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    Natur erleben

    3 x 3 Tipps für spannendere Spaziergänge

    Kaum eine Betätigung hat durch die Corona-Pandemie solch einen Aufschwung erfahren wie der Spaziergang. Wem beim wiederholten Lustwandeln doch mal die Lust abhanden kommt, für die und den haben wir 3 x 3 Tipps für einen unterhaltsameren Tapetenwechsel an der frischen Luft.

    Für die Ohren: 3 Podcast-Empfehlungen

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    32 x Beethoven: Igor Levit spielt und erklärt Beethoven

    Der Ausnahmepianist Igor Levit und sein Freund Anselm Cybinski tauchen in ihrem Beethoven-Podcast tief ein in musikalische Themen, Einflüsse und Epochen. Levit nahm jüngst alle 32 Klaviersonaten auf. Beschäftigt hat er sich mit Beethovens Werk seit Jahren. Kein Wunder, dass er zu jedem Stück etwas zu erzählen hat. Cybinski ist als Violinist und Intendant der Niedersächsischen Musiktage ein perfekter Gesprächspartner. In 32 Podcast-Folgen – eine für jede Sonate – zeigen die beiden, was Beethovens Musik so revolutionär und einzigartig macht. Wie es sich anfühlt und welche Arbeit dahintersteckt, sie zu spielen. Und warum sie bis heute Menschen inspiriert, sich für Freiheit und Menschlichkeit einzusetzen.

    Das Feature: Hintergründige Hörkunst

    Der Deutschlandfunk gönnt dem Radio-Feature viel Raum. Und das aus gutem Grund: Das Feature, das nicht fiktionale Inhalte präsentiert, verbindet Elemente des klassischen Hörspiels mit denen von Dokumentation und Reportage und bietet auf diese Weise Zeitanalyse, Zeitgeschichte und Zeitkritik. Ob es um Eindrücke aus dem Amazonas, um Erinnerungen an den Philosophen Roger Willemsen oder um den Entwicklungsstand empathischer Roboter geht: „Das Feature“ des Deutschlandfunks hat es im Programm.

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    Durch die Gegend: Rausgehen! Rumlaufen! Reden!

    Wenn Christian Möller spazieren geht, dann ist er nie allein – zumindest dann nicht, wenn er eine neue Folge für seinen Podcast „Durch die Gegend“ aufnimmt. Er führt Interviews mit Musikern, Schriftstellern, Künstlern und Philosophen und hält sich an das selbst gewählte Motto: „Rausgehen! Rumlaufen! Reden!“ Möller ist davon überzeugt, dass gute Gedanken im Gehen kommen. Wer ihm und seinen Gästen zuhört, wird nicht umhinkommen, ihm zuzustimmen.

    Für die Augen: 3 App-Empfehlungen

    Vogelwelt: Wer zwitschert denn da?

    Wer beim Spaziergang in der Natur einen Gefiederten vorbeiflattern sieht, dem könnte es – wenn es sich um einen Städter handelt – durchaus passieren, nicht direkt bestimmen zu können, ob das da gerade eine Wacholderdrossel, ein Goldregenpfeifer oder ein Eichelhäher war. Die App „Vogelwelt“ des NABU schafft da schnell und leicht Abhilfe. Dank mehr als 1000 freigestellten Fotos von 307 Vogelarten wird die Bestimmung zum Kinderspiel.

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    PictureThis: Wer blüht denn da?

    Neben der Fauna ist auch die Flora oftmals eine unbekannte Schönheit. Doch so mancher Spaziergang kann zur Ideenfindung taugen, was man vielleicht im heimischen Garten oder zumindest in der eigenen Vase ansiedeln möchte. Die App „PictureThis“ macht es Nutzern sehr leicht, Pflanzen zu bestimmen: per Kamera im Smartphone ein Foto machen, hochladen und fertig! Mehr als 10.000 Arten können so schnell identifiziert werden.

