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    LED-Lampe
    Energieeffizienz

    Wie funktioniert eine LED-Lampe?

    Ob Fernseher, Fahrradbeleuchtung oder Straßenlaternen: Energieeffiziente LED-Technologie ist in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens angekommen. Wir erklären, wie LEDs funktionieren und wo die Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln liegen.

    LEDs (engl.: Leuchtdioden) sind nur etwa einen Millimeter groß und dennoch die beste Wahl, wenn es um energieeffiziente Beleuchtung geht. Die Gründe liegen auf der Hand: LEDs haben nicht nur eine lange Lebensdauer, sondern sind aufgrund ihres geringen Stromverbrauchs auch besonders energieeffizient. Im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe benötigen sie rund 80 Prozent weniger Energie und haben dennoch eine starke Leuchtkraft. Mittlerweile gibt es ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichsten Lichtfarben und Helligkeiten. Zudem sind viele LED-Lampen stufenlos dimmbar und lassen sich per Sprachsteuerung und per App fernbedienen. Kein Wunder also, das moderne LED-Beleuchtung sich in kürzester Zeit gegen herkömmliche Glüh-, Halogen- und Energiesparlampen durchgesetzt hat.

    Smartphone Funktionsweise LED
    Smarte LED-Leuchtmittel lassen sich per Sprachsteuerung und per App fernbedienen.

    Was hinter der Technologie steckt

    Die Abkürzung LED steht für „lichtemittierende Diode" (light-emitting diode). Dabei handelt es sich um sogenannte Halbleiterelemente, die Licht ausstrahlen, wenn Strom hindurchfließt. Dieser Prozess wird in der Lichttechnik auch „Elektrolumineszenz" genannt. Sie setzen sich im Wesentlichen aus fünf Bestandteilen zusammen: Einem Halbleiterkristall (LED-Chip), der Anode (Pluspol) sowie der Kathode (Minuspol), welche mit einem Golddraht verbunden sind, einem Reflektor und einer Kunststofflinse, die alle Bauteile umschließt und fixiert.

    Grafik Funktionsweise LED

    Der LED-Chip im Inneren ist für die Lichterzeugung verantwortlich und besteht aus unterschiedlichen Schichten. Die äußerste Schicht enthält den Leuchtstoff, der zur Produktion von weißem Licht notwendig ist. Darunter enthalten zwei weitere Schichten jeweils einer Überzahl an positiven oder negativ geladenen Elektroden. Schon bei geringer Spannung zwischen der Anode (Pluspol) und der Kathode (Minuspol), kommt es über den Golddraht zum Elektronenfluss zwischen diesen Schichten. Die Folge: Energie in Form von Licht wird freigesetzt. Der LED-Chip strahlt zunächst punktförmiges Licht ab. Die Reflektorwanne in der sich der LED-Chip befindet, verstärkt deshalb seine Wirkung. Zusätzlich sorgt die Kunststofflinse für eine optimale Verteilung des Lichts. Dabei können LEDs nur Licht in einer bestimmten Farbe erzeugen. In welcher Lichtfarbe eine Leuchtdiode erstrahlt, hängt vom verwendeten Halbleiterstoff ab. Dieser sorgt dafür, dass das Licht in unterschiedlichen Wellenlängen ausgestrahlt wird und erzeugt damit unterschiedliche Färbungen wie rot, grün und blau. Lediglich weißes Licht kann nicht direkt erzeugt werden. In der Regel wird dazu eine blaue LED mit einer Phosphorbeschichtung überzogen. Je nach Stärke der Schicht wird warmweißes, neutralweißes oder kaltweißes Licht produziert. Die Lichtfarbe wird mit der Farbtemperatur in Kelvin (K) angegeben. Beim Kauf gilt: Je kleiner die angegebene Kelvinzahl, desto wärmer (gelblicher) ist die Lichtfarbe. Je größer die Kelvinzahl, desto kälter (bläulicher) ist das Licht.

    Wichtig: LED-Lampen fachgerecht entsorgen

    LED-Lampen sind nicht nur aufgrund ihrer Energieeffizienz besonders umweltfreundlich. Die kleinen Leuchtdioden kommen zusätzlich völlig ohne hochgiftige Substanzen aus und können deshalb als Elektroschrott entsorgt werden. So lassen sich mehr als 90 Prozent ihrer Bestandteile wiederverwerten. Das nationale Rücknahmesystem Lightcycle stellt für die Entsorgung ein bundesweites Sammelstellennetz zur Verfügung. Hier können Altlampen zum fachgerechten Recycling kostenlos abgeben werden.

    2. Januar 2022
    Energiespartipps
    Ökostrom

    Text: Marcella Klaas. Fotos: Shutterstock (2).

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