Energiespartipps

    Nachhaltig kochen: So geht’s!

    Regional, saisonal, wenn möglich plastikfrei und vegetarisch: Wie man klimafreundlich einkauft, ist vielen bereits bewusst. Wie aber kocht man energieeffizient? Hier kommen zwölf Tipps, mit denen sich in der Küche bei der Zubereitung von Speisen viel Energie sparen lässt.

    Nachhaltig kochen – das heißt vor allen Dingen, bei der Zubereitung von Speisen auf den Strom- oder Gas- und Wasserverbrauch zu achten. Immerhin macht das Kochen laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie etwa zehn Prozent des Gesamtstromverbrauchs in deutschen Haushalten aus. Wer folgende zwölf Regeln beachtet, für den ist klimafreundliches Kochen problemlos möglich:

    1.

    Decken Sie beim Kochen die Töpfe immer mit einem Topfdeckel ab. Das spart bis zu 65 Prozent Strom oder Gas, weil die Hitze dann nicht aus dem Topf entweichen kann.

    2.

    Außerdem sollte stets die passende Herdplatte zu Topf oder Pfanne gewählt werden: Ist die Platte zu groß, verbraucht das unnötig viel Energie. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes fallen dadurch 20 bis 30 Prozent mehr Energiekosten an. Ist der Topfdurchmesser wiederum größer als der der Kochplatte, dauert das Erhitzen länger als nötig – auch das kostet viel Energie.

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    65 Prozent Strom oder Gas spart es, beim Kochen die Töpfe immer mit einem Topfdeckel abzudecken.

    3.

    Am umweltfreundlichsten kocht man mit hochwertigen Töpfen, deren Boden die Hitze besonders gut leitet und speichert. Ideal sind Topfböden mit Kupfer- oder Aluminiumkern sowie emaillierte Stahltöpfe.

    4.

    Eine lohnende Investition ist ein Schnellkochtopf: Er nutzt Energie viel effizienter als herkömmliche Töpfe. Laut Umweltbundesamt sparen die Dampfdrucktöpfe bis zu 50 Prozent Energie.

    5.

    Überlegen Sie sich, welche Kleingeräte Sie in der Küche wirklich benötigen. Nutzen Sie lieber eine manuelle Saftpresse als eine elektrische Zitruspresse. Verzichten Sie auf den batteriebetriebenen Milchschäumer. Schlagen Sie Cremes mit dem Schneebesen auf.

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    Wer nicht mehr als einen Liter Wasser erhitzen möchte, sollte dafür den Wasserkocher und nicht den Herd benutzen.

    6.

    Andere Küchengeräte wiederum helfen dabei, Energie zu sparen: Wenn Sie Wasser erhitzen möchten, sollten Sie beispielsweise den Wasserkocher und nicht den Herd benutzen. Auch ein Eierkocher hilft dabei, Energie zu sparen. Und zum Aufbacken der Brötchen vom Vortag empfiehlt sich eher der Toaster als der Backofen. Letzterer verbraucht fast dreimal so viel Energie.

    7.

    Auch durch die umweltfreundlichere Nutzung des Backofens kann ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet werden. Viel Strom spart es zum Beispiel, auf das Vorheizen des Ofens zu verzichten. Abgesehen von empfindlichen Teigen können die allermeisten Speisen direkt beim Einschalten in den Ofen gegeben werden.

    8.

    Wer seinen Ofen zudem schon einige Minuten vor Ende der im Rezept angegebenen Garzeit ausschaltet und so die Resthitze optimal ausnutzt, spart weitere Energiereserven.

    9.

    Interessant ist darüber hinaus, dass das Backen oder Garen mit Umluft im Vergleich zum Backen mit Ober- und Unterhitze 25 bis 40 Prozent Strom spart. Daher sollten Sie, wenn ein Backrezept sowohl die Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft erlaubt, immer Umluft wählen.

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    Das Backen oder Garen mit Umluft spart im Vergleich zum Backen mit Ober- und Unterhitze 25 bis 40 Prozent Strom.

    10.

    Beim Backen gilt außerdem: Die Tür bleibt zu! Bei jedem Öffnen der Backofentür entweicht etwa ein Drittel der im Ofen befindlichen Wärme – und anschließend muss das Gerät unter erhöhtem Energieverbrauch wieder auf die eingestellte Temperatur aufheizen.

    11.

    Beim Kochen Wasser sparen kann man zum Beispiel, indem man Lebensmittel wie Salat oder Gemüse nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer mit Wasser gefüllten Schüssel oder in der Spüle wäscht.

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    Die meisten Geschirrspüler verbrauchen nur etwa 20 Liter Wasser pro Durchgang.

    12.

    Und auch nach dem Essen kann jede Menge Wasser gespart werden. Etwa, wenn das benutzte Geschirr nicht per Hand gespült wird, sondern in die Geschirrspülmaschine wandert. Beim Geschirrspülen mit der Hand rauschen in einem Drei-Personen-Haushalt schnell bis zu 50 Liter durch den Abfluss, während ein Geschirrspüler meist mit nur 20 Liter Wasser pro Durchgang auskommt. Selbst wenn man den anfallenden Stromverbrauch einer Spülmaschine, der je nach Modell zwischen 900 Watt bis 1,6 Kilowatt beträgt, in die Rechnung miteinbezieht, fällt die Ökobilanz des Geschirrspülens in der Maschine laut Umweltbundesamt besser aus als die des Geschirrspülens per Hand.

    Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Stocksy, Shutterstock (2), Getty Images.

    29. Januar 2021

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