Wie werden Flächen für Windanlagen gefunden?

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung von Windprojekten ist ein intensiver Wettbewerb bei stark begrenzten Flächen. Denn neben Verfahren zur Raumordnung und kommunalen Entscheidungen werden natürlich auch Gewerbe- oder Wohngebiete und Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes beachtet.

Flächensuche für Windanlagen

Bildbeschreibung: Ablauf einer Weißflächenkartierung

Wer eine Windanlage aufstellen will, muss zahlreiche Kriterien beachten, um Windparks so verträglich wie möglich für Mensch und Natur zu gestalten. Dabei wird zwischen harten und weichen Kriterien unterschieden. Harte Kriterien ergeben sich aus verbindlichen Gesetzen oder Verordnungen. Weiche Kriterien liegen im Ermessen der Planungsbehörde.

So funktioniert eine Weißflächenkartierung

Mit einer Weißflächenkartierung wird großflächig und systematisch nach Standorten gesucht:

  1. Nachdem eine potenzielle Ausgangsfläche gefunden wurde, beginnt die Untersuchung nach Ausschlusskriterien.
  2. Zuerst werden Siedlungen und Häuser von der vorhandenen Fläche abgezogen.
  3. Dann werden Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie Wälder berücksichtigt.
  4. Einfluss nehmen auch Stromtrassen und einzuhaltende Abstände.
  5. Nach Prüfung aller Kriterien verbleibt die Weißfläche, auf der theoretisch Windanlagen gebaut werden könnten. Für den Bau einer Anlage müssen jedoch noch weitere Faktoren, wie die vorkommenden Vogelarten, beachtet werden.

Auf diese Kriterien ist besonders zu achten:

Auf diese Kriterien ist besonders zu achten:
  • Siedlungsgebiete
  • Wälder
  • Industriegebiete
  • Brutvögel
  • Naturschutz
  • Spezifische Vogelarten
  • Richtfunkstrecken
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Einzelhäuser
  • Flora-Faune-Habitat-Gebiete
  • Hochspannungsleitungen
  • Rohstoffgewinnung
  • Verkehrswege
  • Fließgewässer
  • Luftverkehr