einen Rotmilan beim Nestbau beobachtet. Die Baumaßnahmen ruhen zunächst.

Im Auftrag von enercity (Stadtwerke Hannover AG) und den Wirtschaftsbetrieben Neustadt (WBN), den zukünftigen Betreibern des geplanten Windparks Esperke, untersucht derzeit ein Fachmann für Vogelschutz (Ornithologe) insbesondere die geschützten Arten. Ziel ist es, den Artenschutz und die Einhaltung der Genehmigungsauflagen sicherzustellen.

„Im Sinne des Naturschutzes freuen wir uns, dass der Rotmilan offenbar doch sehr häufig in der Region Hannover anzutreffen ist. Hier könnte er leider unsere Arbeit für den Klimaschutz behindern,“ so Bianca Bartels, Pressesprecherin von enercity. Eigentlich hätten die vorbereitenden Bauarbeiten im Süden möglichst bald abgeschlossen werden sollen, um eine Gefährdung der bedrohten Feldlerche zu verhindern, deren Brutzeit bald beginnt.

Der Ornithologe hat in der vergangenen Woche rund um die Fläche des Windparks Esperke den Nestbau eines Rotmilans entdeckt. enercity und die WBN haben daher in Abstimmung mit der Genehmigungs- und Naturschutzbehörde der Region Hannover die Baumaßnahmen eingestellt, um Zeit für die Entscheidung zu gewinnen, ob durch die Bautätigkeiten der Rotmilan beim Brüten gestört wird. Es ist jetzt zu entscheiden, ob und unter welchen Auflagen der Bau fortgesetzt werden kann. Da nach den bisherigen Beobachtungen des Ornithologen der beiden Unternehmen sich der Rotmilan nicht aktiv um den Horst kümmert, kann angenommen werden, dass dieser Horst ebenso wenig für die Brut genutzt wird, wie der im letzten Jahr gefundene Horst in der Nähe von Esperke.

Der geplante Windpark Esperke umfasst insgesamt 5 Anlagen mit je 3 MW Leistung. enercity hat vor, drei Anlagen, die Wirtschaftsbetriebe Neustadt die beiden anderen Anlagen zu betreiben. Den Bürgern sollen Modelle zur finanziellen Beteiligung angeboten werden. Der Park wird jährlich über 40 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und damit bilanziell 18.500 Haushalte mit Strom versorgen können.