Als die Trabbis kamen: Stadtwerke leisteten Pannenhilfe

Kurz nach dem Mauerfall im November 1989 rollten massenhaft Trabbis durch Hannover. Liegengebliebenen Ostautos wurde in der Stadtwerke-KFZ-Werkstatt im Bauweg kostenlos geholfen.

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Bildbeschreibung: Pannenhilfe nach dem Mauerfall: Stadtwerker legen Sonderschichten ein

Die Trabbi-Welle nach dem Mauerfall erfasste am 18./19. November 1989 auch Hannover. Die Stadt hatte sich darauf vorbereitet. Die Stadtwerke Hannover halfen ebenfalls – mit einem spontan organisierten Pannendienst für DDR-Fahrzeuge. Mit der DDR-Wende 1989 etwa kamen zahlreiche Trabbis, die bei ihrer ersten Westfahrt nach Hannover schlapp machten, in die enercity-Werkstatt, um wieder fit für die Heimfahrt gemacht zu werden. In der KFZ-Werkstatt am Bauweg in Linden wurden bis Sonntagabend 17 DDR-Autos wieder flott gemacht, die Kollegen legten dafür freiwillig Sonderschichten ein. Es blieben nicht nur die Erinnerungsfotos - auch ein russischer "Wolga", den sein Besitzer wohl nicht mehr haben wollte, wurde bei den enercity-Mechanikern im Bauweg zurückgelassen.