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    Verkehrswende

    THG-Quote: Neue Prämie für E-Autofahrer

    Bis 2030 will Deutschland seine CO₂-Emissionen um 65 Prozent reduzieren. Der Umstieg auf Elektromobilität spielt dabei eine wichtige Rolle. Nun hat das Umweltbundesamt ein neues Förderungsinstrument entwickelt, das E-Auto-Fahrer für ihren Beitrag zum Klimaschutz belohnt: über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können sie sich mit wenigen Schritten eine zusätzliche Prämie sichern.

    Bislang bilden Benzin und Diesel die Energiebasis im Verkehr. Der Verkehrssektor hat dadurch einen Anteil von 18 Prozent an den aktiv klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Um diesen zu reduzieren und somit die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, eröffnet das Umweltbundesamt E-Auto-Besitzern eine neue Option, sich ihren Beitrag zum Klimaschutz vergüten zu lassen: über das Steuerungsinstrument der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote.

    Was genau ist die THG-Quote?

    Die schon 2015 eingeführte THG-Quote soll die Verkehrswende voranbringen und den Einsatz fossiler Kraftstoffe im Verkehrssektor senken. Sie verpflichtet Unternehmen der Mineralölindustrie, den CO₂-Ausstoß der von ihnen verkauften Kraftstoffe zu kompensieren. Dies können die so genannten „Quotenverpflichteten“ zum Beispiel tun, indem sie neben konventionellen Kraftstoffen, wie Benzin und Diesel, auch eine bestimmte Menge an Biokraftstoffen in den Verkehr bringen. Das allein reicht allerdings nicht aus, um bis 2030 eine Kompensation von 30 Prozent der CO₂-Emissionen zu erreichen, wie es die THG-Quote vorsieht. Daher können die Unternehmen die Erfüllung ihrer Quotenverpflichtung zusätzlich auch ganz oder teilweise auf Partner übertragen (Quotenhandel).

    Nach dem Willen des Gesetzgebers subventionieren also die Inverkehrbringer der konventionellen, fossilen Kraftstoffe die neuen, klimafreundlichen Treibstoffe mit. Einer dieser neuen Treibstoffe ist Strom, der zum Antrieb von Elektrofahrzeugen genutzt wird. Die Option zum Quotenhandel bildet damit die Grundlage der neuen Prämie für E-Auto-Besitzer. Kurz gesagt: Die CO₂-Emissionen, die E-Autofahrer einsparen, indem sie keine fossilen Kraftstoffe mehr nutzen, werden über das Umweltbundesamt zertifiziert und an die quotenpflichtigen Unternehmen verkauft. Dies gilt allerdings nur für reine Elektroautos, nicht für Hybridfahrzeuge.

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    Der THG-Quotenhandel für E-Autobesitzer

    Um die eingesparten Emissionen zu verkaufen und sich die Prämie zu sichern, müssen E-Auto-Besitzer Name und Anschrift, Kontodaten sowie ein Foto des Fahrzeugscheins beim Umweltbundesamt einreichen. Sobald die Einreichung durch das Umweltbundesamt bestätigt wurde, kann das Zertifikat an die quotenpflichtigen Unternehmen verkauft werden.

    In der Praxis übernehmen Stromanbieter und spezielle Vermittlungsplattformen den THG-Quotenhandel für E-Auto-Besitzer. Denn sie können nicht nur die Einreichung der erforderlichen Unterlagen, sondern auch das Volumen vieler einzelner THG-Quoten beim Verkauf bündeln und so attraktive Preise für E-Auto-Besitzer erzielen. Sie übernehmen alle rund um den THG-Quotenhandel anfallenden Arbeiten und zahlen die Prämie an die Fahrzeugeigentümer aus.

    Als E-Autobesitzer die THG-Prämie sichern: Diese drei Schritte sind nötig

    Auch enercity bietet E-Auto-Besitzern ab sofort an, ihr Elektroauto zu registrieren und sich die Prämie aus dem Verkauf der THG-Quote zu sichern. Zusätzlich pflanzt das Unternehmen einen Baum für jedes neu registrierte Auto. Zur Registrierung sind drei Schritte nötig:

    1. Fahrzeugschein und Smartphone bereit halten
    2. enercity-Infoseite zur THG-Qote aufrufen, QR-Code scannen oder Button klicken, den Anweisungen folgen
    3. Registrierung des E-Autos beim Umweltbundesamt, Prämie erhalten

    Gut zu wissen: Die THG-Quote kann jedes Jahr neu registriert werden. Die Prämie für 2022 liegt bei 250 Euro.

    Weiter zur Prämie
    THG-Quote-Suedharz
    Mit dem Partner „i plant a tree" pflanzt enercity pro registriertem E-Auto in Deutschland einen Baum zum Beispiel im Südharz.
    16. Dezember 2021
    Elektromobilität
    Klimaschutz

    Text: Mira Langner. Fotos: Getty Images (2).

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