Weihnachtsspecial

    Nachhaltig schenken: Zehn grüne Geschenkideen

    Sie sind auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk für Ihre Freundin oder Ihren Freund? Ihre Mutter oder Ihren Vater? Ihre Schwester oder Ihren Bruder? Hier kommen zehn einfallsreiche und umweltfreundliche Geschenkideen.

    1. „Zeit statt Zeug“: Erinnerungen und Miteinander verschenken statt Krimskrams

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    Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse wie beispielsweise einen langen Spaziergang gibt es bei „Zeit statt Zeug“.

    Das schönste Geschenk, das wir einander machen können, ist Zeit, die wir gemeinsam verbringen. „Zeit statt Zeug“ hat dafür viele tolle Anregungen gesammelt. Auf zeit-statt-zeug.de kann man Gutscheine gestalten, die dann zu einem vorab ausgewählten Zeitpunkt per Mail an den Beschenkten versendet werden. Im Angebot sind zum Beispiel Gutscheine für gemeinsame Spaziergänge, Vorlesestunden oder Kochabende.

    2. „Grüne“ Kosmetik und Hygieneartikel: Nachhaltige Geschenke für Beauty-Fans

    Kosmetikprodukte, die man mit gutem Gewissen verschenken kann? Gibt’s inzwischen zum Glück en masse. Komplett plastikfrei kommt zum Beispiel das Zero-Waste-Starter-Set fürs Bad von EcoYou daher. Es enthält einen Rasierhobel aus Holz und Edelstahl, dreimal zehn Rasierklingen, zehn waschbare Abschminkpads, ein Wäschenetz aus Baumwolle und zwei Bambus-Zahnbürsten (ca. 64,90 Euro.) Toll ist auch das Angebot der dänischen Make-up-Marke Miild: Alle Produkte des Start-ups sind frei von Duft- und Konservierungsstoffen sowie Schwermetallen. Hochwertige Haarpflegeserien ganz ohne Mikroplastik, Parabene, Paraffine, Polyethylenglykol, Silikone und Tenside gibt es vom schwedischen Label Maria Nila. 100 Prozent umweltfreundlich sind auch die Bio-Nagellacke mit demeter-Zertifizierung von Provida Organics (fünf Milliliter ca. 15 Euro).

    3. Baumpatenschaften: Geschenke, die garantiert Früchte tragen

    Das beste Geschenk für Naturliebhaber? Keine Frage: eine Baumpatenschaft! Beim Hof Windkind nahe Berlin kann man beispielsweise Patenschaften für Walnuss- (ca. 92 Euro) oder Haselnussbäume (ca. 78 Euro) abschließen. Der Baumpate erhält dann nach der Ernte und Trocknung, also Mitte/Ende November des Folgejahres, acht bzw. vier Kilogramm Nüsse. Ähnliche Patenschaften kann man auch für Bio-Apfelbäume abschließen, zum Beispiel beim Herzapfelhof in Jork im Alten Land (ab ca. 49,90 Euro/zehn Kilogramm Äpfel).

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    Eine Baumpatenschaft ist genau das richtige Geschenk für Naturliebhaber.

    4. Secondhand- und Fair-Trade-Schmuck: Schmuck mit gutem Gewissen verschenken

    Weil der Abbau von Gold, Silber oder Edelsteinen oft mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Raubbau an der Natur verbunden ist, suchen viele nach einer fairen und nachhaltigen Alternative. Hier wird man zum Beispiel bei Fejn Jewelry fündig: Das Label stellt seine Ketten, Ringe, Ohrringe und Armbänder überwiegend aus recyceltem Sterlingsilber her. Auch fremdformat kreiert Schmuck aus recycelten Edelmetallen. Bei Concrete Jungle gibt es filigrane Schmuckstücke aus robustem Beton. Und Umiwi hat unter anderem Armreifen aus Mangoholz im Angebot.

    5. Bio statt Süßes: Gemüsekisten und Co.

    Eine Freude kann man seinen Liebsten auch mit einem Abo für eine leckere Obst- oder Gemüsekiste machen. Hier lohnt es sich, nach lokalen und regionalen Anbietern Ausschau zu halten. Deutschlandweit werden beispielsweise die Boxen von etepetete (Gemüsekiste ab ca. 21,90 Euro/Stück, Obstkiste ab ca. 27,90 Euro/Stück) versandt. Alles, was in den Kisten landet, ist 100 Prozent Bio. Der Versand erfolgt CO2-neutral. Grüner geht es wirklich nicht!

