Windpark Fischbeck ans Netz gegangen

Der Windpark Fischbeck ist mit fünf Anlagen der 2,3 MW-Klasse ans Netz gebracht worden. Sie erzeugen jährlich zirka 31 Mio. Kilowattstunden regenerativen Strom, mit dem rund 12.000 private Haushalte versorgt werden können.

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Bildbeschreibung: Strom aus Wind: der neue Windpark Fischbeck

Die enercity Erneuerbare GmbH, eine 100%ige Tochter von enercity, hat zum Ende des vergangenen Jahres den Windpark Fischbeck mit fünf Anlagen der 2,3 MW-Klasse ans Netz gebracht. Die modernen Windmühlen wurden speziell für das Binnenland entwickelt und erzielen bereits bei geringer Windstärke gute Erträge. Bis zur Rotorspitze messen sie fast 150 Meter – 25 Meter mehr als die Schornsteine des Kraftwerks Linden in Hannover. Im Oktober wurden die Einzelteile der Anlagen aus Dänemark angeliefert. Allein eine Gondel wiegt 75 Tonnen und jedes Rotorblatt ist zwölf Tonnen schwer.

Die Anlagen des Typs Siemens SWT 2,3-113  haben eine Leistung von je 2,3 MW. Zusammen erreichen sie eine Gesamtleistung von 11,5 MW. Die Nabenhöhe der Windenergie-Anlagen beträgt 93 Meter, der Durchmesser der Rotoren kommt auf 113 Meter. Bis zu einer Windgeschwindigkeit von 25 Metern pro Sekunde produzieren die Anlagen Strom, wird es stürmischer, werden die Anlagen sicherheitsbedingt abgestellt. Die fünf Anlagen wurden auf einer ca. 78 ha großen Fläche süd-östlich von Fischbeck bei Stendal in Sachsen-Anhalt errichtet. Zum Vergleich: Die Fläche entspricht einer Größe von rund 100 Fußballfeldern. Um den Windpark anzubinden, wurden zum Umspannwerk im benachbarten Tangermünde eine 10 Kilometer lange 15kV-Leitung sowie eine Glasfasertrasse verlegt, die auch die Elbe unterqueren mussten.

Neues Betriebsführungsprogramm

Für den einwandfreien Betrieb des Windparks setzt die enercity Erneuerbare GmbH auf den Online-Datenaustausch mit dem örtlichen Netzbetreiber Avacon, mit dem Hersteller Siemens, dem Direktvermarkter und dem Kraftwerk Herrenhausen von enercity in Hannover. Ermöglicht wird dies durch ein Betriebsführungsprogramm, das eigens dafür beschafft wurde, um Fischbeck, aber auch alle zukünftigen Wind-Projekte überwachen zu können.

Die Windenergieanlagen können durch den Netzbetreiber und den Direktvermarkter stufenlos abgeregelt werden, um so flexibel auf die Anforderungen des Strombedarfs zu reagieren.

Bei der Planung und Umsetzung des Projektes waren viele regionale Unternehmen beteiligt. Dies erstreckt sich vom Wegebau über den Anschluss an das Stromnetz  bis hin zur zukünftigen Instandhaltung der Parkflächen. Im Vorfeld war eine Verbreiterung der Wege und Kurvenradien erforderlich, um den Transport der Anlagenkomponenten mit bis zu 60 Meter langen LKWs zu ermöglichen. Dies ist für den laufenden Betrieb nicht mehr erforderlich. Derzeit wird die Baustelle zurückgebaut und die Zuwegung zu den Anlagen so instand gesetzt, dass eventuelle Reparaturarbeiten und die regelmäßigen Wartungen und Begehungen problemlos möglich sind.

Gleichzeitig werden die Anlagen von enercity abgenommen, um sicher zu stellen, dass sie ordnungsgemäß errichtet wurden.

Betriebsphase hat begonnen

Die Errichtungsphase ist damit abgeschlossen und der Windpark geht in die Betriebsphase über. Jährlich soll der Windpark Fischbeck zirka 31 Mio. Kilowattstunden regenerativen Strom (kWh) erzeugen. Eine Menge, die dem Verbrauch von rund 12.000 privaten Haushalten entspricht.

In den nächsten Jahren sollen weitere Windparks im Erzeugungsportfolio von enercity folgen. Hier wird neben dem Erwerb bestehender Parks hauptsächlich auf die eigene Projektentwicklung gesetzt. Ziel ist es bis zum Jahr 2020 eine Menge von einer Mrd. Kilowattstunden durch regenerativen Strom zu erzeugen. Dies entspricht dem Verbrauch aller privaten Haushalte im Netzgebiet von enercity. Rund die Hälfte davon soll mittels Windenergie bereitgestellt werden.