Bürgerbegehren in Hannover

    Ein Ziel, zwei Positionen

    Eine Bürgerinitiative sammelt in Hannover Unterschriften für einen Ausstieg aus der Kohle bis 2026. enercity hat gute Gründe für einen nachhaltigeren Ausstieg bis 2030. Hier lesen Sie die wichtigsten Argumente.

    Das spricht für 2026

    Würde das Kohlekraftwerk Stöcken im Jahr 2026 komplett abgeschaltet, ließen sich bis 2030 rund 1,5 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.

    Die technischen Möglichkeiten zum Bau von Ersatzanlagen für das Kohlekraftwerk Stöcken gibt es bereits.

    Wir brauchen schnelle, konkrete Maßnahmen, damit Deutschland bis 2035 klimaneutral wird. Hannover muss seinen Beitrag dazu leisten.

    Die Klimakrise ist eine der größten Sorgen der Menschheit, daher muss die gesellschaftliche Entschlossenheit gestärkt werden.

    4,5 bis 9
    Jahre
    dauert es, bis eine neue Anlage in Betrieb gehen kann – dabei spielt es auch eine Rolle, ob etwa noch ein Grundstück gesucht werden muss, eine Genehmigung etwas mehr Zeit benötigt oder es zu Widerständen oder Klagen aus der Bevölkerung kommt.
    enercity_Kohlebeileger-Argumente-ProundContra_01
    Aus guten Gründen 2030: enercity plant, das Kohlekraftwerk in Stöcken komplett durch erneuerbare Energien abzulösen.

    Das spricht für 2030

    Der Bau von bis zu 14 Ersatzanlagen ist bis 2030 realisierbar, vielleicht sogar schon bis 2026 – wenn alle nötigen Genehmigungen schnellstmöglich erteilt werden. Sollten die Genehmigungsverfahren für die notwendigen Ersatzanlagen nicht bis 2026 zu realisieren sein, bleibt der zweite Kraftwerksblock am Netz, während weiterhin versucht wird, die Stilllegung so schnell wie möglich umzusetzen. Damit stellt enercity die Versorgungssicherheit für seine Kundinnen und Kunden sicher. Die Genehmigung und der Bau einer Anlage dauern jeweils 4,5 bis 9 Jahre.

    enercity will möglichst viele Fördermittel nach Hannover holen, damit die Fernwärme wirtschaftlich bleibt. Dafür ist es notwendig, abzuwarten, welche Fördermöglichkeiten nach den Bundestagswahlen implementiert werden. Der Kohleausstieg darf nicht auf dem Rücken der Kundinnen und Kunden erfolgen.

    Um in einen Dialog mit der Bevölkerung treten zu können, ist es wichtig, mehr Zeit zu haben. Es kann auch Widerstand gegen den Bau einzelner Ersatzanlagen entstehen. Die Wärmewende wird nicht nur für die Menschen gemacht, sondern auch mit ihnen.

    1. Februar 2021

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