Vier Hände, die einen Baum umarmen, stehen für den Umstieg auf nachhaltige Energiegewinnung.
    Energiewende

    Kohleausstieg in Hannover kann bis 2026 gelingen

    Schon seit 2017 arbeitet enercity aktiv am Kohleausstieg und damit für mehr Klimaschutz. Zentrales Element der Strategie ist die Abschaltung des mit Steinkohle betriebenen Kraftwerks in Hannovers Stadtteil Stöcken. Im September unterzeichneten Oberbürgermeister Belit Onay und enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva eine Vereinbarung, die einen sehr ambitionierten Zeitplan für den Kohleausstieg in Hannover vorsieht: das Ergebnis eines intensiven und konstruktiven Dialogs in den vergangenen Monaten.
    Belit Onay, Dr. Susanna Zapreva, Johanna Gefäller und Stephan Barlag präsentieren die Vereinbarung zum Kohlekompromiss in Hannover.
    V.l.n.r.: Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, enercity-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva, Johanna Gefäller und Stephan Barlag (beide "hannover erneuerbar") präsentieren die Vereinbarung zum Kohlekompromiss in Hannover.

    Als Betreiber des Kraftwerks Stöcken wird sich enercity tatkräftig dafür einsetzen, dieses so früh wie möglich stillzulegen. Hierzu müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. So müssen genügend Grundstücke für die geplanten Ersatzanlagen gefunden werden, die die Versorgung Hannovers mit erneuerbarer Energie gewährleisten. Zudem muss der Bau dieser Anlagen zeitnah genehmigt werden. Dann sieht die Vereinbarung zum schnelleren Kohleausstieg vor, dass der erste Block des Kraftwerks bereits 2024, also ein Jahr früher als ursprünglich geplant, stillgelegt werden könnte. Der zweite Block könnte demnach schon 2026, sogar vier Jahre früher als ursprünglich von enercity geplant, vom Netz gehen.

    Die Vereinbarung zwischen Stadt und enercity ist das Ergebnis eines konstruktiven Dialogs, an dem auch die Bürgerinitiative „Hannover erneuerbar“ beteiligt war, die sich seit Januar 2021 für eine möglichst frühe Abschaltung des Kraftwerks eingesetzt hatte. Bereits im Juli erhielt der „Kohlekompromiss“ durch den Stadtrat grünes Licht, am 09. September kamen die Beteiligten zur Unterzeichnung zusammen.

    So soll der CO₂-Ausstoß zusätzlich reduziert werden

    Neben dem Ziel eines schnellen Kohleausstiegs enthält die Vereinbarung auch weiterführende Maßnahmen zur Minimierung von CO₂-Emissionen. Ein Schlüsselelement dabei ist die Heizungstausch-Initiative von enercity. Dabei sollen alte Ölheizungen durch effizientere und nachhaltigere Heizungsanlagen abgelöst werden. Staatliche Stellen sowie der enercity-Fonds proKlima helfen mit hohen Zuschüssen bei der Finanzierung. Eine Anschlusspflicht an das Fernwärmenetz bei Neubauten oder beim Anlagentausch in Bestandsbauten soll den Kohlenstoffdioxidausstoß ebenfalls drosseln. Insgesamt sollen so knapp 800.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das ist mehr als die Hälfte der Emissionen, die das Kraftwerk Stöcken bei einer Laufzeit bis 2030 produzieren würde.

    Kohleausstieg ohne „fossile Brückenlösung“

    Bereits 2017 hat enercity als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland den Kohleausstieg beschlossen. Ziel war es von Anfang an, ohne Zwischenlösung direkt auf erneuerbare Energien umzustellen. Andere Energieversorger setzen für den schnellen Kohleausstieg auf Gaskraftwerke – doch Erdgas ist ebenfalls ein fossiler Brennstoff und deshalb keine Alternative für enercity.

    Stattdessen wird das Unternehmen bis zu 14 Ersatzanlagen bauen, um die Leistung des Kohlekraftwerks zu ersetzen und die Menschen der Region weiterhin zuverlässig mit Wärme zu versorgen. Allein für den Kohleausstieg wird enercity in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro investieren.

    Damit die Energiewende für die Menschen bezahlbar bleibt, engagieren sich enercity und die Stadt Hannover zudem dafür, möglichst viele Fördergelder nach Hannover zu holen, und investieren weitere 35 Millionen Euro, um die nun vereinbarten CO₂-reduzierenden Maßnahmen zu finanzieren.

    Text: Annika Schmitz; Fotos: Shutterstock, Landeshauptstadt Hannover, Getty Images.

    Ein Heizungstausch lohnt sich!

    In den nächsten Jahren werden – nicht zuletzt durch den schrittweise steigenden CO2-Preis – die Kosten für Heizöl und Erdgas kontinuierlich steigen. Wer auf umweltschonende Heizarten wie Fernwärme oder Wärmepumpen umsteigt, sichert sich langfristig günstigere Energiepreise – und profitiert schon heute von attraktiven Förderungen: So unterstützt neben dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in der Region Hannover auch der enercity-Fonds proKlima beim Heizungstausch. enercity-Kunden können darüber hinaus künftig mit zusätzlichen attraktiven Rabattaktionen rechnen.

    Jetzt informieren und sparen
    6. Oktober 2021

    Verwandte Artikel

    Diese Themen könnten Sie auch interessieren.

    Newsletter abonnieren

    Sie möchten regelmäßig über innovative Technologien und spannende Fakten rund um die Themen Energie und Klimaschutz informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter unseres Energiemagazins #positiveenergie!

    Jetzt anmelden

    Sie haben Fragen, Lob oder Kritik?

    Schreiben Sie uns!
    E-Mail an die Redaktion