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    In den Obst- und Gemüsekisten von etepetete landet bestes Bio-Obst und -Gemüse. Sein einziger Makel: Es entspricht nicht ganz der Norm.

    6. Für Schokoholics mit Ökosinn: Nachhaltige Schokolade von Rettergut

    Hätten Sie’s gewusst? Bei jedem Sortenwechsel in der Schokoladenherstellung gehen Hunderte Kilogramm Schokolade verloren. Das liegt daran, dass die Produktionsanlagen mit reiner Schokolade „gespült“ werden müssen. Wird etwa die Produktion von Milch- auf Zartbitterschokolade umgestellt, werden zu Beginn mehrere Hundert Kilogramm sogenannter „Chargentrennmasse“, bestehend aus Zartbitter- und Milchschokolade, erzeugt. Diese Mixschokolade wird nicht selten einfach weggeworfen. Hier kommt Rettergut ins Spiel: Die Macher bewahren das „Abfallprodukt“ davor, in der Tonne zu landen. Eine 80-Gramm-Tafel kostet ca. 1,30 Euro.

    7. Nachhaltige Mode: Fair und trendy schenken

    Es gibt mittlerweile zahllose Modelabels, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Einen Namen gemacht hat sich beispielsweise Armedangels: Das Label setzt ausschließlich auf Bio-Rohstoffe sowie regenerative bzw. recycelte Kunstfasern. Dieses und viele weitere nachhaltige Labels versammelt der Online-Marktplatz Avocadostore. Besonders interessant ist auch der Upcycling-Ansatz von Anekdot: Zum Einsatz kommen hier ausschließlich Materialien, die gerade als Überschuss der Modeindustrie verfügbar sind – etwa aufgrund von Fehlkalkulationen, der Schließung von Fabriken oder Überproduktion. Im Sortiment finden sich Underwear, Loungewear, Swimwear und Accessoires.

    8. Bracenets: Nachhaltige Armbänder aus Fischernetzen

    „Save the seas. Wear a net“ – so lautet der Wahlspruch der Bracenet-Macher. Ihre Mission ist klar: Sie wollen etwas gegen die in allen Ozeanen treibenden „Geisternetze“ unternehmen, die zum Todesurteil für unzählige Lebewesen werden, die sich in ihnen verfangen. Das geht natürlich am besten, wenn man die Netze aus dem Meer fischt. Doch wohin dann mit ihnen? Ganz einfach: Die Hamburger reinigen den Meeresmüll und verwandeln ihn in Handarbeit in Armbänder, Hundeleinen, Schlüsselbunde und mehr. Jede Kollektion ist limitiert, jedes Produkt ein Unikat – und ein Statement gegen Meeresmüll (Bracenet ab ca. 19 Euro).

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    Bracenet fischt die in allen Ozeanen treibenden Geisternetze aus dem Meer und stellt daraus Armbänder, Hundeleinen und vieles mehr her.
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    Jedes Armband von Bracenet ist nicht nur ein Unikat, sondern auch ein Statement gegen Meeresmüll.

    9. Geschenkidee für Tierfreunde: Patenschaften für Wildtiere

    Perfekt für ambitionierte Freizeit-Tierschützer ist eine Wildtierpatenschaft. Der World Wide Fund For Nature (WWF) bietet solche Patenschaften schon ab 15 Euro pro Monat. Unter anderem werden Patenschaften für Eisbären, Tiger, Löwen, Gorillas, Seeadler, Elefanten, Wale und Delfine angeboten.

    10. Edle Tropfen für Klimaaktivisten: Bio-Weine von Öko-Winzern

    Weine in Bio-Qualität werden mit Respekt vor der Natur produziert. Ökowein-Winzer schaffen beispielsweise durch die Begrünung im Weinberg ein natürliches Gleichgewicht. Bei ihnen wachsen verschiedene Kleesorten, Gräser, Wicken, Sonnenblumen, Phazelien, Lupinen und Malven zwischen den Rebzeilen. Exzellente Weine gibt es zum Beispiel über den Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V., Ecovin, in dem rund 200 zertifizierte Bio-Weingüter in Deutschland und Polen organisiert sind.

    Text: Redaktion #positiveenergie. Fotos: Stocksy, Shutterstock (2), Etepetete, Bracenet (2)

    3. Dezember 2020

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