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    Batterien testen ohne Messgerät

    Einwegbatterien sind in nahezu jedem Haushalt zu finden und versorgen noch immer viele Fernbedienungen, Uhren und Taschenlampen mit Energie. Ob eine Batterie voll oder leer ist, lässt sich mit einem einfachen Trick ganz ohne Messgerät prüfen. Wir erklären, wie das funktioniert.

    Klassische Einwegbatterien sind nicht nur vergleichsweise teuer, sondern auch besonders ineffizient und schlecht für unsere Umwelt. Laut dem Umweltbundesamt wird allein für die Herstellung einer Alkali-Batterie etwa 40- bis 500-mal mehr Energie benötigt, als diese während ihrer Lebensdauer abgibt. Umso wichtiger ist es, Batterien so lange zu nutzen, bis sie vollständig entladen sind. Ob eine Batterie noch voll oder schon leer ist, lässt sich schnell und unkompliziert mit einem einfachen Falltest prüfen.

    So funktioniert’s:

    Um den Füllstand einer Batterie zu ermitteln, lässt man sie einfach aus einer Höhe von etwa zehn bis 20 Zentimetern senkrecht mit der flachen Seite, dem Minuspol, auf eine Tischplatte fallen. Ob die Batterie voll oder leer ist, zeigt sich an ihrem Verhalten beim Aufprall. Ist die Batterie voll, kippt sie um und bleibt einfach liegen. Ist sie hingegen leer, hüpft sie als Folge einige Zentimeter nach oben. Dabei gilt: Je höher die Batterie springt, desto niedriger ist ihr Füllstand. Springt eine Batterie in etwa so hoch, wie sie lang ist, kann man davon ausgehen, dass sie vollständig entladen ist.

    Grund für die unterschiedlichen Reaktionen ist eine gelartige Zinkmasse, mit der Alkali-Batterien im Inneren gefüllt sind. Diese dämpft den Aufprall einer vollen Batterie ab. Beim Entladen wird die Masse jedoch zunehmend fester, denn Zink reagiert mit Sauerstoff und wird zu Zinkoxid. Die Masse kann dann den Aufprall nicht länger abfedern. Die Folge: Die Batterie springt hoch. Auf Nummer sicher geht, wer den Test zum Vergleich bei zwei Batterien durchführt, der zu testenden und einer vollen Batterie.

    Einwegbatterien richtig entsorgen

    Leere Batterien gehören keinesfalls in den Hausmüll, da sie zahlreiche Stoffe enthalten, die schädlich für unsere Umwelt sind. Werden Batterien fachgerecht entsorgt, lassen sie sich jedoch gut recyceln. In vielen Supermärkten und Drogerien gibt es Sammelboxen, in denen Batterien kostenlos abgegeben werden können.

    Tipp: Halb volle Batterien sollten noch nicht direkt entsorgt werden. Besser ist es, sie in einem Gerät, das durch schwache Batterien betrieben werden kann, beispielsweise in einer Uhr oder in einer Fernbedienung, noch bis zum Ende weiterzuverwenden.

    29. Dezember 2021
    Upcycling

    Text: Marcella Klaas. Fotos: Getty Images.

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