
28. September 2026enercity Presseenercity Presse
enercity investiert weiter in Flexibilitäten und stärkt diversifiziertes Asset-Portfolio
- Erweiterter Batteriespeicher in Lehrte-Ahlten mit 115 Megawatt Leistung
- Neuer Speicher in Hannover-Misburg erweitert regionales Flexibilitätsportfolio
- enercity-CEO Aurélie Alemany: „Wir verbinden Versorgungssicherheit und Systemstabilität mit wirtschaftlicher Resilienz“
- Breiter Mix aus erneuerbarer Energie und Speichern stärkt ein flexibles und resilientes Energiesystem

enercity treibt den Ausbau batterieelektrischer Speichersysteme weiter voran und erweitert das unternehmenseigene Asset-Portfolio um zwei weitere Flexibilitätslösungen. Es entstehen steuerbare Anlagen, die dabei unterstützen, kurzfristig auf Veränderungen an den Energiemärkten und im Stromsystem zu reagieren und somit das Energiesystem zu stabilisieren. In Hannovers Stadtteil Misburg entsteht ein Stand-Alone-Speicher. Am neu entwickelten Energiepark Lehrte-Ahlten wird das bestehende batterieelektrische Speichersystem von bisher 40 Megawatt Leistung und einer Kapazität von 80 Megawattstunden um eine Leistung von 115 Megawatt und eine Speicherkapazität von 230 Megawattstunden verstärkt.
„Die Energiewende braucht mehr als zusätzliche Erzeugungsleistung. Sie braucht Flexibilität, damit erneuerbarer Strom genau dann genutzt werden kann, wenn das Energiesystem ihn benötigt. Mit zwei neuen Großbatteriespeichern in der Region Hannover investieren wir gezielt in ein modernes Energiesystem, das von dezentralen Anlagen getragen wird. Gleichzeitig stärken wir unser diversifiziertes Asset-Portfolio, das erneuerbare Energien und Speicher intelligent zusammendenkt. So verbinden wir Versorgungssicherheit und Systemstabilität mit wirtschaftlicher Resilienz“, sagt Aurélie Alemany, CEO des enercity-Konzerns.
Das Speichersystem in Lehrte-Ahlten soll sowohl am Regelenergiemarkt als auch am Spotmarkt eingesetzt werden. Am Regelenergiemarkt helfen Batteriespeicher dabei, die Netzfrequenz stabil zu halten. Sie können innerhalb von Millisekunden Strom aufnehmen oder abgeben und so kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.
Über den Spotmarkt, also den kurzfristigen Stromhandel an den Day-Ahead-, Intraday- und Intraday-Continuous-Märkten, kann der Batteriespeicher Strom aufnehmen, wenn das Angebot hoch und die Preise niedrig sind, und ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Da Batteriespeicher mehrfach täglich geladen und entladen werden können, zählen sie zu den flexibelsten Anlagen im Energiesystem. Die gemeinsame Nutzung des Standorts ermöglicht zudem, bestehende Netzanschlüsse und Infrastruktur effizient auszulasten.
Ein weiterer Großbatteriespeicher entsteht in Hannover-Misburg. Anders als beim Energiepark Lehrte-Ahlten, handelt es sich dabei um einen Stand-Alone-Speicher, der nicht unmittelbar mit einer erneuerbaren Erzeugungsanlage an einem Netzeinspeisepunkt gekoppelt ist. Der ‚Zwei-Stunden-Speicher‘ verfügt über eine nutzbare Kapazität von 40 Megawattstunden und eine Leistung von 20 Megawatt. Der Speicher nimmt Energie in Zeiten hoher Verfügbarkeit auf und speist diese in Zeiten hoher Nachfrage wieder ins Netz ein. Darüber hinaus stellt auch dieser Speicher Regelleistung bereit, womit zur Netzstabilität beigetragen wird.
Auf etwa 2.000 Quadratmetern kommen elf Batteriecontainer zum Einsatz, die insgesamt 45.760 Lithium-Eisenphosphat-Zellen enthalten. Die Inbetriebnahme ist für Ende dieses Jahres geplant. Ab 2027 sollen jährlich rund 21.900 Megawattstunden Strom durch den Speicher fließen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 5.500 Vier-Personen-Haushalten.
Speicher gleichen Erzeugung und Verbrauch aus
Mit dem Ausbau von erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen wird Strom zunehmend wetterabhängig und dezentral erzeugt. Allerdings fallen Erzeugung und Verbrauch nicht immer zeitlich zusammen. Batteriespeicher können kurzfristig Energie aufnehmen, wenn große Mengen Strom verfügbar sind, und sie wieder abgeben, wenn die Nachfrage steigt. Dadurch tragen sie dazu bei, Angebot und Nachfrage besser auszubalancieren, das Energiesystem flexibler zu gestalten und gleichzeitig gegen Netzfrequenzschwankungen zu stabilisieren.
Diversifizierung stärkt das Gesamtportfolio
Als vollintegriertes Energieunternehmen führt enercity unterschiedliche Technologien und Marktkompetenzen zusammen und stärkt damit die Resilienz des Energiesystems und gleichermaßen die Region Hannover als Standort moderner Energieinfrastruktur. Der Ausbau erneuerbarer Energien bleibt dabei ein zentraler Schwerpunkt. Zugleich ergänzt das Unternehmen sein Portfolio gezielt um Flexibilitäten, die auf die Anforderungen eines zunehmend volatilen, dezentralen und netzorientierten Energiesystems ausgerichtet sind. Windenergie und Photovoltaik ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Erzeugungsprofile. Batteriespeicher schaffen eine weitere Dimension: Sie machen Energie zeitlich verfügbar und können kurzfristig auf Markt- und Systemsignale reagieren. Ein diversifiziertes Portfolio verteilt damit nicht nur technologische und marktseitige Risiken. Es ermöglicht, unterschiedliche Anlagen gemeinsam zu optimieren und ihre jeweiligen Stärken im Gesamtsystem besser zu nutzen.




