


30-MW-Großwärmepumpe stärkt Hannovers Wärmewende
Die Großwärmepumpe liefert mit 30 Megawatt Leistung klimaneutrale Wärme für rechnerisch bis zu 13.000 Haushalte liefert. Das städtische Klärwerk Hannover bietet ideale Voraussetzungen für den Einsatz der Technologie. Selbst im Winter liegt die Temperatur des gereinigten Klarwassers stabil bei etwa 12 bis 16 Grad Celsius. Damit ist die Anlage als Mittellast-Erzeuger besonders wertvoll – genau in den Monaten, in denen die Fernwärmenachfrage dauerhaft hoch ist.
Mit einer Jahreswärmeerzeugung von rund 130 Gigawattstunden deckt die Großwärmepumpe künftig etwa sieben bis acht Prozent des gesamten Wärmebedarfs Hannovers. Die Einbindung in das bestehende System ist vorbereitet: Strom‑ und Fernwärmeanschlüsse sind im vergangenen Jahr hergestellt worden. Eine technische Besonderheit ist die Unterquerung der Leine mittels Spülbohrverfahren – Voraussetzung für die Netzanbindung nach Herrenhausen.
Wie funktionieren Großwärmepumpen?
Großwärmepumpen arbeiten nach dem Prinzip eines Kühlschranks, nur aus umgekehrter Perspektive: Umweltwärme – hier aus gereinigtem Abwasser – verdampft ein Kältemittel, das anschließend mit strombetriebenen Kompressoren verdichtet wird. Die dabei entstehende Wärme erhitzt das im Netz zirkulierende Fernwärmewasser auf rund 95 Grad Celsius.