Smart Gardening

    Mähroboter und Co. im Energiespar-Check

    Selbstfahrende Mähroboter und smarte Bewässerungssysteme können uns im Garten viel Arbeit abnehmen. Doch wie klimafreundlich ist Smart Gardening eigentlich? Wir haben die schlauen Gartenhelfer unter die Lupe genommen.

    Der Mähroboter als emsiger Greenkeeper

    maehroboter-smart-gardening
    Richtig programmiert, mähen Mähroboter selbst die Rasenkanten mit höchster Präzision.

    Rasenmähen zählt wohl zu den leidigsten Aufgaben der Gartenarbeit. Quälend monoton zieht man seine Bahnen durch den heimischen Garten – und ehe man sich versieht, wuchert das Grün schon wieder über die Begrenzungssteine. Abhilfe verschafft da ein Mähroboter, der in einem festgelegten Rhythmus automatisch und ohne zu murren einen vordefinierten Bereich abgrast.

    Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen über den Stromverbrauch von Mährobotern. Schätzungen verschiedener Hersteller zufolge verursacht ein Mähroboter bei einer Rasenfläche von 200 Quadratmetern und täglichem Einsatz übers Jahr je nach Modell Stromkosten in Höhe von etwa zehn bis 25 Euro. Die genaue Höhe des Stromverbrauchs hängt allerdings von weiteren Faktoren wie dem Modell, der Größe und Beschaffenheit des Gartens und der Regelmäßigkeit ab, mit der er zum Dienst ausrückt. Wer dem Garten-Robo unter die Arme greifen und so Strom sparen möchte, sollte im Vorfeld den Garten von Laub, Ästen und Fallobst befreien.

    Ein weiteres Klima-Plus: Mähroboter arbeiten nach dem Mulch-Prinzip. Das heißt, der Mäher sammelt das gemähte Gras nicht auf, sondern verteilt es klein gehäckselt im Garten. Das spart die Entsorgung des Bioabfalls gleichermaßen wie das Düngen des Rasens. Der Rasenschnitt steigert nämlich die Bodenqualität und dient Lebewesen zusätzlich als Nahrung.

     

    Fazit: Ein Mähroboter spart Zeit und Geld. Obendrein muss der Rasen nicht mehr mit chemischen Substanzen gedüngt werden. Er sollte allerdings aus Rücksicht auf im Garten lebende, nachtaktive Kleintiere wie Igel nicht nach Einbruch der Dunkelheit betrieben werden.

    Smarte Systeme für eine passgenaue Bewässerung

    Bei der Bewässerung des Gartens kommt es in erster Linie auf drei Faktoren an: die Wassermenge, das richtige Timing und natürlich das regelmäßige Gießen. Mit einem smarten Bewässerungssystem lassen sich all diese Faktoren ganz einfach in einer Smartphone-App definieren. Ziemlich praktisch – aber ist die automatische Bewässerung auch klimafreundlich?

    Wie sparsam ein smartes Bewässerungssystem ist, hängt stark von seiner Komplexität und damit vom Budget ab, das man dafür in die Hand nehmen will. Der Einsatz von Perlregnern und Tropfschläuchen erlaubt beispielsweise eine präzisere Bewässerung als ein einfacher Sprinkler, der in erster Linie für größere Rasenflächen geeignet ist.

    bewaesserung-smart-gardening
    Mit smarten Bewässerungssystemen funktioniert die Bewässerung nach zuvor festgelegten Zeitplänen.

    Richtig smart wird so ein System aber eigentlich erst mit dem Einsatz verschiedener Sensoren. Diese messen beispielsweise die Bodenfeuchtigkeit und -temperatur oder behalten das Wetter im Auge und passen den Bewässerungsplan auf Basis der gesammelten Daten automatisch an. So wird verhindert, dass Pflanzen übergossen oder an Regentagen bewässert werden. Ein weiterer Vorteil: Über viele der Apps lässt sich der Wasserverbrauch im Blick behalten, sodass man etwaige Optimierungsversuche auf ihre Wirksamkeit prüfen kann.

    Fazit: Ein durchdachtes Bewässerungssystem spart gegenüber dem manuellen Gießen viel Zeit. Ob es am Ende auch Wasser spart, hängt stark vom eingesetzten Equipment ab.

    Smarte Außenbeleuchtung geht auch energiesparend

    smarte-außenbeleuchtung-smart-gardening
    Smarte Lampen lassen sich bequem per App oder Sprachassistent steuern.

    Wer viel Fleiß in seinen Garten steckt, der will dessen ganze Pracht natürlich auch noch nach Sonnenuntergang genießen. Möglich macht das die passende Außenbeleuchtung.

    Smarte Beleuchtungssysteme kommen heutzutage mit vielen nützlichen Funktionen und Modulen, mit denen sich das Lichtspiel automatisieren und nebenbei jede Menge Strom sparen lässt. Dazu zählen beispielsweise Zeitpläne, die man bei einigen Systemen per App anlegen kann.

    Hinzu kommen Klassiker wie Bewegungsmelder oder Lichtsensoren, die die Beleuchtung passgenau an die Umgebungshelligkeit anpassen. Den größten Einspareffekt bringt immer noch die Verwendung von LED-Leuchtmitteln. Noch stromsparender sind nur Außenleuchten mit eingebautem Solarmodul. Solche Solarleuchten sind zwar keine große Neuheit, aber das macht sie ja nicht weniger „smart“.

    Fazit: Moderne Außenbeleuchtung bietet stolzen Gartenbesitzern die Möglichkeit, ihre Grünanlage auch im Dunkeln in Szene zu setzen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Ob es jedoch immer ein smartes System sein muss, bleibt jedem selbst überlassen.

    Text: Redaktion #positiveenergie; Fotos: Getty Images, shutterstock (3).

    5. Mai 2021

    Verwandte Artikel

    Diese Themen könnten Sie auch interessieren.

    Newsletter abonnieren

    Sie möchten regelmäßig über innovative Technologien und spannende Fakten rund um die Themen Energie und Klimaschutz informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter unseres Energiemagazins #positiveenergie!

    Jetzt anmelden

    Sie haben Fragen, Lob oder Kritik?

    Schreiben Sie uns!
    E-Mail an die Redaktion