Wir gewinnen durch Wind Energie – aber was ist Windenergie eigentlich?

Windkraft ist unbegrenzt verfügbar und zählt zu den regenerativen Energien. Aber was ist Windkraft überhaupt? Wie wird durch Wind Energie gewonnen? Wie haben unsere Vorfahren die Kraft des Windes für sich genutzt? Und welche Vor- und Nachteile bringt die Windenergie mit sich?

Was ist Windenergie? Eine Definition.

Als Windenergie bezeichnen wir die Energie, die aus Windkraftanlagen gewonnen wird. Diese Anlagen erzielen ab einer Windgeschwindigkeit von 4 bis 5 Metern pro Sekunde gute Leistungen.

Bei Windkraftanlagen unterscheiden wir zwischen Onshore- und Offshore-Windparks. Onshore-Windparks errichten wir an der Küste und im Binnenland – beispielsweise in der Region Hannover. Offshore-Windparks erzeugen ihren Strom auf dem Meer, in großem Abstand zur Küste. Über unterirdische Kabel leiten sie den Strom an Verteilstationen weiter. Von dort aus gelangt er in unsere Haushalte.

Wie wir aus Windenergie Strom erzeugen

Unabhängig vom Standort funktionieren Windkraftanlagen immer gleich: Sie nutzen die natürliche Kraft des Windes, um daraus elektrische Energie zu erzeugen.

Das funktioniert folgendermaßen: Zunächst versetzt die Bewegungsenergie des Windes bzw. der Luftströmungen die Rotorblätter der Windkraftanlage in Bewegung und treibt über eine Drehachse den Stromgenerator an. So wandeln wir die Bewegungsenergie (kinetische Energie) in elektrische Energie – also Strom – um.

Hier erfahren Sie mehr über die Funktionsweise einer Windenergieanlage.

Vor- und Nachteile der Windenergie

Die Vorteile der Windenergie liegen auf der Hand: Sie ist unbegrenzt vorhanden, frei verfügbar und umweltschonend. Außerdem leisten wir unseren Beitrag gegen den Klimawandel indem wir die Windkraft als erneuerbare Energie fördern.

Die Windenergie bringt also viele Vorteilemit sich. Wir möchten aber auch auf eventuelle negative Effekte eingehen. Beispielsweise gehen wir der Frage nach, ob Windräder Nachteile für Anwohner mit sich bringen. Verschaffen Sie sich einen kompakten Überblick der Vor- und Nachteile der Windenergie:

Vorteile der Windenergie

  • Wind steht uns unbegrenzt zur Verfügung. Die Stromerzeugung durch Windenergie ist sehr schadstoffarm.
  • Die Windenergiebranche wächst stetig und schafft bzw. sichert viele Arbeitsplätze.
  • Windstrom senkt nachhaltig die Emission von Kohlendioxid (CO2).
  • Windanlagen haben eine positive Energiebilanz: Windräder erzeugen wesentlich mehr Energie, als Herstellung, Logistik, Aufbau und Wartung der Windräder insgesamt benötigen.
  • Strom aus Windkraft ist günstiger als Strom aus konventioneller Erzeugung: Die Aufwendungen für den Abbau und die Entsorgung sind bei konventionellen Erzeugungsanlagen, wie Atomkraftwerken, weitaus höher als bei Windenergieanlagen.
  • Windenergienutzung birgt keine elementaren Gefahren für Mensch und Natur, wie zum Beispiel Atomenergie oder Erdöl.
  • Windenergieleistet einen Beitrag, die UN-Klimaschutzziele zu erreichen.
  • Durch Windenergie können wir ökologische und ökonomische Ziele in Einklang bringen.
  • Strom, den wir durch Windenergie erzeugen, können wir durch Power-to-Gas-Technologien speichern und bei Bedarf abrufen.
  • Mit Windenergie gestalten Sie die Energiewende aktiv mit.

Nachteile der Windenergie

  • Windräder erzeugen nur dann Strom, wenn ausreichend Wind weht. Bei Windflauten müssen wir kurzfristig auf andere Energieträger ausweichen.
  • Die Bereithaltung ist aufwendig, da wir nicht immer auf zwischengespeicherten Strom zurückgreifen können.
  • An warmen und windigen Tagen kann die Windstromproduktion zu Netzüberlastungen durch Überkapazitäten führen.
  • Windräder beeinträchtigen das Landschaftsbild.
  • Windräder erzeugen Geräusche. Aber wie laut sind Windanlagen wirklich?
  • Windräder erzeugen neben hörbarem Schall auch Infraschall. Beeinträchtigt Infraschall die Gesundheit?
  • Windräder beeinflussen die Tierwelt. Aber gefährden Sie diese wirklich?
  • Windanlagen werfen Schatten. Beeinträchtigt das einen?