„Insbesondere Plasmafernseher haben einen extrem hohen Stromverbrauch – eine Tatsache, auf die viele Verbraucher beim Kauf nicht achten“, erklärt enercity-Kundenberater Heinz Knobloch und fügt hinzu: „Sie verbrauchen bis zu drei Mal so viel Strom wie herkömmliche Röhrenfernseher.“
Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher Plasmafernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 106 Zentimetern hat eine Leistungsaufnahme von rund 300 Watt. Ein herkömmlicher 100-Hertz-Röhrenfernseher mit 76 Zentimetern Bildschirmgröße hat lediglich 100 Watt Leistungsaufnahme. „Bei einer jährlichen Nutzung von 1500 Stunden (circa vier Stunden pro Tag) kommen 54 Euro Mehrkosten zustande“, rechnet Knobloch vor.
Wer sich dennoch für einen Plasmafernseher entscheidet, sollte die angebotenen Geräte vergleichen. Denn der Stromverbrauch unterscheidet sich von Modell zu Modell. Einige Handelsketten zeichnen die Watt-Leistung mittlerweile an den Geräten und in Werbeprospekten aus. Folgende Richtwerte helfen bei der Orientierung: Ein Gerät mit einem 106-Zentimeter-Bildschirm sollte nicht mehr als 280 Watt benötigen. Billiggeräte verbrauchen bis zu 400 Watt.
Eine Alternative zu Plasma- und Röhrenfernsehern sind LCD-Geräte. Sie verbrauchen zwar auch mehr Strom als ein klassischer Röhrenfernseher, aber weitaus weniger als Plasmafernseher. Die Leistung liegt hier zwischen 150 und 200 Watt. Allerdings haben LCD-Monitore gegenüber Plasmabildschirmen unterschiedliche Stärken und Schwächen in der Bildqualität.
Wer das Kinogefühl perfekt machen will, kann dies auch mit einem Projektor und einer Leinwand tun. Ob Video oder Computerspiel, die modernen Projektoren erzeugen gestochen scharfe Bilder. Aber auch diese Art des Heimkinos hat ihren Preis – und das nicht nur bei der Anschaffung. Zu dem Stromverbrauch des Projektors – der mit dem der Flachbildschirme vergleichbar ist - kommt noch der der angeschlossene Stereoanlage hinzu – ein Faktor den auch Besitzer von gewöhnlichen Fernsehern bedenken sollten. „In vielen Haushalten wird der Fernseher heutzutage an die HiFi- bzw. Dolby-Surround-Anlage angeschlossen, um die Akustik zu verbessern. Dies steigert zweifelslos das Klangerlebnis aber auch den Stromverbrauch“, betont Knobloch.
Stand-by kostet unnötig Geld
Nicht zu vergessen sei zudem der Stand-by-Betrieb. Flachbildfernseher benötigen in dem Ruhemodus etwa ein Watt, was von den meisten Herstellern auch genau angegeben wird. Nach Berechnungen der Stadtwerke Hannover summiert sich der Verbrauch in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt mit Fernseher, DVD-Player, Videogerät, Satellitenempfänger, HiFi-Anlage, CD-Player, Telefon, Anrufbeantworter, Faxgerät, PC mit Monitor, Drucker und Modem im Standby-Betrieb in einem Jahr auf knapp 900 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 18 Cent sind das immerhin 162 Euro. Rund 40 Prozent des Stand-by-Verbrauchs fallen auf Fernseher und Videorecorder. Weitere 17 Prozent auf Audioanlagen und 10 Prozent auf Telekommunikation und Informationstechnik.
Wer genau wissen will, welches Gerät wieviel Strom verbraucht, kann ganz einfach selber nachmessen und sich ein Messgeräte leihen.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei Heinz Knobloch, enercity-Kundenberater und Haustechnik-Experte:
Telefon: (05 11) 430-6632, E-Mail: heinz.knobloch@enercity.de,
Kundencenter im enercity expo Café, Ständehausstraße 6 in Hannover (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 - 18 Uhr, Freitag von 8 - 15 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr).