Beeinträchtigt der Infraschall von Windkraftanlagen die Gesundheit?

Windanlagen erzeugen neben hörbarem Schall auch Infraschall. Viele befürchten, dass dieser Infraschall Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen hat.  Aber was ist Infraschall eigentlich und beeinflusst er wirklich unsere Gesundheit?

Infraschall ist der Luftschall, der unterhalb einer Frequenz von 20 Hertz liegt. Bei diesem Schallpegel kann die Hälfte der Bevölkerung den Ton nicht mehr hören und 90% der Bevölkerung den Ton nicht mehr wahrnehmen. Das menschliche Ohr ist für Infraschall also nahezu unempfindlich.

Infraschall kann durch mehrere natürliche und künstliche Quellen ausgelöst werden.

Natürliche QuellenKünstliche Quellen
  • Meeresbrandung
  • Verkehrsmittel (LKW, Schiff, Flugzeug, Hubschrauber)
  • hoher Seegang
  • Windräder
  • Vulkaneruption
  • Pumpen
  • Erdbeben
  • Sprengungen
  • Schnee- und Geröll-Lawinen
 
  • Donner und Gewitter
 
  • stark böiger Wind, Stürme und Unwetter
 

Auswirkungen von Infraschall auf die Gesundheit sind nur in Fällen nachgewiesen, in denen die Hör- und Wahrnehmungsschwelle überschritten wurde. Nachweisliche Wirkungen von Infraschall unterhalb dieser Schwelle liegen nicht vor.

Die Infraschallpegel von Windanlagen liegen deutlich unterhalb der Grenze der Hör- und Wahrnehmung. Nach heutigem Stand der Wissenschaft ruft der Infraschall von Windanlagen daher keine schädlichen Wirkungen beim Menschen hervor. Verglichen mit Verkehrsmitteln wie Autos oder Flugzeugen ist der Infraschall von Windrädern gering. Betrachtet man den gesamten Frequenzbereich, so heben sich die Geräusche einer Windanlage schon in wenigen hundert Metern Entfernung meist kaum mehr von den natürlichen Geräuschen durch Wind und Vegetation ab.