Energiespartipp

    Kühlschrank: Stromverbrauch reduzieren – alle Tipps!

    Spülmaschine, Waschmaschine, Kühlschrank: Auf Elektrogeräte wie diese möchte heutzutage keiner verzichten. Doch gerade der Kühlschrank braucht viel Strom – da er rund um die Uhr arbeitet. Mit diesen Tipps sparen Sie Energie und Geld!

    Regel Nummer eins beim Thema „Kühlschrankstrom sparen“ lautet: bitte den Standort des Kühlschranks clever wählen! Ungünstig sind Orte, an denen er direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist oder neben Wärmequellen wie Herd oder Heizung steht. Denn: Je wärmer der Standort ist, desto höher ist der Stromverbrauch – es macht also Sinn, den Kühlschrank an einem schattigen, kühlen Ort aufzustellen. Beträgt die Umgebungstemperatur beispielsweise 20 statt 21 °C, verringert sich der Energieverbrauch des Gerätes gleich um etwa sechs Prozent.

    Optimal sind sieben Grad

    Auch die Temperatureinstellung im Inneren des Gerätes ist ein wichtiger Faktor. Jeder Grad mehr macht je nach Modell einen zweistelligen Eurobetrag pro Jahr aus. Optimal sind 7 °C im Kühlschrank, im Gefrierfach reichen minus 18 °C. Das kann man am besten mit einem Thermometer überprüfen.

    Voll ist besser als leer

    Mit Blick auf den Stromverbrauch sollte man seinen Kühlschrank außerdem richtig befüllen. Dabei gilt: Am wenigsten Energie verbraucht das Gerät, wenn es voll befüllt ist. Zumindest dann, wenn man sich mehrmals täglich am Kühlschrank bedient – was in den meisten Haushalten der Fall sein dürfte. Denn bei jedem Öffnen findet ein Luftaustausch statt, bei dem kalte Luft aus dem Gerät entweicht und warme Küchenluft hineindringt. Je mehr Luft der Kühlschrank enthält, desto mehr kann auch hinausströmen – und desto mehr hineinströmende Warmluft muss anschließend wieder heruntergekühlt werden.

    Abtauen ist angesagt

    Ganz wichtig ist es auch, das Gefrierfach des Kühlschranks regelmäßig abzutauen. Denn: Vereisungen erhöhen den Strom­verbrauch um bis zu 30 Prozent. Das gilt selbst bei einem modernen Gerät der Energieeffizienzklasse A+++.

    50
    Prozent
    Laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) können moderne, energieeffiziente Geräte den Energieverbrauch im Vergleich zu Altgeräten um mehr als 50 Prozent senken.

    Achten Sie auf die Energieeffizienzklasse

    Apropos Energieeffizienzklasse: Beim Kauf eines neuen Kühlschranks sollten Sie unbedingt auf das Energie­effizienz­label achten, das seit 1998 für alle in der EU gehandelten Neugeräte Pflicht ist. Denn Altgeräte verbrauchen wesentlich mehr Strom als neue Modelle. Das gilt nicht nur für Kühlgeräte der schlechten Klassen D, C, B und A, die mittlerweile schon gar nicht mehr in Deutschland verkauft werden dürfen. Ein Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+ gehört de facto der schlechtesten hierzulande verkäuflichen Energieeffizienzklasse an, er verbraucht in etwa doppelt so viel Energie wie ein Gerät der besten Effizienzklasse A+++. Das macht sich auch bei der Stromrechnung bemerkbar – weshalb sich die Anschaffung eines Top-Gerätes in den meisten Fällen bereits nach wenigen Jahren rentiert hat.

    Beim Kühlschrank gilt: Tür zu!

    Um zu vermeiden, dass allzu viel warme Luft in den Kühlschrank strömt, gilt auch: frisch gekochte Speisen bitte nie warm in den Kühlschrank stellen! Sie sollten außerhalb des Gerätes erst vollständig abkühlen. Und noch ein wichtiger Tipp: Die Kühlschranktür sollte immer nur kurz geöffnet werden – damit man stets schnell findet, wonach man sucht, räumt man den Kühlschrank am besten immer nach demselben System ein.

    Alles noch dicht?

    Besonders hoch ist der Stromverbrauch logischerweise, wenn die Dichtungen der Kühlschranktür nicht mehr richtig schließen. Deshalb sollte man sie regelmäßig überprüfen – und kaputte Dichtungen gegen neue tauschen. Ob die Tür noch richtig schließt, lässt sich übrigens ganz leicht prüfen: einfach eine angeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank legen und die Tür schließen. Dringt Licht aus dem Innenraum in die abgedunkelte Küche, müssen die Dichtungen erneuert werden.

    Wie groß muss mein Kühlschrank sein?

    Wenn es darum geht, die richtige Kühlschrankgröße zu wählen, gelten folgende drei Faustregeln: Für einen Single-Haushalt reicht in der Regel ein Kühlschrank von 100 bis 140 Litern Nutzinhalt. Für jede zusätzliche Person im Haushalt sollte man 50 Liter Nutzinhalt dazurechnen. Für eine vierköpfige Familie sind 200 Liter Nutzinhalt empfehlenswert.

    Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Stocksy, Shutterstock.

    13. Oktober 2020

    Verwandte Artikel

    Diese Themen könnten Sie auch interessieren.

    Lebenselixier Wasser: Wir Menschen brauchen Wasser zum Leben genauso dringend wie die Luft zum Atmen. Doch wo kommt unser Trinkwasser eigentlich her?

    Newsletter abonnieren

    Sie möchten regelmäßig über innovative Technologien und spannende Fakten rund um die Themen Energie und Klimaschutz informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter unseres Energiemagazins #positiveenergie!

    Sie haben Fragen, Lob oder Kritik?

    Schreiben Sie uns!