    Kleiner Tipp im Tipp: Die App-Macher hätten es gern, dass Nutzer ein jährliches Abo für knapp 30 Euro abschließen – dieser Schritt lässt sich aber wiederholt abbrechen, ohne dass die App ihre Funktionalität verliert. Wer die Macher unterstützen möchte, sollte aber vielleicht doch über ein Abo nachdenken.

    Flightradar24: Wer fliegt denn da?

    Auch wenn das Thema Urlaub ein schwieriges ist, weil – na ja, Sie wissen schon – Flugreisen für viele noch in unerreichbarer Ferne liegen, gibt es eine Möglichkeit, zumindest gedanklich ein wenig auf die Reise zu gehen. Mit der App „Flightradar24“ kann man den einen oder anderen am Himmel auftauchenden Flieger per GPS und virtueller Realität identifizieren und Start- und Zielort erfahren sowie dessen Reisehöhe und -geschwindigkeit. Manchmal reicht es ja schon für ein wenig Kopfkino, wenn man weiß, dass der in der Sonne glänzende Flieger auf dem Weg von London nach Moskau oder von Kopenhagen nach Paris ist…

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    Für den Kopf: 3 Übungsempfehlungen

    Achtsamkeit: Die eigenen Sinne schärfen

    Wenn man mal keinen Podcast hört und nicht das Smartphone in der Hand hat, um Blumen oder Vögel zu identifizieren, kann man sich auf sich selbst konzentrieren. Knirscht es unter meinen Schuhen? Spüre ich einen Luftzug im Gesicht? Wonach riecht es eigentlich gerade? Bleiben Sie auch einfach mal stehen und schließen Sie die Augen: Was hören, was riechen Sie? Warum nicht mal abends im Dunklen raus, um andere Sinne zu fordern? Was Sie da gerade machen, ohne groß darüber nachzudenken, ist eine Form von Meditation. Das klappt übrigens auch wunderbar im Sitzen, zu Hause im Homeoffice, zwischen zwei Videokonferenzen.

    Rückwärts nach vorn: Training für Geist und Körper

    Sie sollten zwar auf keinen Fall direkt mit dem Rückwärtslaufen anfangen wie etwa Thomas Dold, der 2018 neue Weltrekorde im Rückwärtslaufen über 3000 und 5000 Meter aufgestellt hat. Trotzdem ist ein langsamer Spaziergang rückwärts für das eigene Gehirn eine echte Trainingseinheit. Gleichgewicht, Haltung und Koordination werden voll gefordert, wenn wir mit dem Rücken voran gehen. Das gilt übrigens auch für das Treppensteigen. Und wer wollte bestreiten, dass wir in Pandemie-Zeiten keine Kur für unsere kleinen grauen Zellen gebrauchen könnten?

    Ran ans Eingemachte: Trimm-dich-Übungen

    Nach einer entspannenden Meditation und einer vitalisierenden Geh-Übung bleibt nur noch eine weitere Steigerung übrig: der Trimm-dich-Pfad. Wer keinen solchen in seiner Umgebung hat, kann auch einfach mit dem eigenen Körpergewicht trainieren. Die verhassten Klassiker sind immer noch die wirkungsvollsten: der Liegestütz, die Kniebeuge – und als Krönung der Klimmzug. Alle Übungen kann man im Schwierigkeitsgrad anpassen. Wem der übliche Liegestütz noch zu anstrengend ist, kann beispielsweise auch schräg an einem Baum stehend ein paar Liegestütze absolvieren. Einfach mal ein wenig ausprobieren und auf den eigenen Körper hören!

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    Trimm dich fit – zum Beispiel mit der guten alten Kniebeuge!

    Text: Dirk Kirchberg. Fotos: Shutterstock (2), BR /Felix Broede /Sony Classical, Tina Zellmer /Viertausendhertz, PR (4).

    22. März 2021

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