Start des Elektroauto-Ladeversuchs bei enercity

Mit der Installation von 40 Ladeboxen startete Ende Mai der 15-monatige Elektroauto-Ladeversuch bei enercity. Das Ziel: Elektroautos systemstabilisierend ins Stromnetz einbinden.

Ladestation CCB für  Elektroautos vorgestellt

Bildbeschreibung: Mit der Installation von 40 Ladeboxen startete Ende Mai der 15-monatige Elektroauto-Ladeversuch bei enercity. Das Ziel: Elektroautos systemstabilisierend ins Stromnetz einbinden.

Gelingt es, Elektroautos systemstabilisierend ins Stromnetz einbinden? Was tatsächlich realisierbar ist, hängt vor allem vom Ladeverhalten ab.

Ergebnisse hierzu soll das Forschungsprojekt „Demand Response – das Auto als aktiver Speicher und virtuelles Kraftwerk" liefern. Insgesamt 40 „Testfahrer" beteiligen sich an dem Praxistest. Nachdem die eigens entwickelte CarConnetBox (CCB) als Ladestation an den 40 Stellplätzen installiert worden ist, startete der Elektroauto-Ladeversuch bei enercity Ende Mai 2014. Neben 30 unterschiedlichen Elektroautos privater und gewerblicher Herkunft werden auch 10 VW e-up! aus dem enercity-Fuhrpark an dem Feldversuch teilnehmen. Das Projekt ist der enercity-Beitrag zum Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg.

Eigens entwickelt: CarConnectBox

Corinna Kleimann, Geschäftsführerin der enercity Contracting GmbH, und Matthias Röhrig, Leiter der OE 117, stellten die neue und eigens entwickelte CarConnectBox (CCB) am Standort Glocksee vor. Mit der CCB wird jeder Ladevorgang dokumentiert und kann das gesteuerte Laden der Elektrofahrzeug-Testgruppe organisiert werden.

Stellvertretend für die Testgruppe führt Prof. Dr. Lars Baumann aus Hannover-Bothfeld mit seinem BMWi3 das Laden an der CCB und dessen Funktionalität vor. Das Forschungsvorhaben untersucht die Randbedingungen und Möglichkeiten einer Integration von Elektrofahrzeugen in die bestehenden energiewirtschaftlichen Systeme.

Auch eine Frage der Akzeptanz

Das Projekt basiert nicht allein auf der eigens entwickelten CCB-Technik, sondern auch die Akzeptanzforschung steht im Fokus. Die Testgruppe wird deshalb auch zu ihrem Fahrverhalten befragt. Die Projekterkenntnisse werden genutzt, um die Einbindung von erneuerbaren Energien in das Stromnetz weiter voran zu treiben. Die Teilnahme am Feldversuch leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende.