Das Netz der Zukunft

    Was sind die Vorteile von Glasfaserkabeln?

    Leistungsstark, langlebig, superschnell – mit einem direkten Glasfaseranschluss kommt das Internet ungebremst ins Haus. Denn in Glasfasern reisen Daten annähernd in Lichtgeschwindigkeit. Damit empfangen Sie auch große Datenmengen quasi ohne jede Verzögerung.
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    Wohneinheiten
    in Hannover hat die enercity AG bereits mit Glasfaser erschlossen.

    Mama und Papa arbeiten im Homeoffice. Die Kinder lassen sich per Videokonferenz von ihrem Lehrer unterrichten. Und abends entspannen sich alle zusammen auf dem Sofa beim Serienschauen oder Onlinegaming. Egal, ob für die Arbeit oder für die Freizeit – eines ist klar: Wir brauchen zu Hause schnelles Internet. Das gilt in Zeiten von Corona mehr als je zuvor. Schließlich wächst die Menge der Daten, die wir über das Internet beziehen, mit jedem Tag weiter an: 2020 stieg sie in Deutschland an jedem stationären Netzanschluss im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um ein Viertel.

    Glasfaseranschlüsse liefern ruckelfreie HD-Bilder, ermöglichen Internettelefonie ohne Aussetzer und Musik ohne Unterbrechungen. Sie sind die beste Technologie für schnelle Internetzugänge, die heute verfügbar ist. Der Grund: In Glasfaserverbindungen rasen die Daten als Lichtimpulse um die Welt.

    Glasfaserkabel bestehen aus Bündeln sogenannter Lichtwellenleiter. Das sind mit Kunststoff ummantelte Glasfasern, die jeweils kaum dicker als ein Haar sind. In die Lichtwellenleiter werden am einen Ende Daten als Lichtblitze eingespeist – ähnlich wie ultraschnelle Morsecode-Signale. Am anderen Ende der Leitung empfängt ein Wandler die Lichtsignale und konvertiert sie zurück in elektrische Signale. Die Daten reisen damit annähernd in Lichtgeschwindigkeit. Keine Übertragungstechnologie ist schneller. Kein Wunder also, dass Glasfaserkabel das Rückgrat für Hochgeschwindigkeitsnetze bilden.

    Glasfaserverbindungen ersetzen Kupferkabel

    Früher bestanden die deutschen Kabelnetze vor allem aus herkömmlichen Kupfer- oder Koaxialkabeln. Weil Daten darin als elektrische Impulse übertragen werden, ist die Übertragungsgeschwindigkeit geringer. Denn in Kupferkabeln sind die Datenimpulse nicht nur elektromagnetischen Störeinflüssen ausgesetzt. Der elektrische Widerstand sorgt auch dafür, dass die Spannung mit jedem Meter etwas abnimmt. Daher sinkt bei Kupferkabeln die Übertragungsgeschwindigkeit über lange Distanzen. Heute dagegen ersetzen in immer mehr Regionen Deutschlands die schnellen Glasfaserverbindungen die Kupferkabel.

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    Glasfaserkabel bestehen aus sogenannten Lichtwellenleitern aus Glasfaser, die jeweils kaum dicker als ein Haar sind.

    Das ist vor allem auf den letzten Metern bis zum Hausanschluss wichtig. Denn durchgehende Netze, die Nutzer quasi vom heimischen Router bis zum angewählten Server durchgehend über Glasfaser verbinden, sorgen für Highspeed. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Internet-Download-Geschwindigkeit in Deutschland bei gerade mal 23 Megabit pro Sekunde. Ein typischer VDSL-Anschluss schafft immerhin 52 Megabit pro Sekunde. Ein durchgehender Glasfaseranschluss im Haus bietet ein Vielfaches an Übertragungsgeschwindigkeit – genauer: bis zu einem Gigabit, also 1000 Megabit, in der Sekunde.

    Das bedeutet rasend schnelle Up- oder Downloads und beste Bildqualität für Videokonferenzen, Streaming oder Cloud-Computing. Und das, wegen der großen Übertragungskapazität der ultraschnellen Glasfasern, unabhängig davon, wie viele Nutzer an einem Anschluss hängen. Damit können auch Familien oder Wohngemeinschaften abends ruckelfrei mehrere Filme parallel streamen oder ohne Ausfälle und Unterbrechungen in jedem Zimmer andere Musik laufen lassen.

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    Ihre Spitzenposition in puncto Übertragungsgeschwindigkeit werden Glasfaseranschlüsse auch in absehbarer Zeit nicht an eine andere Technologie verlieren. Mit einem direkten Anschluss ans Glasfasernetz kann man darum gelassen auf die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte blicken. Denn Lichtgeschwindigkeit ist nun mal nicht zu schlagen – schneller geht es wirklich nicht.

    FTTC, FTTB und FTTH

    Drei Abkürzungen tauchen oft auf, wenn es um den Anschluss von Häusern ans Glasfasernetz geht: FTTC, FTTB und FTTH. Was steckt dahinter?

    FTTC: Bis zum Verteiler

    FTTC ist die Abkürzung für „Fiber-to-the-Curb“, auf Deutsch „Glasfaser bis zur Bordsteinkante“. Dabei kommen die Daten zwar über Glasfaserkabel im Dorf oder Stadtviertel an. Doch das reicht nur bis zum nächsten Verteiler. Von da bis zur Anschlussbuchse des Nutzers kommen noch herkömmliche Kupferkabel zum Einsatz.

    FTTB: Glasfaser im Keller

    Hinter der Abkürzung FTTB verbirgt sich der Fachbegriff „Fiber-to-the-Basement“. Dabei reicht das Glasfasernetz bis zum Haus beziehungsweise bis in die Wohnung des Privatkunden oder bis zum Firmengebäude des Geschäftskunden. Auch hier müssen alle Daten auf den letzten Metern vom Verteilerkasten im Keller bis zur Anschlussbuchse in der Wohnung noch durch Kupferkabel. Allerdings ist die Kupferstrecke in der Regel so kurz, dass sich die Geschwindigkeit nur unmerklich verringert.

    FTTH: Direkter Anschluss zu Hause

    Bei einem FTTH-Anschluss reicht das superschnelle Glasfaserkabel direkt bis zur Anschlussbuchse im Wohn- oder Arbeitszimmer. Denn FTTH steht für „Fiber-to-the-Home“, bezeichnet also einen Glasfaseranschluss bis nach Hause. Nutzer können dadurch besonders schnell surfen. Und das ohne Leistungsabfall, wenn mal alle Familienmitglieder zugleich im Netz sind.

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    Bei Glasfaseranschlüssen wird unterschieden, ob der Glasfaseranschluss nur bis zum Verteilerkasten vor dem Haus („Fiber-to-the-Curb“, kurz FTTC), bis in den Keller des Hauses („Fiber-to-the-Basement“, kurz FTTB) oder direkt bis zur Anschlussbuchse im Wohn- oder Arbeitszimmer („Fiber-to-the-Home“, kurz FTTH) reicht.

    Ausbau des Glasfasernetzes: Steiler Anstieg

    Bis 2025 möchte die Bundesregierung Deutschland flächendeckend mit einem Glasfasernetz ausstatten lassen, das Datenübertragungen bis zu einem Gigabit, also 1000 Megabit, in der Sekunde ermöglicht. Der Staat fördert den Ausbau darum finanziell. Aktuell nutzen gerade mal 4,1 Prozent aller Breitbandanschlüsse hierzulande direkt das Glasfasernetz.

    Genau genommen gibt es kein einzelnes Glasfasernetz, sondern zahlreiche zusammengeschlossene Teilnetze. Sie gehören größtenteils Telekommunikationsunternehmen, Anbietern von Kabelfernsehen und Energieversorgern. Die treiben nun den Ausbau voran. Zurzeit steigt der Anteil von Haushalten und Unternehmen mit direktem Glasfaseranschluss in Deutschland darum steil an.

    Text: Florian Sievers. Fotos: Shutterstock (2), Getty Images.

    21. Januar 2021

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